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Gegner unter Druck
FSV muss Ehrmann als Team ersetzen

Luis Kiefer (links) gibt Vollgas für den FSV. Im ersten Saisonspiel mit großem Erfolg: Er erzielte den Last-Minute-Siegtreffer gegen Mainz .
Luis Kiefer (links) gibt Vollgas für den FSV. Im ersten Saisonspiel mit großem Erfolg: Er erzielte den Last-Minute-Siegtreffer gegen Mainz . FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Jägersburg. Fußball-Oberliga: Auch ohne den Spielmacher kann Jägersburg aber mit viel Selbstvertrauen zur TSG Pfeddersheim fahren. Von Markus Hagen

Der FSV Jägersburg ist optimal in die Saison gestartet. Mit einem 1:0-Sieg in letzter Minute gegen den Regionalliga Absteiger TSV Schott Mainz. Am Samstag wartet auf den Fußball-Oberligisten nun ab 15.30 Uhr mit der Partie bei der TSG Pfeddersheim das erste Auswärtsspiel der neuen Runde.

Doch Thorsten Lahm hat davor einiges Kopfzerbrechen. Der Jägersburger Trainer muss mit einer angespannten Personallage zurechtkommen. Steven Simon ist zwar nach überstandener Bänderverletzung wieder dabei, Jan Reiplinger (Hüft-Operation), Sergej Littau (Nervenwurzelentzündung im Gesäß), Mento Shambani (Bänderverletzung), Kristoph Scherpf (muskuläre Probleme) und Tim Schäfer (Adduktoren) fallen aber weiter aus. Zudem ist die Partie in Pfeddersheim Spiel eins für den FSV Jägersburg ohne seinen Mitttelfeldregisseur Frederic Ehrmann. „Ich bin gespannt, wie wir Freddy ersetzen können“, sagt Lahm. Ehrmann ist studienbedingt für ein halbes Jahr in England, wo er ein Praktikum beim FC Arsenal absolviert (wir berichteten). „Gleichwertig ersetzen werden wir ihn nicht können“, betont der FSV-Coach, der hofft, dass seine Spieler mit ihrer Gesamtleistung als Team Ehrmanns Ausfall kompensieren können.

„Bei der TSG Pfeddersheim rechne ich mit einem schweren Spiel“, so der Ausblick von Lahm. Intensiv hat sich der Übungsleiter mit dem ersten Spiel der TSG bei Aufsteiger Hassia Bingen beschäftigt, das die Wormser Vorstädter mit 1:3 verloren. Bingen ist zudem der nächste Auswärtsgegner der Jägersburger am kommenden Dienstagabend. „Nach der Niederlage steht die TSG schon etwas unter Druck. Sie wird alles versuchen, um nicht mit einer weiteren Niederlage unten in der Tabelle zu bleiben.“ Der FSV-Coach will mit seinem Team die 90 Minuten am Samstagnachmittag offen gestalten. „Wir werden auf Sieg spielen und uns keinesfalls verstecken.“ Trotz des Heimspiel-Auftaktsieges sieht der FSV-Trainer noch einige Verbesserungsmöglichkeiten im spielerischen Bereich bei seiner Mannschaft. Teilweise zeigte er sich mit dem Zweikampfverhalten seiner Elf sowie in taktischer Hinsicht im ersten Saisonspiel, vor allem in den ersten 45 Minuten, nicht ganz einverstanden. „In spielerischer Hinsicht ist noch Luft nach oben.“ Dennoch: Bei der TSG Pfeddersheim könne seine Mannschaft „mit breiter Brust und viel Selbstbewusstsein“ auftreten.