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Hallenfußball
TSC-Routiniers geht im Finale die Puste aus

 Dank einer starken Aufholjagd gewann der ehemalige Bundesligaspieler Thorsten Lahm (rot) mit den Routiniers des TSC Zweibrücken ein packendes Halbfinale gegen die SpVgg. Quierschied. Im Endspiel gegen Clausen waren die Körner bei den Zweibrückern dann aber verschossen.
Dank einer starken Aufholjagd gewann der ehemalige Bundesligaspieler Thorsten Lahm (rot) mit den Routiniers des TSC Zweibrücken ein packendes Halbfinale gegen die SpVgg. Quierschied. Im Endspiel gegen Clausen waren die Körner bei den Zweibrückern dann aber verschossen. FOTO: Norbert Schwarz / nos
Zweibrücken. FK Clausen bezwingt beim Traditionsturnier des TSC Zweibrücken die Gastgeber im Finale mit 3:0. Von Norbert Schwarz

Die Traditionsmannschaft des FK Clausen hat souverän den „großen Pott“ beim 56. Traditionsturnier für Seniorenteams gewonnen. Im Finale hatte der gastgebende TSC Zweibrücken trotz des Mitwirkens des einstigen Bundesligaspielers Thorsten Lahm keine Chance. Die Kraftreserven der TSC-Oldies waren nach einer starken Aufholjagd im packenden Halbfinale gegen die SpVgg. Quierschied aufgezehrt. Clausen gewann das Endspiel mit 3:0.

Die Enttäuschung der Zweibrücker, bei denen bekannte TSC-Größen wie Miroslav Miskovic, Ralf Rabung oder Dirk Dotterweich mitwirkten, wich aber rasch der Freude über den zweiten Platz: „Wir haben alles in die Waagschale geworfen“, sagte Rabung, der angeschlagen ins Endspiel gegangen war.

Acht Mannschaft aus der Region kämpften um die begehrte Trophäe, die in den 56 Veranstaltungsjahren – insbesondere den ersten drei Jahrzehnten – schon viele hochkarätige Kicker in die Westpfalzhalle gelockt hat. Auch die Clausener Traditionsmannschaft blickt auf eine lange und erfolgreiche Historie bei dem Zweibrücker Turnier zurück. Zwischen 20001 und 2006 standen sie immer im Endspiel. Gegner in den Finals war oft der Dauerrivale SV St. Ingbert. Der Titelverteidiger musste sich in diesem Jahr mit Rang vier begnügen. St. Ingbert unterlag im Spiel um Platz drei Quierschied nach Neunmeterschießen.



Ein wenig ältere Zuschauer des Traditionsturniers erinnerten sich besonders gern an „Kapi“ Harald Wadle vom FK Clausen, der mit seinen Fußballfreunden aus dem Pfälzerwald in der Rosenstadt zauberte. Wadle war unter anderem auch Spieler und Trainer der SG Rieschweiler.

In der Vorrunde der Gruppe A setzten sich Clausen und Quierschied durch, in Gruppe B landeten St. Ingbert und der TSC auf den Plätzen eins und zwei. Dabei begann das Turnier für die Kicker des TSC miserabel. Gegen St. Ingbert setzte es im ersten Spiel eine 0:6-Klatsche. Miskolovic haderte: „Da sind wir geistig überhaupt nicht da gewesen, furchtbar.“

Doch als es darauf ankam, konnten sich die Zweibrücker steigern. Im Halbfinale lag Gegner Quierschied bereits mit zwei Treffern vorne. Doch das brachte Lahm und Co. nicht aus dem Konzept. Die TSC-Routiniers glichen vor der Schluss-Sirene zum 3:3 aus – und behielten im Neunmeterschießen schließlich die Oberhand. Auch der FK Clausen benötige zum Finaleinzug das Neunmeterschießen. Nach der regulären Spielzeit hatte es gegen St. Ingbert 1:1 gestanden. Vom Punkt bewiesen zunächst beide Mannschaften überragende Nerven. Der FKC hatte aber schließlich mit 9:7 das bessere Ende für sich. Quierschied und Sankt Ingbert einigten sich darauf, den dritten Platz gleich per Neunmeterschießen zu entscheiden. Die SpVgg setzt sich hier mit 4:2 durch.