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Eishockey-Playoffs
Finale oder Sommerpause für die Hornets

 Es ist angerichtet: Stürmer Dan Radke und seine Hornets treffen am Sonntag im dritten Halbfinale auf den Heilbronner EC. Die Zweibrücker Ice-Arena dürfte dann aus allen Nähten platzen mehr als 1000 Fans werden erwartet.
Es ist angerichtet: Stürmer Dan Radke und seine Hornets treffen am Sonntag im dritten Halbfinale auf den Heilbronner EC. Die Zweibrücker Ice-Arena dürfte dann aus allen Nähten platzen mehr als 1000 Fans werden erwartet. FOTO: Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken kämpft am Sonntagabend um 19 Uhr im dritten und entscheidenden Playoff-Halbfinale gegen den Heilbronner EC um den Einzug ins Endspiel. Der Finalgegner steht dagegen bereits fest. Von Martin Wittenmeier

Siegen oder fliegen – für den EHC Zweibrücken geht es Sonntagabend um alles. Gewinnen die Hornets im Hexenkessel „Peter-Cunningham-Memorial-Arena“ das dritte Playoff-Halbfinale gegen den Heilbronner EC, stehen sie im Endspiel um die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest. Bei einer Niederlage ist der EHCZ raus und verabschiedet sich in eine lange Sommerpause. Doch daran will bei den Hornets keiner denken.

„Ich bin mir sicher, dass wir es ins Finale schaffen“, lässt Hornets-Trainer Terry Trenholm überhaupt keine Zweifel aufkommen, dass die Reise für seine Mannschaft am Sonntag noch nicht zu Ende geht. Die Stimmung im Abschlusstraining am Donnerstag „war perfekt“, schwärmt der Kanadier. „Alle waren dabei und sind bis in die Haarspitzen motiviert.“ Rund um den Verein herrscht momentan eine riesige Euphorie. Das macht sich auch beim Ansturm auf die Tickets bemerkbar: Karten sind heiß begehrt, mehr als 1000 Zuschauer werden am Sonntag in der Zweibrücker Ice-Arena erwartet. Der Shop im Eisstadion ist daher auch diesen Samstag von 16.30 bis 20 Uhr geöffnet, damit sich die Fans frühzeitig mit Eintrittskarten eindecken können.

Auf die lautstarke Unterstützung aus dem Hornissen-Lager setzt Trenholm im dritten Halbfinale. „Sie haben uns im ersten Spiel nach vorne gepeitscht. Ohne die Fans hätten wir nicht gewonnen.“ Und auch auf Heilbronner Seite hat das Zweibrücker Tollhaus Eindruck hinterlassen. „Wir dürfen uns nicht von der kochenden Kulisse beeindrucken lassen“, wird HEC-Trainer Heiko Vogler vom Online-Portal „Echo24“ zitiert. Der Eisbären-Coach hat Respekt vor den „unglaublich tollen Fans“ und erwartet am Sonntag „einen Hexenkessel“.



Die Halbfinalspiele eins und zwei waren echte Eishockey-Krimis. Beide Male (3:2 und 6:7) wurde erst nach Verlängerung im Penaltyschießen ein Sieger gefunden. „Für die Zuschauer ist das natürlich eine tolle Sache, aber ich kann gerne auf diese Spannung verzichten“, sagt Trenholm. Attacke heißt daher die Devise: „Wir werden am Sonntag voll auf Angriff spielen und wollen das Finale in der regulären Spielzeit klarmachen.“ Ein großes Plus sei diesmal, dass er auf seinen kompletten Kader zurückgreifen könne, betont der Zweibrücker Trainer. „Im Hinspiel hat uns Marc Lingenfelser gefehlt, letzte Woche war mein Sohn Marco nicht dabei. Aber jetzt sind alle fit.“

Wirkliche Schwächen hat Trenholm in den beiden Halbfinals beim Gegner nicht ausmachen können. „Heilbronn hat so viel Qualität, die sind immer für ein Tor gut. Wir müssen wieder kompakt stehen und die Konzentration hochhalten.“ Und nach Möglichkeit einmal selbst in Führung gehen. Denn in beiden Halbfinalspielen gegen Heilbronn mussten die Hornets stets einem Rückstand hinterherlaufen. „Wenn du vorne liegst, kannst du die Partie kontrollieren. Das kostet natürlich auch weniger Kraft.“ In die Karten schauen lässt sich der Heilbronns Coach Heiko Vogler nicht. „Ich werde sicherlich noch einige taktische Umstellungen vornehmen“, kündigte er an. „Ganz wichtig wird aber letztlich sein, dass wir uns auf unseren Job konzentrieren.“

Ein Team, das seine Arbeit schon erledigt hat und jetzt in aller Ruhe auf seinen Gegner warten kann, ist der amtierende Meister Bietigheim. Die 1b-Mannschaft der Steelers steht nach zwei Siegen gegen Hügelsheim (7:5 und 7:2) bereits im Endspiel und kann daher am Wochenende Kraft für die „Mission Titelverteidigung“ sparen.