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Derby in Jägersburg
FSV hätte Pause dringend nötig

 Jägersburgs Steven Labisch (re.), hier im Zweikampf mit Dominic Himmighöfer vom FV Dudenhofen, will heute im Derby gegen Wiesbach punkten.
Jägersburgs Steven Labisch (re.), hier im Zweikampf mit Dominic Himmighöfer vom FV Dudenhofen, will heute im Derby gegen Wiesbach punkten. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Jägersburg. Fußball-Oberliga: Heute Abend steht mit dem Nachholspiel gegen Wiesbach die nächste Aufgabe für Jägersburg an. Von Markus Hagen

Die Kräfte der Spieler des FSV Jägersburg schwinden. Was im Nachholspiel heute Abend, um 19 Uhr, zuhause gegen den FC Hertha Wiesbach drin ist? Diese Frage stellt sich auch FSV-Trainer Thorsten Lahm nach den beiden Niederlagen zuletzt beim TuS Rot-Weiß Koblenz (2:3) und gegen den FV Dudenhofen (1:3).

„Eine Pause hätten viele meiner Spieler längst verdient und sie wäre auch notwendig“, sagt Lahm und verweist auf die vielen englischen Wochen mit schweren Spielen, die körperlich und mental viel Kraft gekostet hätten. Im Heimspiel gegen die U23 des 1. FC Kaiserslautern hatte der FSV einen 0:2-Rückstand in ein 2:2-Remis verwandeln können. „Auch im Pokal gegen den 1. FC Saarbrücken haben wir lange sehr gut mitgespielt. Trotz der am Ende deutlichen Niederlage haben wir uns in dem Spiel sehr teuer verkauft“, so Lahm. Doch gerade in diese beiden Partien hätten seine Spieler extrem viel investiert. Obwohl schon zu diesem Zeitpunkt die Akkus seiner Jungs eigentlich leer waren. In den vergangenen beiden Partien „zeigte sich dann, dass die körperliche und geistige Frische meiner Spieler fehlen“. Eigentlich sei ein Personalwechsel auf dem Platz schon lange notwendig.

Doch wie? Seit Wochen geht der FSV Jägersburg personell auf dem Zahnfleisch. Thorsten Lahm fehlten mit den verletzten Julian Fricker, Daniel Dahl, Tim Schäfer, Jan Reiplinger, Sergej Littau und Frederic Ehrmann gleich sechs Stammspieler. Auf der Bank sitzen derzeit vor allem Akteure aus der zweiten Mannschaft. „Dazu sind einige Spieler außer Form. Die brauchen dringend eine Pause“, hadert Lahm.



Auch heute Abend im Nachholspiel gegen den FC Hertha Wiesbach muss der FSV mit seinem letzten Aufgebot antreten. Allein Frederic Ehrmann, der gegen den FV Dudenhofen wegen Hüftproblemen pausieren musste, könnte aus dem Lazarett auf den Platz zurückkehren. „Es wird daher brutal schwer gegen die Wiesbacher“, blickt der FSV-Trainer dem heutigen Nachholspiel gegen den Tabellensiebten eher pessimistisch entgegen. Tabellarisch wird es indes ein Spiel auf Augenhöhe. Der FC Hertha hat nur einen Zähler mehr auf dem Konto hat als der Achte Jägersburg. Mit einem Sieg könnte sich der FSV bis auf Platz sechs springen. Daran verschwendet Lahm keinen Gedanken: „Wir müssen schauen, wie wir die Partie heute Abend überstehen.“ Zum Kräftesammeln hatte der Trainer seiner Elf nach der Partie am Samstag gegen Dudenhofen erst einmal bis heute frei gegeben.