| 20:35 Uhr

Fußball-Oberliga
Ein trost- und torloses Derby

Jägersburgs Luis Kiefer (links) behauptet sich zwar gegen Diefflens Raheem Small, wirklich gefährlich vor’s Tor kommt er aber nicht.
Jägersburgs Luis Kiefer (links) behauptet sich zwar gegen Diefflens Raheem Small, wirklich gefährlich vor’s Tor kommt er aber nicht. FOTO: Svenja Hofer
Diefflen. Fußball-Oberliga: Der schwache Auftritt hilft weder Jägersburg noch Diefflen wirklich aus dem Tabellenkeller hinaus. Von Markus Hagen

Einen Sieger hat diese schwache Begegnung nicht verdient. So trennten sich der FV Diefflen und der FSV Jägersburg am Samstag in einem schwachen Derby der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar torlos. „Wenigstens konnten wir den Abstand nach unten zu den Abstiegsrängen halten“, zog FSV-Sportvorstand Werner Finken noch etwas Positives aus den 90 trüben Minuten.

Die etwas besseren, aber sehr wenigen Möglichkeiten, zum Sieg hatte der FSV Jägersburg. So in der 32. Minute als sich der bis zu diesem Zeitpunkt wenig beschäftigte Dieffler Torhüter Enver Marina einen Fehlpass genau auf den Jägersburger Kristof Scherpf leistete. Doch Scherpf schoss aus gut 30 Metern den Ball knapp am leeren Tor vorbei. Nach rund 35 Minuten verpasste es Luis Kiefer, der rechts durch war, abzuschließen, oder quer zu legen. Auch Diefflen hatte eigentlich nur Halbchancen. Ansonsten sahen die Zuschauer Langeweile pur. Viel Mittelfeldgeplänkel. „Durch die Regenfälle war der Kunstrasen auch schwer bespielbar. Viele Bälle gingen auf beiden Seiten ins Leere“, erklärte FSV-Coach Thorsten Lahm. Bitterer als das schwache Spiel für den FSV Jägersburg ist die Verletzung, die sich Arman Ardestani in der 42. Minute zuzog. Lahm: „Wir hoffen, dass sich die erste Diagnose mit einem Innenbandriss im Knie nicht bestätigt.“

Auch in der zweiten Hälfte wurde die Partie nicht besser. „Der letzte Pass kam einfach nicht an.“ Es dauerte bis zur 75. Minute ehe die Dieffler um Spielertrainer Thomas Hofer eine wirklich gute Torchance hatten. Ein Kopfballaufsetzer von Innenverteidiger Lukas Latz ging allerdings über das Jägersburger Gehäuse. Auf der Gegenseite klärte Enver Marina einen Kopfball von Alexander Schmieden glänzend. So blieb es beim 0:0.



Geärgert hat sich Thorsten Lahm über die unnötige Ampelkarte, die sich Mannschaftskapitän Julian Fricker zwölf Minuten vor dem Abpfiff einfing. Die erste Gelbe erhielt er schon wegen Meckerns. Später äußerte er sich wieder negativ über den Unparteiischen und er sah Gelb-Rot. „Das darf einfach nicht passieren. So mussten wir in der Schlussphase in Unterzahl weiter spielen.“ Zudem wird Fricker dem FSV im kommenden Oberligaspiel damit fehlen.

Am Mittwoch kämpft der FSV Jägersburg aber zunächst im Achtelfinale des Saarlandpokals ums Weiterkommen. Die Lahm-Truppe ist dann ab 19 Uhr auswärts bei Verbandsligist SG Lebach gefordert. In der Oberliga geht es für die Jägersburger erst am 24. November mit der Auswärtspartie beim TSV Schott Mainz weiter.