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Finalläufe sind das Minimalziel

 Über 200 Meter Lagen bescheinigt Trainer Ralf Steffen seinem Schützling Marlene Hüther großes Potenzial. Vielleicht springt gar eine Medaille heraus. Foto: Roger Mikesch
Über 200 Meter Lagen bescheinigt Trainer Ralf Steffen seinem Schützling Marlene Hüther großes Potenzial. Vielleicht springt gar eine Medaille heraus. Foto: Roger Mikesch FOTO: Roger Mikesch
Zweibrücken/Dordrecht. Marlene Hüther von den Wassersportfreunden Zweibrücken startet ab heute bei der Jugend-EM in Dordrecht. Die 16-Jährige zählt zu den Medaillenanwärtern über 100 und 200 Meter Brust und 200 Meter Lagen. Werner Kipper

Marlene Hüther von den Wassersportfreuden Zweibrücken gehört zu den größten deutschen Schwimmtalenten. Das hat die 16-jährige Dietrichingerin, die zum Perspektivteam Rio 2016 gehört, bei den Deutschen Meisterschaften und Jahrgangsmeisterschaften bewiesen. Die Fünfte der Junioren-WM von Dubai 2013 und Schützling von Landestrainer Ralf Steffen, der als offizieller Trainer des Deutschen-Schwimmverbandes in den Niederlanden fungiert, startet von heute bis Sonntag bei der Jugend-Europameisterschaft (JEM) in Dordrecht.

Die Silber- und Bronzemedaillengewinnerin des vergangenen Jahres bei der JEM in Polen zählt zu den Medaillenkandidaten über die 100 und 200 Meter Brust sowie die 200 Meter Lagen. Gleichzeitig kann Marlene Hüther auf Einsätze in den Finalläufen der Staffeln hoffen, wie ihr Trainer betont.

In der vergangenen Woche hatte Ralf Steffen die Erwartungen etwas gedämpft, da er mit den Trainingsleistungen der Brustspezialistin nicht zufrieden war. Einschränkend musste er allerdings gestehen, dass die Schwimmerin in den letzten Wochen die Doppelbelastung Leistungssport und Schule mit zahlreichen Klassenarbeiten zu stemmen hatte, nachdem sie zuvor im Trainingslager war. "Aber er ist sich sicher, dass die erkennbaren Ermüdungserscheinungen bis zum Start an diesem Mittwoch beseitigt sind."

Deshalb ist Ralf Steffen froh, dass Marlene Hüther an diesem Mittwoch mit den 50 Metern Brust in die JEM startet. "Zum Einstieg ist die Strecke ganz gut, um in Form zu kommen", lautet seine Prognose. Dagegen hält er sich bezüglich der Erwartungen zurück. "Rein nach den Starterlisten zu gehen, ist Unsinn. Es gilt abzuwarten, wer da ist. Nicht unterschätzt werden darf die große Konkurrenz aus dem eigenen Land."

Insgesamt bestreitet die Dietrichingerin ein Mammutprogramm mit Starts über 50, 100 und 200 Meter Brust sowie über 200 Meter Lagen sowie die Freistilstaffeln über 100 und 200 Meter und die Lagenstaffel über 200 Meter.

"Über 100 Meter Brust ist Marlene gesetzt, und nach den hervorragenden Ergebnissen über 200 Meter Lagen in Berlin setze ich sehr große Hoffnungen in die Zukunft über diese Strecke", beleuchtet der Trainer das Potenzial.

"Unser Ziel ist es, über alle Strecken ins Finale zu kommen. Vorausgesetzt, Marlene ist so gut wie bei den Jahrgangsmeisterschaften in Berlin." Zusammenfassend zeigt sich der Landestrainer "generell optimistisch", obwohl er einschränkend zu verstehen gibt, dass "die Konkurrenz größer und dichter geworden ist".