| 22:40 Uhr

Homburg unterliegt im Saar-Derby
Der FCH ist (noch) keine Spitzenmannschaft

 Bild mit Symbolcharakter: Die Homburger, hier FCH-Innenverteidiger Kevin Maek im Laufduell mit Saarbrückens Christian Dausch, kamen im Saar-Derby oft den entscheidenden Schritt zu spät.
Bild mit Symbolcharakter: Die Homburger, hier FCH-Innenverteidiger Kevin Maek im Laufduell mit Saarbrückens Christian Dausch, kamen im Saar-Derby oft den entscheidenden Schritt zu spät. FOTO: Markus Hagen
Völklingen. Fußball-Regionalliga: Der FC Homburg bekommt bei der 0:3-Niederlage im Saar-Derby gegen den 1. FC Saarbrücken aufgezeigt, was ihn noch von einem Spitzenteam trennt. Von Markus Hagen

  Es war ein gebrauchter Nachmittag für den Fußball-Regionalligisten FC Homburg. Mit 0:3 zogen die Grün-Weißen im Saarderby im Völklinger Herrmann-Neuberger-Stadion gegen den 1. FC Saarbrücken am Samstag den Kürzeren. Den zweiten Tabellenplatz musste das Team von Trainer Luginger an die Blau-Schwarzen abgeben.

Bedingt durch die Sperre von Mittelfeldspieler Patrick Lienhard nahm Luginger taktisch zwei Änderungen vor. Jan Eichmann übernahm die rechte Außenverteidigerstelle von Tim Stegerer, der für Lienhard im offensiven Mittelfeld auflief. Mit den Umstellungen schien der Defensivverbund der Homburger in der Anfangsphase noch seine Schwierigkeiten zu haben. Homburgs Torwart David Salfeld klärte am Strafraum einen Ball nicht richtig. Das Leder fiel Gillian Jurcher vor die Füße, der aus rund 20 Metern das 1:0 für den FCS erzielte. Und es kam noch schlimmer für den FCH: In der 17. Minute klärte die Homburger Hintermannschaft einen Eckball nicht entscheidend und Sebastian Jacob erhöhte auf 2:0. Nun waren die Grün-Weißen wach, übernahmen das Kommando und hätten vor der Halbzeit ausgleichen können. Allein Christopher Theisen ließ mehrere dicke Torchancen liegen: So ging sein Kopfball (19.) knapp am Tor vorbei. Fünf Minuten später traf er aus zehn Metern die Latte. Nach einer knappen halben Stunde setzte er einen Schuss freistehend zu hoch an (28.). „Daraus hätte ich mindestens einen Treffer machen können, ja müssen“, ärgerte sich Theisen. Glück hatte der FCS dann auch in der 38. Minute, als ein Freistoß von Alexander Hahn von FCS-Keeper Daniel Batz gerade noch geklärt werden konnte.

Jürgen Luginger wechselte in der 55. Minute mit Bernd Rosinger einen weiteren Stürmer ein. Nun spielte der FCH mit Theisen im offensiven Mittelfeld, während Stegerer seine gewohnte Position in der Viererabwehrkette einnahm. Doch zu diesem Zeitpunkt war Saarbrücken längst auf der Siegerstraße. Rosinger hatte zwar zwei kleinere Möglichkeiten, aber insgesamt übte der FCH zu wenig Druck auf die sichere FCS-Abwehr aus. Und vorne waren die Saarbrücker gefährlich. Tobias Jänicke (57.) vergab zunächst das 3:0 für den FCS – das kurz darauf Fabian Eisele nach einer Standardsituation per Kopf erzielte (75.). Luginger erkannte die große Effizienz der Saarbrücker an: „Daher geht der Sieg auch in Ordnung“, meinte er. Und Innenverteidger Kevin Maek ergänzte: „Heute hat man gesehen, was uns zu einer absoluten Spitzenmannschaft noch fehlt.“ Mannschaftskapitän Christian Telch bedauerte: „Wir hatten in der ersten Halbzeit Chancen. Wenn wir da den Anschlusstreffer erzielen, ist noch alles möglich.“ So sei es aber unheimlich schwer gewesen, nochmal in die Partie zurückzufinden.