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Pferdesport
Fath bleibt Königin des Fackelspringens

Vanessa Oberer zeigt bei der Prüfung L auf Condor ihr Können.
Vanessa Oberer zeigt bei der Prüfung L auf Condor ihr Können. FOTO: Norbert Rech
Miesau. Das Pfingstturnier in Miesau bot insgesamt exzellenten Sport und eine einzigartige Atmosphäre. Von Norbert Rech

Bianca Fath ist der unangefochtene Star des Fackelspringens in Miesau. Das stellte die Höheischweilerin am Pfingstsonntag einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis. Bei dem Wettbewerb nahm sie gleich mit vier Pferden teil. Diesmal gelang es der Spezialistin für diese Disziplin auf Quenta mit mehr als drei Sekunden Vorsprung das beste Ergebnis zu erzielen. Überhaupt ist das Fackelspringen mit 21 Startern der Höhepunkt des dreitägigen Turniers des örtlichen Reit- und Fahrvereins. Bei den Besuchern, von denen auch dieses Jahr wieder mehr als 3000 gezählt worden seien, wird vor allem die Atmosphäre geschätzt. So werden Leuchten an den Hindernissen angebracht, was eine zusätzliche Herausforderung für Reiter und Pferde bedeutet. „Wir sind die einzigen, die einen solchen Wettbewerb anbieten“, erklärt Traudel Grinda, die Geschäftsführerin des Vereins, die maßgeblich für die Vorbereitungen des Turniers verantwortlich war.

Insgesamt zieht sie eine positive Bilanz – auch wenn der Sonntagnachmittag etwas unter dem schlechten Regenwetter gelitten habe: „Dafür wurden wir am Montag mit zahlreichen Gästen entschädigt.“ Die Zuschauer würden in Miesau nicht nur den gebotenen Sport schätzen, sondern auch das Umfeld. So führe so mancher Pfingstausflug zum Festplatz, wo Bekannte und Freunde für ein nettes Gespräch anzutreffen seien.
Ein richtiges Comeback feierte Katharina Burgard. Bei drei Starts gelang es der Bechhoferin, zwei zweite Plätze zu belegen und darüber hinaus einmal Dritte zu werden. Bei der Springprüfung Kl. M * lag der Abstand zur Erstplatzierten Beate Schmitt nur bei einer Sekunde. „Es ist oft ganz knapp“, so Burgard, die sich hier mit Waretina geschlagen geben musste. Die 33-Jährige, die für den RFV Bundenbacherhöhe antritt, züchtet ihre Pferde selbst. Im vergangenen Jahr musste sie wegen der Geburt ihres Kindes in Miesau pausieren. Trainiert werde meistens daheim in ihrer eigenen kleinen Halle. Doch manchmal fahre sie auch nach Kleinbundenbach, um dort größere Springübungen machen zu können. Wichtig ist der jungen Mutter vor allem der tägliche Umgang mit ihren Pferden: „Das ist es schließlich, was diesen Sport ausmacht.“ Miesau sieht die Bechhoferin selbstverständlich als zweites Heimspiel, bei dem sie sich über Erfolge gleich doppelt freue. Bei der Punktespringprüfung M* mit Joker war es Daniel Fischer aus Thaleischweiler-Fröschen, der vor ihr lag. Dieser konnte auch die Springprüfung Kl. L gewinnen und holte gleich zwei Siegerschärpen mit nach Hause. Viel Applaus gab es für die erst zwölfjährige Charlotte Stuppi aus Käshofen, der es gelang, in der Springprüfung Kl. A* den dritten Platz zu erreiten. Die Jugendliche nimmt derzeit am Basisförderprogramm des Landespferdesportverbandes teil.

Das Turnier in Miesau bot den Zuschauern auch Showelemente. So gab es eine Dressur-Kür für Barockpferde, die das Publikum begeisterte. Dabei tragen die Reiter Kostüme und die Tiere sind geschmückt. Die beste Vorstellung zeigte hier Amore Mio, geritten von Torsten Milz.