| 20:07 Uhr

Abstiegskampf pur
Keine Rechenspiele beim FSV Jägersburg

 Für Sergej Littau (rechts) geht es mit dem FSV Jägersburg in Idar-Oberstein um ganz wichtige Zähler zum Klassenerhalt.
Für Sergej Littau (rechts) geht es mit dem FSV Jägersburg in Idar-Oberstein um ganz wichtige Zähler zum Klassenerhalt. FOTO: mh / Markus hagen
Jägersburg. Fußball-Oberliga: Im Kampf gegen den Abstieg sollen am Samstag die Punkte aus dem Kellerduell beim SC Idar-Oberstein her. Von Markus Hagen

(mh) Nur einen einzigen Punkt hat der FSV Jägersburg nach der Winterpause in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bislang gesammelt. Dagegen stehen vier Niederlagen (2:3 gegen Karbach 0:4 gegen Hassia Bingen, 0:4 bei Eintracht Trier und 0:1 gegen die TuS Koblenz). Diese Negativbilanz hat für den FSV Jägersburg gravierende Folgen: In der Tabelle steht das Team von Trainer Thorsten Lahm auf dem viertletzten Platz. Bei möglichen fünf Absteigern fehlen dem FSV bereits acht Zähler zum rettenden Ufer. Doch auch dieser Rückstand, so groß er auch scheint, ist aufholbar, spielen doch die Jägersburger in den nächsten Wochen fast ausschließlich gegen die Mitkontrahenten, den SC Idar-Oberstein, VfB Dillingen, Hertha Wiesbach, Emmelshausen sowie den FV Diefflen.

„Es soll keiner Denken, dass dies ein einfaches und machbares Spiel für uns ist. Im Gegenteil: Idar-Oberstein kämpft um jeden Punkt und wird alles versuchen, das Spiel zu gewinnen“, betont Thorsten Lahm vor der Begegnung am Samstag, 15.30 Uhr, beim Vorletzten. Dabei verweist er auf die starke Leistung des SCI am vergangenen Wochenende bei der TSG Pfeddersheim. 3:0 führte Idar zur Pause bereits, um dann doch noch nach zwei Platzverweisen mit 3:4 die Punkte abzugeben. „Das zeigt uns deutlich, dass sich Idar-Oberstein noch lange nicht aufgegeben hat und durchaus in der Liga mithalten kann“, warnt der Jägersburger Trainer. Allerdings scheint der Ligavorletzte diese Niederlage gegen die Pfeddersheimer nur schwer weggesteckt zu haben. Denn am Mittwochabend unterlag das Team in einem Nachholspiel auf eigenem Platz gegen den TSV Schott Mainz klar mit 0:5.

Lahm will zehn Spiele vor Saisonende überhaupt nicht rechnen und sich mögliche Tabellenkonstellationen überlegen. Auch die Frage, welcher Platz am Ende zum Klassenverbleib reicht, stellt sich der FSV-Coach nicht. „Wir können derzeit noch überhaupt nicht sagen, wie viele Teams absteigen.“ Zunächst gelte es für den FSV, den viertletzten Platz abzusichern. Dazu braucht das Team noch einige Punkte. Und es wäre ein guter Anfang, die gegen die direkte Konkurrenz einzufahren. „Die Partie in Idar wird eine ganz enge Sache, in der beide Teams die Punkte ganz dringend brauchen“, blickt Lahm voraus.



Auf Torhüter Mirko Gerlinger, der sich gegen Koblenz einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zuzog, muss der FSV verzichten. Für ihn wird Oliver Habelitz zwischen die Pfosten rücken. Mehr als fraglich ist der Einsatz von Murat Adiguezel wegen Knieproblemen. Auch Lahm selbst ist angeschlagen. Der Coach konnte in dieser Woche erkrankt nicht das Training leiten. „Ich hoffe, dass ich am Samstag wieder dabei sein kann“, hofft Lahm. Über seine Zukunft beim FSV Jägersburg braucht er sich derweil keine Gedanken machen. „Ich werde auch in der kommenden Saison beim FSV Trainer sein, egal in welcher Liga.“