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Weiterer Dreier
FCH baut Siegesserie im Stadtderby aus

 Der für den verletzten Griechen Konstantinos Neofytos eingewechselte Homburger Norbert Neumann (vorne) konnte sich mit seinem Kopfball gegen die Jägersburger nicht durchsetzen.
Der für den verletzten Griechen Konstantinos Neofytos eingewechselte Homburger Norbert Neumann (vorne) konnte sich mit seinem Kopfball gegen die Jägersburger nicht durchsetzen. FOTO: Markus Hagen
Jägersburg. Der Oberliga-Spitzenreiter setzte sich vor knapp 1400 Zuschauern beim FSV Jägersburg mit 2:0 durch. Der Gastgeber machte es dem Favoriten aber nicht leicht.

Trotz starker Gegenwehr hat sich der FSV Jägersburg im ersten Punktspiel-Derby gegen den Lokalrivalen FC Homburg doch geschlagen geben müssen. Vor der FSV-Rekordkulisse von 1390 Zuschauern unterlag die Mannschaft von Trainer Thorsten Lahm am Samstag in der Partie der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar mit 0:2 (0:2). Dabei zeigte sein Team aber vor allem in der zweiten Hälfte eine tolle Moral und machte dem Spitzenreiter das Leben schwer. Mit dem siebten Sieg im siebten Spiel baute das Team von Jürgen Luginger seinen Vorsprung auf den neuen Tabellenzweiten FC Wiesbach dennoch auf sieben Punkte aus.

„Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis und der Leistung meiner Mannschaft zufrieden“, erklärte Luginger nach dem Abpfiff. Immerhin habe seine Elf kein Gegentor zugelassen und durch Tom Schmitt zwei Tore gemacht. „Im zweiten Abschnitt kamen wir aber kaum noch zu zwingenden Chancen“, betonte der FCH-Coach, dass Jägersburg in der zweiten Halbzeit ganz gut in der Defensive gearbeitet habe. Für Jägersburgs Trainer Thorsten Lahm war bereits vor der Partie klar, „dass der FC Homburg mit seinen Vollprofis gegen die Feierabendspieler aus Jägersburg spielerisch klar die Oberhand behalten würde“.

So sollte es am Ende vor der großen Kulisse dann auch kommen: Der Spitzenreiter aus Homburg dominierte, während Jägersburg geschickt die Räume eng machte und den FCH zunächst zu keiner zwingenden Torchance kommen ließ. Verletzungspech dann für den FSV Jägersburg: Innenverteidiger Julian Fricker musste mit einer Platzwunde ausgewechselt werden. FSV-Coach Lahm musste frühzeitig umstellen. Der ehemalige Spieler des TSC Zweibrücken, Sergej Littau, rückte auf die Innenverteidigerposition zurück, während der eingewechselte Pascal Gherram auf die Sechserposition ging. „So ganz passte die Abstimmung dann beim ersten Gegentor nicht“, erklärte Lahm. In der 32. Minute ließ der Gastgeber einen Diagonalpass von Patrick Lienhard im Strafraum zu Tom Schmitt zu, der trocken zum 1:0 für die Homburger abzog. Vier Minuten vor der Pause erhöhte Schmitt nach erneuter Vorarbeit von Lienhard auf 2:0. Die Partie schien entschieden.



War sie aber nicht wirklich, weil der FC Homburg aus seiner spielerischen Überlegenheit im zweiten Abschnitt zu wenig machte. Dagegen kam Jägersburg durchaus zu der einen oder anderen ordentlichen Offensivaktion. Und plötzlich war die große Chance für die Jägersburger zum Anschlusstreffer da: Nach Flanke von Niklas Holzweißig hielt Murat Adigüzel den Fuß hin, doch die Lederkugel traf nur den Pfosten. Glück für den FC Homburg. Thorsten Lahm trauerte dieser vergebenen Möglichkeit nach dem Abpfiff doch nach: „Wer weiß, wie die Partie weitergegangen wäre, wenn uns hier der 1:2-Anschlusstreffer gelungen wäre.“ Weitere Tormöglichkeiten gelangen anschließend weder dem Gastgeber noch dem FC Homburg, der den 2:0-Vorsprung dann relativ sicher über die Zeit brachte.

„Wir haben sicherlich in dieser Saison schon bessere Spiele abgeliefert. Aber es war ein Derby, ein ganz besonderes sogar für den FSV Jägersburg, der es in den 90 Minuten doch ganz gut gemacht hat. Wichtig sind am Ende die Punkte, die wir uns aber auch wieder verdient gesichert haben“, erklärte FCH-Mittelfeldspieler Sven Sökler. FSV-Mittelfeldmann Frederic Ehrmann ärgerte sich, weil „die Tore für die Homburger zu blöden Zeitpunkten gefallen sind“. Insgesamt habe sich die Mannschaft aber sehr gut verkauft, „besonders in der zweiten Halbzeit“. Ehrmanns Trainer Lahm war trotz der Niederlage mit der Leistung einverstanden, „weil wir es lange Zeit dem hohen Favoriten doch sehr schwer gemacht haben.“ Mit ein bisschen Glück hätte sein Team den FC Homburg mit dem möglichen Tor durch Adigüzel noch etwa mehr ärgern können. Doch jetzt muss der FSV den Blick nach vorne richten. Am kommenden Samstag geht es in Pirmasens zu der nächsten Spitzenmannschaft.

 Alexander Hahn (li.) kann den FSVler Murat Adigüzel, der später den Anschlusstreffer auf dem Fuß hatte, vor 1390 Zuschauern nur per Foul stoppen.
Alexander Hahn (li.) kann den FSVler Murat Adigüzel, der später den Anschlusstreffer auf dem Fuß hatte, vor 1390 Zuschauern nur per Foul stoppen. FOTO: Markus Hagen / Hagen