| 21:40 Uhr

Restrundenauftakt
Homburg will Fluch der Kellerkinder trotzen

  Neuzugang Ihab Darwiche könnte am Samstag im Heimspiel gegen Astoria Walldorf sein Pflichtspieldebüt für den    FC Homburg feiern. Weil der Deutsch-Libanese bei seinem letzten Verein Kickers Offenbach kaum mehr zum Zuge kam, fehle ihm aber noch die Spielpraxis, sagt Trainer Jürgen Luginger, der einen Einsatz des 25-Jährigen offen ließ.
Neuzugang Ihab Darwiche könnte am Samstag im Heimspiel gegen Astoria Walldorf sein Pflichtspieldebüt für den FC Homburg feiern. Weil der Deutsch-Libanese bei seinem letzten Verein Kickers Offenbach kaum mehr zum Zuge kam, fehle ihm aber noch die Spielpraxis, sagt Trainer Jürgen Luginger, der einen Einsatz des 25-Jährigen offen ließ. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Fußball-Regionalliga: Der FC Homburg empfängt zum Restrundenauftakt den Vorletzten FC Astoria Walldorf. Von Markus Hagen

Rund sieben Wochen hat sich Aufsteiger FC Homburg auf die letzten 14 Partien in der Regionalliga Südwest vorbereitet. Am Samstag geht es für die Grün-Weißen nun endlich wieder um Punkte, wenn  der Tabellensechste im Waldstadion gegen den Vorletzten FC Astoria Walldorf antritt.

 „Viele erwarten, dass wir das Spiel auf eigenem Platz im Vorübergehen für uns entscheiden. Walldorf ist nicht zu unterschätzen, auch wenn sie in der Tabelle nicht gut dastehen“, sagt Homburgs Trainer Jürgen Luginger. Denn der FC Astoria sei in der Offensive durchaus gut besetzt. „In der Rückwärtsbewegung haben sie ihre Probleme, die müssen wir aber auch ausnutzen“, fordert der Trainer. Er hat im Hinterkopf, dass sich seine Mannschaft bisher gegen die Kellerkinder der Liga äußerst schwer getan hat. Gegen die abstiegsgefährdeten SC Hessen Dreieich (0:1), Wormatia Worms (1:2) sowie Schlusslicht SV Stadtallendorf (0:0) ließen die Homburger schon viele Punkte liegen. Überhaupt ist der FC Walldorf immer für Überraschungen gut. Dem Spitzenreiter Waldhof Mannheim trotzte Walldorf ein 3:3-Remis ab, auch der Vierte Kickers Offenbach kam gegen die Württemberger in der Hinrunde nicht über ein Unentschieden hinaus (1:1).

Dennoch ist Luginger von einem Sieg seiner Elf überzeugt. Die Mannschaft habe in der Vorbereitung gut gearbeitet. Die schwache Testspielbilanz mit nur einem Sieg, einem Unentschieden und vier Niederlagen spiele keine Rolle. „Es wurde viel getestet und probiert. Für uns zählt nur der Start gegen Walldorf.“ So sieht es auch Kapitän Christian Telch. „Gegen Walldorf ist ein Sieg angesagt. Aber wir wissen, dass sich der Gegner tief hinten hinten reinstellen und auf Konter lauern wird. Wir werden an die Leistungsgrenze gehen müssen.“



Im Hinblick auf die weitere Saison will der 31-jährige Mittelfeldspieler sich nicht mit dem aktuell sechsten Platz zufrieden geben. „Da ist noch einiges mehr möglich.“ Fünf Zähler liegt der FCH hinter dem großen Saar-Rivalen 1. FC Saarbrücken.

 Taktisch hat Luginger in den letzten Wochen einigs ausprobiert. Auch ein 4:3:3-System wurde getestet. Doch wie die Vorbereitung gezeigt hätte, habe seine Mannschaft das System noch nicht verinnerlicht, erklärt der Übungsleiter, der gegen Walldorf auf seine bewährte 4:4:2-Formation zurückgreifen wird.

Der Langzeitverletzte Daniel Di Gregorio (Kreuzband-OP) und Philipp Wunn (Mittelfußbruch) fallen aus. Fraglich sind die Einsätze von Andreas Knipfer und Tom Schmitt (beide Grippe), die am Donnerstag das Training auslassen mussten.

 Neuzugang Ihab Dawiche könnte auf der rechten offensiven Seite ein Alternative für Thomas Steinherr sein. Luginger ließ bei der Spieltagspressekonferenz am Donnerstag offen, ob er den Ex-Offenbacher schon in der Startelf bringen wird. „Ihm fehlt noch etwas die Spielpraxis“, sagte der Trainer. Der 25-jährige Mittelfeldspieler Darwiche war im letzten halben Jahr bei den Offenbacher Kickers kaum noch zum Zug gekommen.