| 23:03 Uhr

Entscheidungsspiel
Fünf Minuten lassen Traum platzen

Der TSC um Sayfedine El-Khadem (links) ließ gestern zu viele Cahncen liegen.
Der TSC um Sayfedine El-Khadem (links) ließ gestern zu viele Cahncen liegen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Der TSC Zweibrücken spielt auch in der kommenden Saison in der Fußball-Landesliga. Im Entscheidungsspiel um Relegationsplatz zwei musste sich das Team von Sanel Nuhic knapp mit 1:2 geschlagen geben. Von Fritz Schäfer

SV Rodenbach - TSC Zweibrücken 2:1 (2:1) In den letzten zehn Minuten warf der TSC alles nach vorne. Bei einer Direktabnahme von Dennis Gerlinger in der vierten Minute der Nachspielzeit hatten die Zweibrücker unter den rund 1000 Zuschauern schon den Torschrei auf den Lippen. Doch der Rodenbacher Abwehrspieler blockte den Ball ab. Die Rodenbacher forderten derweil lautstark „Schiri abpfeifen“. Zwei Minuten später war es soweit. „Die Rodenbacher jubelten, während die TSC-Spieler mit hängenden Köpfen an die Auswechselbank trotteten.

„Das ist bitter“, fühlte TSC-Trainer Sanel Nuhic mit seinen Spielern. „Die haben alles gegeben. Fünf schwache Minuten reichten Rodenbach zum Sieg.“ Aus dem Nichts kam Rodenbach in der 39. Minute zum Ausgleich. Eine weite Flanke von Stefan Schehl legte Dennis Leist in die Mitte, wo Marco Heieck den Ball verwertete. Fünf Minuten später fing Schehl einen Fehlpass von Nico Brand ab, passte schnell auf Heieck, der allein vor dem Tor das Siegtor markierte.

Bis dahin hatte der TSC klar das Spiel bestimmt. Durch frühes Angreifen ließen die Zweibrücker keinen Spielaufbau der Gäste zu. Ein Ballgewinn von Jan-Patrick Buchheit landete in der zehnten Minute bei Sebastian Schmitt, der mit einem 25-Meter-Schuiss den TZSC in Führung brachte. Auch in der Folge spielte sich der TSC nach Ballgewinnen durch. Dabei kamen Buchheit und Sayfedine El-Khadem zu Chancen. „In der Phase hätten wir nachlegen müssen“, haderte Nuhic.



In der zweiten Halbzeit standen die Rodenbacher besser in der Defensive. Der TSC hatte weiter mehr vom Spiel, doch gefährlich wurden sie lediglich bei einem Kopfball von Nico Brand (79.) auf die Latte. Ansonsten verteidigten die Rodenbacher mit allen Mann die Führung. Dabei hatten sie nach Kontern durch Heieck und bei einem Pfostenschuss von Marco Kiefaber (77.) die Chance, sich die nervenaufreibende Schlussphase zu ersparen.

Während die Rodenbacher im Mittelkreis „Vizemeister, Vizemeister“ skandierten, sammelte Nuhic seine Spieler um sich. „Wir haben eine klasse Runde gespielt. Nur heute kein Glück gehabt.“

Nach dem Abpfiff enttäuscht: TSC-Trainer Sanel Nuhic.
Nach dem Abpfiff enttäuscht: TSC-Trainer Sanel Nuhic. FOTO: maw / Martin Wittenmeier