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Favoritenrolle ist am Samstag klar vergeben

 Ein hartes Stück Arbeit wartet auf den SV 64 Zweibrücken um Tom Grieser (am Ball): Am Samstag trifft der Letzte der Dritten Liga auf den Zweiten TSB Heilbronn-Horkheim. Foto: Marco Wille
Ein hartes Stück Arbeit wartet auf den SV 64 Zweibrücken um Tom Grieser (am Ball): Am Samstag trifft der Letzte der Dritten Liga auf den Zweiten TSB Heilbronn-Horkheim. Foto: Marco Wille FOTO: Marco Wille
Zweibrücken. Auch die A-Jugend, die Frauen und die zweite Männermannschaft des SV 64 Zweibrücken haben am Wochenende Heimspiele. Das Herren-Saarlandligateam trifft dabei am Samstag auf den TuS Elm-Sprengen. Christian Gauf

Einer der Meisterschaftsfavoriten der Südstaffel der 3. Handballliga gastiert am Samstagabend mit dem TSB Heilbronn-Horkheim in der Westpfalzhalle bei den Zweibrücker Löwen. Und wenn der Tabellenletzte auf den -zweiten trifft, ist auch die Favoritenrolle klar vergeben.

Die Zweibrücker Löwen schafften es in den beiden wichtigen Spielen nach der Weihnachtspause gegen die mitabstiegsgefährdeten Mannschaften der SG Pforzheim-Eutingen und der SG Kronau-Östringen nicht, die erhofften vier Punkte zu holen. Trotz einigermaßen ansprechenden Leistungen reichte es lediglich zu einem Zähler beim Unentschieden gegen Pforzheim - und das wiederum dürfte eigentlich zu wenig sein, um den Klassenerhalt in der 3. Liga noch zu realisieren. Entsprechend gehen die Planungen der Zweibrücker Löwen für die neue Saison sozusagen auch doppelgleisig weiter, jedoch tendenziell mit höherer Gewichtung darauf, zukünftig wieder in der RPS-Oberliga antreten zu müssen.

Es sei denn, der jungen SV-Mannschaft gelängen einige nicht zu erwartende Siege - wie es auch in der letzten Saison klappte, als beispielsweise der spätere Meister und Aufsteiger in die Zweite Bundesliga, die HSG Konstanz oder auch der Gegner vom Samstag, TSB Heilbronn-Horkheim, geschlagen werden konnten.



Im Prinzip hat die junge Mannschaft der Zweibrücker Löwen im Laufe dieser Saison aber schon zu viele der durchaus möglichen Punkte liegen lassen. Ein Faktor, der bislang außerdem ein besseres Abschneiden verhinderte, war auch die Verletzungs- und Krankheitsproblematik, die sich wie ein roter Faden durch die laufende Saison zieht. Auch in der zurückliegenden Woche war an einen normalen Trainingsbetrieb nicht zu denken. Nur zehn Spieler im Montagstraining sowie zwölf mit den A-Jugendlichen am Dienstag bedeuteten alles andere als zufriedenstellende Bedingungen. "Am Mittwoch musste ich das Training dann sogar ganz absagen", so SV-Trainer Tony Hennersdorf.

Und unter diesen Rahmenbedingungen treffen die 64er nun am Samstag auf eine der besten Mannschaften der 3. Liga, nämlich den TSB Heilbronn-Horkheim. "Heilbronn hat mit Sebastian Heymann sicher eines der größten deutschen Handballtalente in seinen Reihen", hebt SV-Trainer Tony Hennersdorf den Mannschaftskapitän der Jugendnationalmannschaft der Jahrgänge 1998 und 99 aus der ansonsten auch sehr homogenen Mannschaft heraus. Mit seinen Qualitäten ist der 1,98 Meter große Rechtshänder einer der absoluten Leistungsträger im Horkheimer Kader und er hat über das Doppelspielrecht bereits einige Spiele in der DKB-Bundesliga im Trikot des Europapokalsiegers FA Göppingen bestritten. "In Horkheim hat Heymann allerdings auch die Möglichkeit, neben zahlreichen, ganz erfahrenen Spielern entsprechend zu reifen und sich zu entwickeln. Die Horkheimer stehen jedenfalls nicht umsonst in der Tabelle so weit vorne", so Hennersdorf.Revanche für die knappe Hinspielniederlage will die männliche A-Jugend des SV 64 Zweibrücken am Sonntagmittag in der Jugendbundesliga nehmen. Denn gegen die HSG Ostfildern verloren die Junglöwen zuletzt knapp mit 29:30. Damals hatte die SV-Truppe aufgrund diverser Verletzungen allerdings ein anderes Gesicht als momentan, weshalb die Jungs von Trainer Tony Hennersdorf hoffen, dass es dieses Mal besser laufen wird. Anpfiff ist am Sonntag um 14 Uhr in der Ignaz-Roth-Halle.

Ebenfalls am Sonntagnachmittag, nämlich um 16 Uhr, empfängt dann die Zweibrücker Frauenmannschaft mit der HSG Hunsrück einen Aufsteiger, der im bisherigen Saisonverlauf sehr stabil wirkte und bereits 14 Punkte eingefahren hat. Damit hat die Truppe aus dem HV Rheinland bereits sieben Zähler mehr als die Mannschaft von Rüdiger Lydorf gesammelt. Wichtig für die Gastgeber wird sein, dass sie die schmerzliche Niederlage der Vorwoche aus den Köpfen rauskriegen, als sie nach zwischenzeitlicher Sieben-Tore-Führung gegen den VTV Mundenheim noch mit 21:22 verloren und damit auch wieder auf den letzten Tabellenplatz der RPS-Oberliga abgerutscht sind.

Durchaus noch mitten im Abstiegskampf befindet sich die zweite Männermannschaft der Zweibrücker Löwen, die in der Saarlandliga meistens gegen die starken Teams überzeugende Leistungen bringt - wie vor 14 Tagen beim klaren Heimsieg gegen Tabellenführer TV Niederwürzbach . Gegen schwächere Teams lässt die Mannschaft dafür regelmäßig Punkte liegen - zuletzt bei der Niederlage in Merchweiler. Am Samstagabend empfängt die SV-Zweite nun den TuS Elm-Sprengen . Dieses Spiel wird im Anschluss an das Drittligaspiel der Ersten um 20 Uhr in der Westpfalzhalle angepfiffen.

Für die SV-Helfer wird dieses Wochenende auch wieder enorm stressig, denn der Aufbau für die Heimspiele in der Westpfalzhalle beginnt bereits am Samstag um 9.45 Uhr. Am Sonntag haben die 64er dann nicht nur den Spielbetrieb in der Ignaz-Roth-Halle abzuwickeln, sie betreuen auch einen Imbiss- und Getränkestand am Hallplatz im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags.