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Regionalliga Südwest
FC Homburg fühlt sich verschaukelt

Fest im Blick hat Homburgs Neuzugang Daniel Di Gregorio (links) in dieser Szene den Ball. Die unglückliche Auftaktniederlage in Worms konnte aber auch er nicht verhindern.
Fest im Blick hat Homburgs Neuzugang Daniel Di Gregorio (links) in dieser Szene den Ball. Die unglückliche Auftaktniederlage in Worms konnte aber auch er nicht verhindern. FOTO: mh / Markus Hagen
Worms. Regionalliga-Aufsteiger hadert bei 1:2 zum Auftakt bei Wormatia Worms mit einigen „nicht nachvollziehbaren“ Entscheidungen des Unparteiischen. In der Offensive lassen die Saarländer zudem beste Torgelegenheiten liegen. Von Markus Hagen

Unglückliche Schiedsrichterentscheidungen, mangelnde Chancenverwertung und ein böser Abwehrfehler brachten Aufsteiger FC Homburg zum Regionalliga-Auftakt in Worms um den verdienten Lohn. Statt mit einem Sieg in die Runde zu starten, musste das FCH-Team von Trainer Jürgen Luginger mit einer 1:2-Niederlage die Heimreise antreten.

„Diese Niederlage ist sehr bitter. Wir waren die klar bessere Mannschaft, stehen aber mit leeren Händen da, auch weil der Schiedsrichter nicht seinen besten Tag hatte“, so das Fazit des enttäuschten, aber durchaus gefassten Trainers der Grün-Weißen.

Luginger hatte in seiner Startelf so manche „Experten“ überrascht. Neuzugang Christopher Theisen, der eigentlich im offensiven Mittelfeld erwartet wurde, war nicht einmal im 18er-Kader. Luginger setzte überwiegend auf seine Oberliga-Meistermannschaft. Mit Maurice Neubauer auf der linken Außenverteidiger-Position und Daniel Di Gregorio im offensiven Mittelfeld standen lediglich zwei Neuzugänge in der Startelf. Diese kontrollierte jederzeit die Partie und hätte bereits zur Halbzeit in Führung liegen müssen. Aber Patrick Lienhard (3.), Konstantinos Neofytos (35./41.), Daniel Di Gregorio (37.) und Patrick Dulleck (45.) nützten ihre Möglichkeiten nicht. Die Homburger Defensive mit der Viererabwehrkette Neubauer, Hahn, Eichmann und Stegerer ließ sich nur einmal überraschen, als der Ex-Homburger Giuseppe Burgio (39.) aus aussichtsreicher Position den Ball verpasste.



Unterhaltsamer wurde es nach dem Wechsel. Vier Minuten waren gespielt, als sich Burgio im Strafraum mit dem linken Arm den Ball vorlegte und die Wormser mit 1:0 in Führung brachte. Fassungslosigkeit beim FC Homburg. Torwart David Salfeld: „Das müssen die Schiedsrichter sehen. Das war ein klares Handspiel.“ Sahen sie aber im Glutkessel der EWR-Arena nicht. Worms lag mit 1:0 in Front – aber nur sieben Minuten. Nach einem Foul von Ebewa Mimbala am Homburger Außenspieler Patrick Lienhard gab es Strafstoß, den Innenverteidiger Alexander Hahn (55.) zum 1:1 verwandelte.

Kurz darauf gingen die Gäste durch Patrick Dulleck (61.) sogar in Führung. Schiedsrichter Christoph Günsch gab den Treffer zunächst. Doch nach Protesten der Wormser und Befragung seines Assistenten, der zuvor die Fahne wegen Abseits bei der Tor-Vorlage von Neubauer oben hatte, wurde der zweite Treffer des FCH zurückgenommen. Empörung bei Dulleck: „Mir sagte der Schiri, dass der Ball zuvor vom Gegner kam und damit Neubauer nicht im Abseits war. Nicht nachvollziehbar, weshalb der Schiri dann das Tor zurückgenommen hat.“ FCH-Stürmer Konstantinos Neofytos sah nach einem unnötigen, überharten Einsteigen gegen Tevin Ihrig die Gelb-Rote Karte (62.). Worms fiel auch in Überzahl in der Offensive nicht viel ein. Homburg stand weiter sicher und hätte in Führung gehen müssen: Sven Sellentin vergab aus zwölf Metern (81.). Thomas Steinherr (84.) scheiterte am Wormser Torwart Chris Keilmann. Zwei Minuten vor dem Abpfiff dann die kalte Dusche: Neubauer spekulierte auf Abseits, Eichmann trat über den Ball und Jan Luca Dorow tauchte plötzlich allein vor Salfeld auf und schoss Wormatia Worms zum äußerst glücklichen 2:1-Sieg. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.

Bitter enttäuscht waren die FCH-Spieler nach dem Abpfiff. „So eine unnötige Niederlage. Da muss einfach mehr herauskommen, wenn man so viele Möglichkeiten hat“, meinte FCH-Kapitän Christian Telch. „So ein ärgerliches Gegentor kurz vor Ende. Das darf einfach alles nicht wahr sein“, haderte Hahn.