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Fußball-Oberliga
FSV-Trainer Lahm: „Das ist alles Kopfsache“

 Torjäger Murat Adiguezel (links) kann vielleicht die Torflaute des FSV Jägersburg beheben. Der Schuh klemmt aber auch in der Abwehr: Der FSV kassierte in den letzten beiden Partien acht Gegentore.
Torjäger Murat Adiguezel (links) kann vielleicht die Torflaute des FSV Jägersburg beheben. Der Schuh klemmt aber auch in der Abwehr: Der FSV kassierte in den letzten beiden Partien acht Gegentore. FOTO: Markus Hagen
Jägersburg. Fußball-Oberliga: FSV Jägersburg braucht am Sonntag im Heimspiel gegen den TuS Koblenz dringend einen Sieg. Von Markus Hagen

Die Alarmglocken rund um den Alois-Omlor-Sportpark schrillen. Denn der FSV Jägersburg ist in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar in den letzten Wochen im Kampf um den Klassenerhalt mit Siebenmeilenstiefeln ins Hintertreffen geraten. Sieben Punkte fehlen dem Team von Trainer Thorsten Lahm bei möglichen fünf Absteigern mittlerweile auf Rang 13, dem ersten sicheren Platz für den Ligaerhalt. Ein Heimsieg am Sonntag gegen den TuS Koblenz, Anstoß 15 Uhr, ist dringend notwendig, um zumindest auf Tuchfühlung mit der Nichtabstiegszone zu bleiben.

Doch die jüngsten Ergebnisse machen kaum Hoffnung: gegen den damaligen Tabellennachbar Hassia Bingen kassierte Jägersburg im Heimspiel eine herbe 0:4-Niederlage. „Desolat“, nannte Lahm den Auftritt. Und nur vier Tage später war der FSV bei Eintracht Trier mit dem gleichen Resultat erneut chancenlos. Beim Trainer herrscht Rätselraten: „Wir sind gut vorbereitet in die Punktrunde gegangen. Beim FC Karbach haben wir trotz der Niederlage ordentlich gespielt. Gegen Mechtersheim sind wir zwei Mal nach einem Rückstand zurückgekommen.“

Lahm glaubt: „Das ist alles Kopfsache. Wir kommen mit dem Druck nicht mehr klar. Außerdem haben einige Spieler nach langen Verletzungspausen noch Nachholbedarf in Sachen Fitness.“



Auch personell sieht es nicht rosig aus. Ohne Innenverteidiger Julian Fricker, der wegen Problemen mit einem Innenband im Knie nicht spielen kann, fehlt die wichtigste Stütze in der Abwehr. 14 Gegentore mussten die Jägersburger in vier Spielen in diesem Jahr bereits hinnehmen. Zu viel für den Klassenerhalt?

Lahm und Co-Trainer Alexander Ogorodnik stehen vor der Herausforderung, die Mannschaft vor dem Heimspiel gegen den Tabellenfünften Koblenz wieder aufzurichten: „Ich fordere kämpferisch und taktisch 100 Prozent. Wenn es dann trotzdem nicht reicht, mache ich niemandem einen Vorwurf“, sagt Lahm. 

 Am Sonntag steht der FSV also unter großem Druck. Das gilt für den TuS aber ebenso. Er hat vier Punkte Rückstand auf Rang zwei und darf keine Zähler mehr abgeben, wenn er über die Relegation noch den Aufstieg in die Regionalliga schaffen will.