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FC Homburg vor Saisonauftakt
FCH-Trainer dämpft zu große Erwartungen

 Durch einige Neuzugängen – wie Serkan Göcer und Jannik Sommer – hat der FC Homburg den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft belebt.
Durch einige Neuzugängen – wie Serkan Göcer und Jannik Sommer – hat der FC Homburg den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft belebt. FOTO: Hagen / Markus Hagen
Homburg. Der Vorjahresdritte steigt am Samstag zuhause gegen Aufsteiger Alzenau in die neue Saison der Fußball-Regionalliga Südwest ein. Von Markus Hagen

Homburg Nach sechswöchiger Vorbereitung geht es am Samstag für den FC Homburg endlich wieder um Punkte in der Fußball-Regionalliga Südwest. FCH-Trainer Jürgen Luginger blickt kurz vor dem Auftakt auf seinen Kader, seine Erwartungen und die Titelfavoriten.

Herr Luginger, der Saisonauftakt steht vor der Tür. Geht Ihre Mannschaft gut vorbereitet in die neue Runde?

Jürgen Luginger: Mit dem Stand der Vorbereitung bin ich sehr zufrieden. Alle Spieler haben gut mitgezogen, auch die Leistungen in den Testspielen stimmten. Damit gehen wir wirklich gut vorbereitet am Samstag in die nächste Regionalligasaison.



Sie haben die Vorbereitungsspiele angesprochen. Ergebnisse wie das 3:1 gegen den Drittligisten 1. FC Kaiserslautern oder der 6:4-Sieg über den West-Regionalligisten Rot-Weiß Essen schüren von außen hohe Erwartungen. Wie ordnen Sie die Leistungen aus diesen Tests ein?

Luginger: Die Leistungen und Ergebnisse waren schon erfreulich, klar. Aber man darf sie auch nicht überbewerten und man kann auch keinesfalls Rückschlüsse auf die Platzierung für die kommende Saison ziehen. Der Ligaalltag ist etwas ganz anderes. Die Ergebnisse aus der Vorbereitung steigern das Selbstvertrauen. Mein Trainerteam und auch die Spieler wissen aber solche Resultate richtig einzuordnen.

Wie ist Ihr Eindruck von den zahlreichen Neuzugängen, mit denen sich der FC Homburg verstärkt hat? Ist der Kader qualitativ stärker besetzt als der in der vergangenen Saison?

Luginger: Wir haben uns sehr gut auf vielen Positionen verstärkt. So unter anderem in der Offensive. Mit den beiden Stürmern Damjan Marceta und Marcel Carl sind wir besser besetzt. Der Konkurrenzkampf um die Plätze ist eröffnet – und das ist bei der Kader-Zusammenstellung auch so erwünscht.

Mit welchen Erwartungen und Zielen gehen Sie die neue Spielzeit an? Wer sind die Titelfavoriten?

Luginger: Nach dem Aufstieg aus der Oberliga ist es für uns nun die zweite Saison in der Regionalliga Südwest. Bekannterweise ist die zweite Saison für einen Aufsteiger immer etwas schwieriger, als die erste. Es wäre zu vermessen nach dem hervorragenden dritten Platz in der vergangenen Saison nun zu erwarten, dass der FC Homburg ein großer Titelanwärter ist. Zumal wir wissen, dass sich auch die Konkurrenz, wie der 1. FC Saarbrücken, SV Elversberg, Kickers Offenbach, der SSV Ulm und der TSV Steinbach-Haiger sehr gut verstärkt hat. Man muss sehen, wie die Saison verläuft. Unser Ziel ist es, wieder im oberen Tabellendrittel ein wichtiges Wort mitzusprechen. Titelfavorit ist für mich der Vorjahresvizemeister 1. FC Saarbrücken. Auch die SV Elversberg und Kickers Offenbach sind hier aber zu beachten.

Haben Sie Bedenken, dass die Homburger Fans zu viel erwarten und damit der Druck von außen auf ihr Team steigt?

Luginger: Nein, keinesfalls. Auch unsere Fans wissen die Stärke und Ausgeglichenheit der Liga einzuordnen.

In welchen Bereichen muss sich Ihre Mannschaft gegenüber der vergangenen Saison steigern?

Luginger: Unsere Torquote sollte besser werden. An der Chancenverwertung müssen wir weiterhin arbeiten, aber dafür haben wir in der Offensive in Sachen Verstärkungen ja einiges getan.

Temperaturen von weit über 30 Grad in dieser Woche macht schon das Zuschauen zur schweißtreibenden Angelegenheit. Wie haben Sie im Training darauf reagiert?

Luginger: Das ist sicherlich nicht einfach für Zuschauer und Spieler. Aber wir müssen da durch. Die beiden Trainingseinheiten am Mittwoch und Donnerstag haben wir um eine Stunde auf 9.30 Uhr vorverlegt.

Am Samstag startet der FC Homburg nun mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger Alzenau in die Saison. Eine Woche später muss Ihr Team beim nächsten Aufsteiger FC Gießen ran. Wie beurteilen Sie den Auftakt?

Luginger: Das wird alles andere als einfach für uns. Gerade die Aufsteiger sind zum Saisonstart besonders motiviert, haben noch die Aufstiegseuphorie im Rücken und gehen besonders motiviert in die Regionalliga. Klar wäre es schon etwas günstiger gewesen, wenn wir gegen diese Mannschaften später angetreten wären. Aber den Spielplan können wir uns ja auch nicht aussuchen.

Haben Sie Ihren ersten Gegner studiert? Was erwarten Sie von den Bayern?

Luginger: Wir haben uns über Bayern Alzenau gut informiert und ihn auch beobachten lassen. Alzenau kann Fußball spielen, ist stark im Gegenpressing. Darauf gilt es sich einzustellen. Unser Ziel ist es, den Gegner unter Druck zu setzen, ihn zu Fehler zu zwingen und unsere eigenen Chancen dann auch gut zu nutzen. Wir hoffen alle, dass unsere Fans möglichst zahlreich uns beim Saisonstart im Waldstadion am Samstag unterstützen, so wie sie es in der vergangen Saison getan haben.

Stehen am Samstag alle Spieler zur Verfügung oder gibt es Ausfälle?

Luginger: Bis auf Daniel Di Gregorio sind alle Spieler fit. Nach seiner Knie-Operation im Dezember wird es bei Daniel noch etwas dauern, bis er wieder zum Einsatz kommen kann. Ende des Monats steht noch ein Arzttermin an. Ich denke, dass er Anfang August wieder das komplette Training mitmachen wird.

Steht ihre Startelf für Samstag schon fest?

Luginger: Auf sieben bis acht Positionen ist die Mannschaft schon klar. Bei den anderen werden die letzten Trainingseindrücke entscheiden, wer letzten Endes am Samstag in der Anfangself steht.

Wollen Sie verraten, welche Positionen noch offen sind?

Luginger: (lacht) Nein das werde ich sicher nicht.

 Homburgs Trainer Jürgen Luginger hofft, in der Spitzengruppe mitspielen zu können.
Homburgs Trainer Jürgen Luginger hofft, in der Spitzengruppe mitspielen zu können. FOTO: maw / Martin Wittenmeier