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Auf dem Papier klare Sache
FC Homburg muss den Schalter wieder umlegen

Nach Patrick Dulleck droht auch der Ausfall des zweiten FCH-Stürmers Konstantinos Neofytos (re.).
Nach Patrick Dulleck droht auch der Ausfall des zweiten FCH-Stürmers Konstantinos Neofytos (re.). FOTO: Markus Hagen
Homburg. Der Spitzenreiter der Fußball-Oberliga kehrt nach dem Pokal-Aus zurück in den Liga-Alltag. Am Sonntag geht’s nach Eppelborn. Von Markus Hagen

Nicht viel Zeit bleibt dem FC Homburg, das Aus im Viertelfinale des Saarlandpokals am Mittwoch zu verdauen. Nur vier Tage später holt der Alltag den Tabellenführer der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar mit dem Auswärtsspiel am Sonntag, 15 Uhr, beim FV Eppelborn wieder ein.

„Wir haben uns gegen den 1. FC Saarbrücken gut verkauft, aber das ist nun Vergangenheit“, betont Trainer Jürgen Luginger. Sein Team muss den Schalter nun schnell wieder umlegen. Luginger: „Beim Sechzehnten Eppelborn muss meine Mannschaft wieder mit höchster Konzentration in die Partie gehen, ihr Leistungsvermögen abrufen und die klare Favoritenrolle mit einem Sieg bestätigen.“ Auf dem Kunstrasenplatz erwartet der 50-jährige Cheftrainer der Grün-Weißen eine stark defensiv orientierte Heimmannschaft, die erst einmal versuchen wird, nicht zu schnell in Rückstand zu geraten.

Der letztjährige Aufsteiger aus Eppelborn steckt derzeit tief im Abstiegsstrudel. Insbesondere in der Defensive läuft es beim Team von Trainer Jan Berger nicht rund. 61 Gegentreffer – und damit die schlechteste Bilanz aller 19 Oberligateams – sind viel zu viele. Die Schwächen in der Abwehr wurden auch am Mittwoch im Nachholspiel des FVE sichtbar. Mit 1:5 verlor das Team sang und klanglos bei der TSG Pfeddersheim. Unter diesen Vorzeichen scheint es, als ob es für den souveränen Ligaprimus Homburg nur noch um die Höhe des Sieges gehen wird.



An Jürgen Lugingers grundlegendem Konzept wird sich auch am Sonntag gegen das Kellerkind nichts ändern: Tempo hoch halten, den Gegner zu Fehlern zwingen, Torchancen herausholen und vor allem nutzen. Wer vorne die Treffer macht, ist dem Trainer egal. Unwahrscheinlich ist, dass Patrick Dulleck – mit 19 Treffern der beste Torjäger der Oberliga – sein Konto weiter erhöhen wird. Luginger, der Dulleck wegen seiner Oberschenkelprobleme im Pokalspiel erst für die Schlussphase einwechselte, erklärt: „Er hat nun Probleme im Kniekehlenbereich.“ Die Verletzungsserie des 28-jährigen Stürmers reißt damit einfach nicht ab. Auf dem Kunstrasen in Eppelborn will Luginger kein Risiko eingehen. „Nur, wenn Dulleck schmerzfrei ist, wird er auflaufen“, kündigt der Fußballlehrer an. Für den Heilungsprozess bleibt aber nicht viel Zeit. Denn auch hinter dem Einsatz von Dullecks Sturmkollegen Konstantinos Neofytos steht ein Fragezeichen. Er bekam am Mittwoch einen Schlag gegen die Hüfte und klagt über Adduktorenprobleme. Luginger: „Auch wenn beide Stürmer ausfallen, sind wir in der Offensive in der Lage, Treffer zu erzielen.“

In der Vorrunde behauptete sich der FC Homburg gegen den FV Eppelborn überdeutlich mit 7:0. Beim bisher höchsten Saisonsieg im Waldstadion trafen Dulleck (3), Neofytos, Alexander Hahn, Patrick Lienhard und Sven Sökler.