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Fahrkarte für Hawaii gelöst

 Geschafft: Oliver Spurzem reißt überglücklich nach dem Ziel die Arme hoch. Foto: Privat
Geschafft: Oliver Spurzem reißt überglücklich nach dem Ziel die Arme hoch. Foto: Privat FOTO: Privat
Zweibrücken/Frankfurt. Oliver Spurzem hat es geschafft: Der Triathlet der Wassersportfreunde Zweibrücken hat sich am Sonntag beim Iron Man in Frankfurt für die WM auf Hawaii qualifiziert. Der 37-Jährige brauchte 9:18 Stunden. Werner Kipper

Der Triathlet der Wassersportfreunde (Wsf) Zweibrücken , Oliver Spurzem, ist überglücklich, ist am Ziel seiner Wünsche angelangt. Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Der 37-jährige Angehörige der Bundeswehr hat sich am Sonntag beim Iron Man in Frankfurt die Fahrkarte für die Weltmeisterschaften am 11. Oktober auf Hawaii gesichert. Der Zweibrücker wurde nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad und dem Lauf über die Marathonstrecke (42,195 km) in 9:18 Stunden gestoppt.

"Im vergangenen Jahr habe ich um rund vier Minuten die Qualifikation für Hawaii verpasst", blickt er zurück, als er nach 9:24 Stunden ins Ziel gekommen war. Wohl hing bisweilen die Quali an einem seidenen Faden, aber im Endklassement sah sich Spurzem für seine Anstrengungen belohnt.

Da der Start im Langener Waldsee bereits um 6.45 Uhr in der ersten Gruppe mit den Profis, "da bleiben die ganz großen Schlägereien im Wasser aus", musste der Triathlet bereits um 3.15 Uhr aufstehen, um sich auf die Anstrengungen vorzubereiten. "Zum Frühstück habe ich leicht verdauliche Energiereserven zu mir genommen", erklärt er seine Vorbereitung, denn er verweigere die berüchtigten Nudelpartys am Vorabend des Wettkampfes. "Ich vertraue auf meine eigene Verpflegung und auch während des Laufs wurde er von seiner Lebensgefährtin auf der Rad- und Laufstrecke versorgt.

Wohl blieb Spurzem auf der Schwimmstrecke mit 57:08 Minuten um rund eine Minute über seinem Soll, doch auf der anspruchsvollen Radstrecke, auf der bis zu 1000 Höhenmeter zu bewältigen waren fuhr er mit einem Schnitt von 36,3 Kilometer pro Stunde den kleinen Rückstand wieder heraus. Erstaunlich gut kam der Triathlet dabei mit der Hitze zurecht, die ihm keinerlei größere Schwierigkeiten bereitete. Auch im Marathonlauf blieb er in 3:16 Stunden "etwas über Plan", doch in der Endabrechnung war Oliver Spurzem mit sich zufrieden.

Nach den Anstrengungen steht nunmehr eine zweiwöchige Regenerationsphase an, in der der 37-Jährige in der ersten Woche, neben viel Schlaf, schon wieder leicht trainiert. Wichtig ist auch eine entsprechende Flüssigkeitsaufnahme beim Schwimmen und Radfahren. Erst in der zweiten Woche beginnt er mit dem Laufen.

"Nachdem das mit Hawaii erfolgreich geklappt hat, muss ich neue Trainingspläne aufstellen. Eine WM ist schließlich nicht alltäglich", erklärt er. Um optimal vorbereitet zu sein, plant er bereits 14 Tage vor dem Start nach Hawaii zu fliegen, um sich zu akklimatisieren. Eine Faustregel besagt, dass pro Stunde Zeitverschiebung ein Tag eingeplant werden soll. "Die Zeitverschiebung von Deutschland zu Hawaii beträgt zwölf Stunden. Demnach ist die frühe Anreise ausreichend."