| 21:20 Uhr

Glück auf der Seite
FSV Jägersburg zeigt Moral

 Jägersburgs Torschütze Pascal Gherram (links) enteilt dem Engers-Spieler Yannik Finkenbusch und verhilft seinem Team zum Sieg.
Jägersburgs Torschütze Pascal Gherram (links) enteilt dem Engers-Spieler Yannik Finkenbusch und verhilft seinem Team zum Sieg. FOTO: Martin Wittenmeier
Jägersburg. Schlusslicht dreht Rückstand gegen den FV Engers. Reiplinger schießt sein Team zum 3:2-Sieg und verletzt sich dabei schwer. Von Markus Hagen

Mit einem verdienten, wenn auch knappen 3:2-Heimsieg gegen den Tabellenvierten FV Engers hat der FSV Jägersburg nach fünf Niederlagen in Folge seine Negativserie beendet. Mit dem zweiten Sieg der Oberligarunde gab der FSV die Rote Laterne an Aufsteiger FV Dudenhofen ab und verbesserte sich um drei Plätze nach oben auf Rang 14.

„Es war ein verdienter Sieg“, erklärte FSV-Trainer Thorsten Lahm nach der Partie vor 200 Zuschauern. Auch der Coach des FV Engers, Sascha Watzlawik, stimmte zu: „Jägersburg hatte viel mehr vom Spiel. Bis auf die Anfangsphase waren wir unterlegen.“ Doch Engers überraschte die erneut stark ersatzgeschwächte Elf aus Jägersburg – es fehlten mit Waldemar Schwab, Frederik Ehrmann, Tim Schäfer, Daniel Dahl, Philipp Luck, Patrick Burger und Florian Hasemann zahlreiche Leistungsträger – nach sechs Minuten mit dem Führungstor durch Sascha Kaiser. Doch die Gastgeber zeigten sich wenig geschockt. Nach einem Foul an Jan Reiplinger verwandelte Murat Adigüzel den fälligen Strafstoß zum 1:1 (17.). Zwei Minuten später nutzte Christian Wiersch eine Unstimmigkeit in der Hintermannschaft des FSV zur erneuten Gästeführung. „Zwei total unnötige Tore, die wir wieder gefangen haben“, ärgerte sich Lahm. Seine Elf kam aber nach dem 1:2 immer besser ins Spiel, war spielerisch und läuferisch überlegen. Allein Torhüter Dieter Pauken hatte es Engers zu verdanken, dass das Team zur Pause nicht schon in Rückstand geriet. So verhinderte der Keeper gegen Pascal Gherram und Tom Koblenz den Ausgleich mit Glanzparaden. Florian Steinhauer traf das Lattenkreuz. Den Ausgleich verhinderte FSV-Spieler Julian Fricker, als einen Kopfball von Sergej Littau noch über die Linie drückte. Fricker stand aber im Abseits. Der Ball wäre aber auch ohne Frickers Ballkontakt im Tor gelandet. Doch der Ausgleich war nur noch eine Frage der Zeit, auch weil Jägersburg im zweiten Abschnitt pausenlos den Gegner bedrängt. „Meine Mannschaft ist als Team aufgetreten. Jeder hat für den anderen gekämpft und wir eine tolle Moral gezeigt, weil wir die Nackenschläge mit den frühen Gegentoren und unser Verletzungspech so gut wegsteckt haben“, freute sich Thorsten Lahm. So passte Niklas Holzweißig zu Adigüzel und der legte auf Pascal Gherram, der zum 2:2 ausglich (53.). Damit gab sich der FSV aber nicht zufrieden. Und wurde für den Einsatz belohnt. 13 Minuten vor dem Abpfiff fiel der Siegtreffer: Jan Reiplinger hechtete zum Kopfball und dieser landete im Gehäuse des FVE. Bitterer Wermutstropfen für den Siegtorschützen: Bei der Landung fiel Reiplinger so unglücklich auf seine Schulter, dass er schwer verletzt mit dem Krankenwagen in die Uniklinik gefahren werden musste. Dort musste Reiplinger sogar unter Narkose behandelt werden. Über die Schwere der Verletzung stand noch nichts fest. Vermutlich sind Bänder in der Schulter betroffen. Lahm hofft indes, dass das enorme Verletzungspech für den FSV endlich endet. „Bisher ist das sehr bitter für uns. Wir hoffen, dass es Jan bald wieder besser geht.“