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Top-Spiel Regionalliga Südwest
Keine Gedanken mehr an FCS-Vergangenheit

 Das Saarderby gegen den 1. FC Saarbrücken ist das 101. Spiel von Jürgen Luginger, der auch schon beim FCS war, als Trainer des FC Homburg.
Das Saarderby gegen den 1. FC Saarbrücken ist das 101. Spiel von Jürgen Luginger, der auch schon beim FCS war, als Trainer des FC Homburg. FOTO: Hagen Markus
Homburg. Homburg-Trainer Jürgen Luginger schaut dem Saarderby gegen Regionalliga-Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken zuversichtlich entgegen. Von Markus Hagen

Nach dem Jubiläum ist vor dem Derby. Jürgen Luginger, Trainer des FC Homburg, betreute die Grün-Weißen beim 2:1-Heimsieg gegen Mainz zum 100. Mal. Bemerkenswert dabei: sein Punkteschnitt. 2,21 Zähler sammelte der heute 51-Jährige, der seit 15. April 2016 als Trainer bei den Homburgern tätig ist, mit dem FCH in der Regionalliga Südwest und in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar seither. Am Sonntag, 14 Uhr, im Regionalliga-Topspiel in Völklingen beim Tabellenführer 1. FC Saarbrücken möchte „Lugi“ zumindest nicht leer ausgehen. Die Serie von zehn Punktspielen ohne Niederlage würde er nur zu gerne fortsetzen.

Wie seine Spieler Tim Stegerer, David Salfeld, Marcel Carl und Jan Eichmann hat auch Jürgen Luginger eine sportliche Vergangenheit beim 1. FC Saarbrücken. Vom 1. Juli 2010 bis 5. September 2013 coachte er die Blau-Schwarzen. Den FCS übernahm Luginger als frisch Meister der Regionalliga West der Saison 2009/10 und Aufsteiger zur dritten Liga. Meistercoach Dieter Ferner besaß nicht die notwendige Trainerlizenz. Zwei Jahre hielt sich der FCS unter Luginger in Liga drei, ehe er in seiner dritten Saison bei den Landeshauptstädtern nach mäßigen Start vorzeitig am 5. September entlassen wurde. Den Abstieg konnte der FCS 2014 dennoch nicht verhindern.

„Diese Zeit liegt lange zurück, der Gedanke, dass ich mal beim 1. FC Saarbrücken war, spielt keine Rolle mehr.“ Heute sei er Trainer beim FC Homburg. Und mit dem will er am Sonntag alles versuchen, um mit einem Sieg selbst nochmal in den Meisterschaftskampf eingreifen zu können. Fakt ist, verliert der FCH sein letztes Vorrundenspiel wäre der Rückstand auf den Ersten mit zehn Punkten fast uneinholbar. Bei einem Sieg aber wären es nur noch vier Zähler. „Rechnen brauchen wir nicht. Ich hoffe, dass meine Spieler die Leistung abrufen, die sie seit Monaten bei der langen Erfolgsserie schon unter Beweis stellt – dann ist alles möglich.“



Die 0:3-Niederlage des FCS in Elversberg aus der Vorwoche spiele heute auch keine Rolle mehr. „Sie stehen dadurch nicht gewaltig unter Druck.“ Der Pokalsieg wenige Tage zuvor gegen den 1. FC Köln habe bestimmt einige Kraft gekostet. „Gegen uns wird Saarbrücken ganz anders auftreten als in Elversberg. Sie sind ausgeruhter und spielen auf eigenem Platz“, ist sich Luginger sicher. Er schöpft aber auch Hoffnung daraus, dass seine Mannschaft in dem Derby keinesfalls unter Druck steht. „Wir können schon etwas befreiter aufspielen“, rechnet er FCH-Coach mit einem offenen Spiel. Tagesform und Kleinigkeiten würden über den Ausgang entscheiden

Der langjährige FCH-Trainer setzt darauf, dass seine Mannschaft möglichst lange ohne Gegentor bleibt und einen frühen Rückstand, wie zuletzt gegen Mainz, in Walldorf und gegen Pirmasens, vermeidet. „Wenn wir gegen Saarbrücken etwas holen wollen, müssen wir konsequent in der Torchancenverwertung sein, allzu viele Chancen wird der FCS uns nicht lassen“, geht Luginger von einer Partie auf Augenhöhe aus. Ein torloses Unentschieden, so die Vorhersage des FCH-Trainers, wird es nicht geben. Dazu seien beide Mannschaft schon sehr Torgefährlich. 37 Treffer stehen beim 1. FC Saarbrücken auf dem Konto. Der FC Homburg traf schon 31 Mal.