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Für Hornets ist im Halbfinale Endstation

Bietigheim. Groß ist die Enttäuschung beim EHC Zweibrücken. Nach der Hinspielniederlage mussten die Hornets in Bietigheim unbedingt gewinnen, um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen – am Ende jubelten wieder die Gastgeber. Martin Wittenmeier

Mit hängenden Köpfen sitzen die Hornets nach der Schlusssirene in der Kabine. Der Traum vom Einzug ins Playoff-Finale ist geplatzt. Auch im Rückspiel waren die Bietigheim Steelers 1b zu stark für den EHC Zweibrücken. Mit 2:6 (1:2/1:2/0:2) mussten sich die Rosenstädter gestern Abend in der EgeTrans-Arena der Reserve des DEL2-Clubs geschlagen geben. "Wir hatten uns viel vorgenommen, deshalb tut dieses abrupte Saisonende schon sehr weh. Die Jungs sind total niedergeschlagen, das muss erst einmal sacken", fasst EHC-Trainer die Stimmungslage seiner Mannschaft kurz nach dem Abpfiff zusammen.

Dabei hatten die Hornets vor rund 650 Zuschauern einen guten Start erwischt. In der neunten Spielminute war Verteidiger Tim Essig zur Stelle und hämmerte den Puck unhaltbar zur Zweibrücker Führung in die Maschen. Die Freude darüber währte allerdings nicht lange. Timo Quast und Marco Windisch, der die Hornets schon im Hinspiel mit drei Treffern geärgert hatte, drehten die Partie noch vor der Drittelpause. Die Gäste zeigten allerdings Moral - "zwei Drittel lang war es ein Spiel auf Augenhöhe, aber wir haben einfach zu viele Strafzeiten kassiert" (Drewniak) - und glichen durch Marc Lingenfelser zum verdienten 2:2 aus. Danach kippte die Partie. Während Tim Essig zwei Minuten auf der Strafbank absitzen musste, markierte wiederum Windisch das 3:2. Die Vorentscheidung fiel kurz vor Ende des zweiten Abschnitts: In eigener Überzahl vertändelten die Hornets den Puck, Bietigheim schaltete schnell um und erhöhte durch Marcel Neumann. "Das hat uns das Genick gebrochen, danach war die Luft irgendwie raus", gestand Drewniak ein.

Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken bestimmten die Steelers von nun an Puck und Gegner. Timo Heintz zog von der blauen Linie ab und düpierte Hornets-Torwart Steven Teucke. Beim 2:6 wurden die Hornets ausgekontert - Heiko Hirsch eroberte die Scheibe in der Zweibrücker Hälfte und netzte trocken zum Endstand ein. Kurz vor dem Ende parierte Steven Teucke noch einen Penalty. Im Finale treffen die Steelers auf den EHC Heilbronn. Die Heilbronner Eisbären hatten sich am Samstag im zweiten Halbfinale bei den Baden Rhinos Hügelsheim knapp mit 7:6 durchgesetzt.