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Fußball-Regionalliga Südwest
Harte Nuss nach 13 Jahren wieder knacken

FCH-Coach Jürgen Luginger und Co-Trainer Joti Stamatopoulos tüfteln gemeinsam an einer Taktik, um endlich wieder gegen Pirmasens zu gewinnen.
FCH-Coach Jürgen Luginger und Co-Trainer Joti Stamatopoulos tüfteln gemeinsam an einer Taktik, um endlich wieder gegen Pirmasens zu gewinnen. FOTO: Markus Hagen
Homburg . Gegen den FK Pirmasens sah der FC Homburg in den vergangenen Aufeinandertreffen nie gut aus. Das soll sich ändern. Von Markus Hagen

Zum FK Pirmasens reist der FC Homburg nicht sehr gerne. Der letzte Sieg der Grün-Weißen gegen „die Klub“ liegt bereits 13 Jahre zurück. Am 29. April 2005 gewann der FCH in Pirmasens mit 7:0. Anschließend folgten in neun Begegnungen sechs Remis und drei Niederlagen. Nur zu gerne würden die Homburger diese Serie am Samstag durchbrechen und endlich wieder drei Punkte vom FKP mitnehmen.

Ob die sieglose Bilanz der Homburger im Aufsteigerduell der Fußball-Regionalliga Südwest beendet werden kann, ist jedoch offen. „Der FKP ist besonders auch auf eigenem Platz zu beachten. Unser heutiger Gegner spielt eine bemerkenswert starke Saison“, verweist FCH-Co-Trainer Joti Stamatopoulos auf die schwere Aufgabe für den Tabellenfünften im Stadion Husterhöhe. Spielerisch müsse sich seine Mannschaft gegenüber dem mühsamen 1:0-Heimsieg zuletzt gegen die TSG Balingen steigern, „wenn wir hier punkten wollen“. Der 45-jährige betonte jedoch, „dass es überhaupt wichtig war, dass wir gegen Balingen wieder in die Erfolgsspur zurückgekommen sind“. Dem Trainerteam sei durchaus bewusst, dass es einige Schwächen in den 90 Minuten gegen den Aufsteiger aus Balingen gab. „Nach drei sieglosen Partien, zählte dann aber erst einmal der Erfolg.“ Intensiv arbeite das Team weiter am spielerischen Potenzial, um zurück zu der Leistung zu finden, die es in den ersten Wochen der Saison und auch beim 2:1-Heimsieg über den 1. FC Saarbrücken zeigte.

Seit Juni 2018 ist Joti Stamatopoulos Assistenztrainer bei Jürgen Luginger, nachdem es den bisherigen Co-Trainer André Kilian zu Christian Titz zum HSV zog. „Jürgen und ich kennen uns schon über sieben Jahre. Zuvor hatte es sich aber noch nicht ergeben, dass wir beide zusammen bei einem Verein arbeiten konnten.“ Der Deutsch-Grieche, zuletzt Co-Trainer bei Kickers Offenbach, nahm die Anfrage von Luginger dann dankend an, beim FC Homburg anzuheuern. Stamatopoulos, in Deutschland geboren, spielte einige Jahre unter anderem bei Fortuna Köln und Viktoria Köln, ehe er beim Fußballverband Mittelrhein 1999 seine Trainerkarriere startete. 2001 nahm er als Coach beim SC West Köln seine ersten Trainerjob auf. Bis 2014 arbeitete Stamatopoulos in seiner Heimat Griechenland, aber auch als Scout für den FC Augsburg und 1860 München. Über PAOK Saloniki kehrte er im Juni 2014 zu Fortuna Düsseldorf zurück nach Deutschland, wo er als Co-Trainer unter Vertrag stand. Im Juni 2015 ging er zu Kickers Offenbach, als Assistent im Trainerteam von Chefcoach Oliver Reck.



„Mit 25 Punkten und Platz fünf stehen wir durchaus im Soll“, lautet die Zwischenbilanz von Joti Stamatopoulos zwei Spieltage vor Ende der Vorrunde. „Klar, einige Punkte haben wir in den letzten Wochen schon liegen gelassen. Aber unzufrieden mit dem bisher Erreichten sollten wir keinesfalls sein.“ So sieht es auch Jürgen Luginger. „Wir können spielerisch mehr auf dem Platz zeigen. Aber man darf auch nicht vergessen, dass unsere Gegner auch eine gewisse Qualität haben“, sagte der Homburger Cheftrainer. Nach den deutlichen Siegen an den ersten Spieltagen müsse jedem klar gewesen sein, dass das Team nicht jede Partie so durchziehen kann. Die Erwartungshaltung von außen sei nach Platz eins am sechsten Spieltag viel zu hoch gewesen. „Wir wussten alle im Verein, dass dies nur eine Momentaufnahme war.“

Lugingers Konzept für das Spiel in Pirmasens sieht vor, „den Gegner in deren Hälfte und im Strafraum zu beschäftigen, sich vorne entscheidend durchzusetzen und dabei die Absicherung nach hinten nicht zu vergessen“. Sein Co-Trainer und er hätten den FK Pirmasens ausgiebig beobachtet. „Das wird eine harte Nuss in einem vollkommen offenen Saarpfalzderby.“ Eine Nuss, die die Grün-Weißen dennoch nach 13 Jahren endlich mal wieder knacken wollen.