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Saarderby
Jägersburg vor einem „brutalen“ Derbyspiel

Murat Adiguezel (Mitte) hat seine Rotsperre abgesessen und kann am Samstag in Dudenhofen wieder für den FSV auflaufen.
Murat Adiguezel (Mitte) hat seine Rotsperre abgesessen und kann am Samstag in Dudenhofen wieder für den FSV auflaufen. FOTO: Svenja Hofer
Jägersburg. Fußball-Oberliga: Auch Gegner Hertha Wiesbach ist am Samstag beim FSV unter Druck. Von Markus Hagen

Niederlagen gegen abstiegsbedrohte Mannschaften sind ärgerlich. Erst Recht, wenn man wie der FSV Jägersburg selbst dadurch gefährlich nah an den Tabellenkeller heranrutscht. Nach der 2:4-Heimpleite gegen Idar-Oberstein und dem 1:2 bei Schlusslicht VfB Dillingen stehen die Jägersburger mit zehn Punkten auf Platz 13 der Tabelle. Ein Rang mit dem der FSV bei fünf möglichen Absteigern die Fußball-Oberliga nach dieser Saison verlassen müsste. Umso wichtiger wäre es, dass sich der FSV am Samstag, 15.30 Uhr, in seinem Heimspiel gegen den FC Wiesbach durchsetzt, um sich etwas Luft zu verschaffen.

„Wiesbach steht mit uns punktgleich in der Tabelle und steht genauso unter Druck“, erklärt FSV-Trainer Thorsten Lahm. Beide Mannschaften stehen demnach „vor einem äußerst brutalen Spiel, denn der Verlierer hängt erst einmal unten fest.“ Die derzeitige Verfassung der Wiesbacher sei ihm rätselhaft. Mit drei Siegen war der Saarkonkurrent super in die Saison gestartet. Anschließend sammelte das Team von Trainer Michael Petry nur noch einen einzigen Zähler aus den vergangenen sechs Partien.

„Wir müssen auf uns schauen und an die Leistung anknüpfen, die uns beim 4:3-Heimsieg gegen Trier auszeichnete. Dann können wir wieder in die Erfolgsspur zurückkehren“, betont Lahm. Großes Kopfzerbrechen habe er bezüglich der möglichen Mannschaftsformation. Auf einigen Positionen habe er genügend Alternativen, auf anderen Stellen habe keine Auswahl mehr zur Verfügung. So zum Beispiel im Sturmzentrum. „Murat Adiguezel fehlte uns in den letzten Spielen. Ein Ersatz war nicht da.“ Adiguezel hat seine Sperre aus der Partie in Mechtersheim nun aber abgesessen hat. Er kann gegen den FC Hertha Wiesbach wieder dabei sein. Lahm hofft, dass seine Elf in allen Bereichen zur alten Form zurückfinden kann. „Taktisch und spielerisch müssen wir wieder zulegen.“ Kampf allein reicht nicht aus und auch allein spielerisch die Aufgaben in der Oberliga zu lösen, sei ebenfalls zu wenig. Lahms Forderung: „Wir müssen als Team auftreten!“ Nur gemeinsam, könne sich der FSV aus der verzwickten Lage befreien. Doch vom Verletzungspech bleibt Jägersburg erneut nicht verschont. Innenverteidiger Florian Hasemann zog sich einen Muskelfaserriss zu und wird mindestens drei Wochen nicht zur Verfügung stehen.