| 00:20 Uhr

Ruhe bewahren
FC Homburg bleibt gelassen

Trotz der Niederlagenserie bewahren Sportmanager Michael Berndt (li.) und der Vorsitzende Herbert Eder die Ruhe.
Trotz der Niederlagenserie bewahren Sportmanager Michael Berndt (li.) und der Vorsitzende Herbert Eder die Ruhe. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Trainer Jürgen Luginger hofft, gegen Freiburg die Lockerheit zurück ins Spiel zu bringen. Von Markus Hagen

Keinen Grund zur Panik gibt es beim FC Homburg. Trotz der drei Niederlagen in Folge steht der Aufsteiger immer noch auf Platz drei in der Tabelle der Regionalliga Südwest. Auch wenn die Grün-Weißen nur noch drei Punkte vor dem ersten möglichen Abstiegsplatz 14 stehen, große Sorgen macht sich vor dem Auswärtsspiel am Samstag ab 14 Uhr im Möslestadion beim Tabellenfünften SC Freiburg II niemand.

„Wir hatten einen sehr guten Start mit 15 Punkten aus den ersten sechs Spielen und standen auf Platz eins“, so FCH- Sportmanager Michael Berndt. Aber allen im Verein von Trainer, Spielern bis Vorstand sei es bewusst, „dass dies nur eine Momentaufnahme gewesen sei“. Trotz der jüngsten Niederlagenserie seien die Grün-Weißen weiter im Soll. „Eine Platzierung im oberen Tabellendrittel streben wir an. Dies haben wir auch bisher erreicht, mehr ist nicht zu sagen.“ Auf irgendwelche Träumereien seitens der Fans, dass die Grün-Weißen um den Aufstieg mitspielen, wolle sich der Club nicht einlassen. Sicherlich will die Mannschaft möglichst viele Punkte holen, aber man müsse auch akzeptieren, dass es in den letzten drei Spielen nicht mehr so gut lief, wie in den Wochen zuvor. „Zum einen konnten wir nicht mehr so viele Torchancen erarbeiten, auch weil der Gegner in der Defensive stand, andererseits mussten wir durch Verletzungen und Sperren immer wieder mit einer anderen Elf antreten“, lautete Berndts Analyse zu den Niederlagen gegen Hoffenheim, in Dreieich und den FSV Frankfurt:

Michael Berndt, seit Juli Sportmanager und zudem U19-Trainer beim FC Homburg, gibt sich gelassen. „Es wäre schön, wenn wir beim SC Freiburg II wieder auf den Erfolgsweg zurückkehren könnten.“ Von einer Drucksituation für die Spieler nach den jüngsten Misserfolgen wolle er nicht sprechen. „Ein Unentschieden oder sogar ein Sieg am Samstag in Freiburg wäre schon ganz gut, auch in Hinblick auf das darauf anstehenden Saarderby im Waldstadion gegen den 1. FC Saarbrücken.“ Berndt zeigt sich zuversichtlich, dass sich der FC Homburg im Möslestadion leichter tun wird, als zuletzt. „Die U23 des SC Freiburg ist eine junge und spielstarke Mannschaft, die sich nicht ganz in ihrer Spielhälfte verstecken, sondern sich in der Offensive zeigen wird.“ So erwartet er mehr Freiräume für den FCH. „Wir müssen den Gegner fordern, zu Fehler zwingen und unsere Torchancen nutzen – dann ist alles möglich“, lautet das Rezept des Sportmanagers.



Trainer Jürgen Luginger erwartet ein offenes Spiel. „Die Liga ist so ausgeglichen besetzt, da kann jeder jeden schlagen.“ So hält der FCH-Coach aber auch einen Sieg beim Fünften „für machbar“. Kleinigkeiten und die Tagesform werden das Spiel entscheiden. In den letzten drei Spielen bemerkte Luginger „die fehlende Lockerheit, die vorher bei den fünf Siegen in Folge einiges ausmachte“. Manche Spieler hätten sich nach dieser kleinen Siegesserie und Platz eins selbst unter Druck gesetzt. „Dies führte dazu, dass wir nicht mehr zur Gesamtleistung fanden, die notwendig gewesen wäre, um die Spiele für uns zu entscheiden.“ Luginger warnt davor, zu rechnen, wohin der Weg in der Tabelle bei irgendeinem Ergebnis gehen könnte. Dem stimmt Mittelfeldspieler Christian Lensch zu: „Das bringt nichts.“ Es gelte allein, sich auf das nächste Spiel zu konzentrieren. „Klar haben wir viel über die jüngsten Spiele gesprochen und sie analysiert. Jetzt müssen wir die abstellen, um dann in Freiburg wieder zu punkten.“

Luginger wird wieder den zuletzt gesperrten Torhüter David Salfeld zwischen die Pfosten stellen. Auch Daniel Di Gregorio wird auf die Sechser-Position nach verbüßter Sperre zurückkehren. Dagegen wird Kevin Maek wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade ausfallen.