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Fußball-Oberliga
Freundschaften ruhen für 90 Minuten

Kein Spiel wie jedes andere ist für Homburgs Mannschaftskapitän Christian Telch (vorne) heute Abend die Oberligapartie gegen Eintracht Trier. Schließlich spielte der 29-Jährige bis zum Sommer noch für die Moselaner.
Kein Spiel wie jedes andere ist für Homburgs Mannschaftskapitän Christian Telch (vorne) heute Abend die Oberligapartie gegen Eintracht Trier. Schließlich spielte der 29-Jährige bis zum Sommer noch für die Moselaner. FOTO: Markus Hagen / Markus Hagen
Homburg. Christian Telch und Patrick Lienhard wollen mit dem FC Homburg heute Abend gegen ihren Ex-Verein Eintracht Trier den 14. Saisonsieg einfahren. Anpfiff gegen den Tabellenvierten im Waldstadion ist um 19.30 Uhr.

Für Homburgs Mittelfeldspieler Patrick Lienhard und Mannschaftskapitän Christian Telch ist die Partie heute Abend um 19.30 Uhr gegen Eintracht Trier nicht nur ein Spitzenspiel. Schließlich sind die beiden Neu-Saarländer in den letzten beiden Spielzeiten noch für die Moselaner aufgelaufen. „Natürlich wollen wir den 14. Saisonsieg, aber es gibt auch noch einige Verbindungen zur Eintracht“, sagen Lienhard und Telch, die nicht nur in Trier bereits gemeinsam gespielt haben. In der Saison 2013/14 waren sie für den damaligen Regionalligisten SVN Zweibrücken aktiv. Ein Jahr später wechselte der 29-jährige Telch zum Goslarer SC, während es den 25-jährigen Linksfuß Patrick Lienhard zum SSV Jahn Regensburg zog. Im Juni 2015 wurden beide Mittelfeldspieler von Eintracht Trier verpflichtet.

„Die erste Saison mit Eintracht Trier war super gelaufen“, blickt Telch zurück. In der Tabelle stand Trier nach der Saison 2015/16 als Regionalliga-Fünfter einen Platz vor dem FC Homburg. Eine Spielzeit später mussten sowohl Trier als auch Homburg den bitteren Gang in die Oberliga antreten.

„In Trier musste nach dem Abstieg finanziell gewaltig abgespeckt werden. Unter Vollprofibedingungen konnte man nicht mehr weitermachen. Beim FC Homburg war das weiter möglich“, begründet Telch seinen Wechsel zum aktuellen Spitzenreiter. Eine Entscheidung, die Telch und Lienhard nicht bereut haben. „Es gab eine schöne erste Saison bei der Eintracht und anschließend eine Runde zum Vergessen“, meint Lienhard rückblickend. Wie Lienhard pflegt auch Telch noch Kontakte zu seinen Ex-Kollegen aus Trier – unter anderem zu Simon Maurer und Michael Dingels. Doch diese Freundschaften werden spätestens mit dem Anpfiff heute Abend ruhen.

100 Prozent Leistung seien angesagt, betont Mannschaftskapitän Christian Telch. „Trier wird sich gewaltig strecken, um nicht zu verlieren. Ansonsten droht ihnen ein noch größerer Rückstand auf den Zweiten Pirmasens.“ Auf den FC Homburg hat sein Ex-Verein bereits 16 Punkte Rückstand. Telch spricht von den kommenden Wochen der Wahrheit für den FC Homburg: „Wenn wir gegen Trier, in Wiesbach und gegen den FK Pirmasens gewinnen, haben wir einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht.“ Lienhard spricht von einem „heißen Spiel“, das ihn mit dem FC Homburg gegen Trier erwartet.“ Die beiden Neu-Homburger sind trotz der langen Erfolgsserie weiter hungrig. „Ich will jedes Spiel gewinnen, und wieso soll unsere Siegesserie nicht noch weiter anwachsen?“, findet Christian Telch.

Das Saarlandpokalspiel des FC Homburg in der fünften Runde, das eigentlich am kommenden Mittwoch um 19 Uhr beim SC Altenkessel stattfinden sollte, wurde auf Dienstag, 19.15 Uhr, vorverlegt. Die Oberligapartie der Grün-Weißen am Samstag, 21. Oktober, beim FC Hertha Wiesbach wird dagegen nicht um 15.30 Uhr, sondern erst um 17 Uhr angepfiffen.