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Fußball-Oberliga
Es droht ein ungemütlicher Herbst

Dillingen . Der FSV Jägersburg rutscht nach der 1:2-Niederlage beim bisherigen Schlusslicht in Dillingen selbst in die gefährliche Tabellenregion ab. Von Markus Hagen

Zu viele Fehler, mangelnde Aggressivität und keine Zweikampfhärte, zugleich zu wenig Ruhe im Spiel. So konnte es nichts werden mit dem nächsten Dreier für den FSV Jägersburg. Bei Aufsteiger VfB Dillingen kassierte die Mannschaft von Trainer Thorsten Lahm somit eine bittere 1:2 (1:1)-Pleite. „Sich allein mit spielerischen Mitteln behaupten zu wollen, reicht in der Oberliga nicht aus“, klagte Lahm nach der Niederlage gegen das bisherige Schlusslicht.

Jägersburg begann ganz gut, fand schnell in die Partie. Tom Koblenz, der knapp am Tor vorbeischoss, und Ward Hasan hatten die ersten beiden guten Möglichkeiten. Folgerichtig – und zu diesem Zeitpunkt auch verdient – ging Jägersburg durch einen 22-Meter-Schuss von Tom Koblenz (28.) mit 1:0 in Führung. Doch zum Ärger des Trainers kassierte der FSV praktisch im Gegenzug den 1:1-Ausgleich durch Hassan Srour. „Ein total unnötiger Ballverlust führte zum Konter von Dillingen und zum Ausgleich“, lautet die Analyse von Lahm. In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer eine total offene Partie. Beide Mannschaften spielten auf Sieg. „Man merkte Dillingen an, dass sie alles dran setzten, um sich mit einem Sieg etwas von unten zu lösen.“ Ärgerlich für Jägersburg, dass Tim Schäfer (65.) wegen Abseitsstellung bei einem Alleingang zurückgepfiffen wurde. Dann Pech für das Gästeteam: Alexander Schmieden knallt aus 14 Metern den Ball (75.) an die Latte. „Wir waren am Drücker und gerieten in Rückstand“, sagte der FSV-Trainer. Zunächst hatte Torwart Mirko Gerlinger mit einer Glanzparade einen Rückstand verhindert. Wenig später war er gegen den Schuss von Niclas Judith aber ohne Abwehrchance. Dillingen führte nach 80 Minuten mit 2:1 und brachte diesen knappen Vorsprung über die Zeit.

„Sowohl gegen den SC Idar-Oberstein (2:4), als auch in Dillingen haben wir dem Gegner durch unsere eigenen Fehler zum Sieg verholfen. Das war vollkommen unnötig“, ärgerte sich Thorsten Lahm. Ausfälle wie mit Sergej Littau, Jan Reiplinger und Murat Adiguezel seien im Offensivbereich nicht zu kompensieren. Sie fehlten bei der Unterstützung von Tom Koblenz. „Er hat stark gespielt, aber oft war er in der Offensive auch auf sich alleine gestellt“, hofft Lahm, dass am nächsten Samstag im Heimspiel gegen den FC Wiesbach wieder der Knoten platzt. Drei Punkte wären für den FSV Jägersburg enorm wichtig. Ansonsten droht ein ungemütlicher Herbst.