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Vater-Sohn-Duo bei Fecht-DM
Fecht-DM: Petris schrammen an Medaillen vorbei

Tobias und Vater Volker Petri gingen nach 21 Jahren erneut gemeinsam in Bad Dürkheim auf die Planche.
Tobias und Vater Volker Petri gingen nach 21 Jahren erneut gemeinsam in Bad Dürkheim auf die Planche. FOTO: Volker Petri / red
Bad Dürkheim. Sohn Tobias Petri landet auf Platz sechs, sein Vater Volker wird in Bad Dürkheim Achter. Von Volker Petri

Als am 22. und 23. März 1997 in Bad Dürkheim die „35. Jäger aus Kurpfalz“ Internationalen Fecht-Meisterschaften im Herrenflorett ausgetragen wurden, standen auch Vater Volker Petri und Sohn Tobias von der VT Zweibrücken gemeinsam auf der Starterliste. Beide scheuten sich nicht, bei diesem Fecht-Klassiker mit Spitzenfechtern aus dem In- und Ausland zu duellieren. Dieser außergewöhnliche Vater-Sohn-Einsatz war Anlass, dass ein Drei-Mann-Fernsehteam vom Südwestfunk die Petris damals den ganzen Tag begleitete, um das Geschehen in der Sendung „Flutlicht“ auszustrahlen.

Am selben Turnierort stand am vergangenen Wochenende nach 21 Jahren Sohn Tobias bei der 46. Senioren-DM mit seinem Vater erneut gemeinsam auf der Planche. In der Altersklasse AK 40 belegte Tobias mit dem Florett den sechsten, Volker Petri in der AK 70 den achten Rang. Beiden fehlte jeweils ein Sieg für eine Medaille.

Über 350 Starter lieferten sich zwei Tagen lang erstklassige Gefechte mit dem Florett, Degen und Säbel. Nach den Auftaktrunden ging es für beide VTZ-Fechter in die 16er-K.o.-Direktausscheidung. Als Siebter der Setzrunde kämpfte Tobias gegen den Zehnten, Peter Beugel-Kress (Bucholz), Volker Petri (9.) stand Lothar Hempelmann (Berlin) (8.) gegenüber. Beide Petris bewiesen ihre Kämpferqualitäten und besiegten ihre Konkurrenten mit 10:2 und 10:1, was den Aufstieg auf das 8er-Tableau bedeutete. Im Viertelfinale wurde der Lauf der beiden Zweibrücker um einen Medaillenplatz gestoppt. Tobias Petri gab gegen Christian Plechinger (2./Speyer) anfänglich eine gute Vorstellung, setzte aber vier Treffer in Folge auf die ungültige Trefffläche, was zu einer 6:10-Niederlage führte. Vater Volker Petri fand diesmal gegen Bernd Simon (1.) aus Leverkusen keine Einstellung und unterlag deutlich mit 1:10.



Positiv für das Duo Petri und Petri ist allerdings, dass die deutsche Meisterschaft als Qualifikationsturnier für die WM gewertet wird und sich der Sohn in der DFB-Rangliste auf den fünften Platz vorgearbeitet hat. AK 70-Fechter Volker Petri nimmt dort weiterhin den siebten Rang ein.