| 00:00 Uhr

Fackelspringen eine Augenweide

 Der Kleinbundenbacher Karl Rubly belegte mit Zymbal in der Stilspringprüfung A (**) II den zweiten Platz beim dreitägigen Reitturnier in Miesau. Fotos: Norbert Rech
Der Kleinbundenbacher Karl Rubly belegte mit Zymbal in der Stilspringprüfung A (**) II den zweiten Platz beim dreitägigen Reitturnier in Miesau. Fotos: Norbert Rech
Miesau. Neben dem Fackelspringen und der Barockschau sorgten vor allem die Lokalmatadore, wie Katharina Burgard, Karl Rubly, Leonie Bischoff und Karsten Schäfer, für Begeisterung unter den zahlreichen Zuschauern beim Reit- und Springturnier an Pfingsten in Miesau. Norbert Rech

Eine tolle Atmosphäre und exzellenten Sport bot bei den Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen das Reit- und Springturnier am Pfingstwochenende in Miesau. Einer der Höhepunkte war wieder das traditionelle Fackelspringen, das die Besucher bereits seit Jahrzehnten in ihren Bann zieht. Dabei werden Leuchten an den Hindernissen angebracht, was eine zusätzliche Herausforderung für Pferde und Reiter bedeutet. Vor den voll besetzten Rängen siegte Bianca Fath vom RSV Höheischweiler mit der Stute Quenta. 4,78 Sekunden dahinter lag Cristina Eiswirth vom RV Blieskastel mit dem Zweibrücker Schimmel Don Willibald. Dritte wurde Simone Krah auf der Stute Let`s Dance.

Zuvor wurden am Sonntagabend die zahlreich erschienenen Gäste mit einer Barockschau begeistert, bei der die Reiter kostümiert über den Parcours trabten.

Erfolgreich waren vor allem die Reiter aus dem Zweibrücker Land. So gewann unter anderem Katharina Burgard auf der achtjährigen Stute Warentina die Springprüfung der Klasse M deutlich. Sie hatte nach 470 Metern und elf Sprüngen bei zehn Hindernissen einen Vorsprung von 9,58 Sekunden vor Anna Karnasiotis vom RFV Homburg, die mit ihrem Hengst Scooby angetreten war. Burgard freute sich riesig über den Sieg. Die Hitze habe ihren Pferden weniger zugesetzt: "Man darf nicht so oft starten. Man muss für Abkühlung und genügend Wasser sorgen." Die Vorteile von Warentina, die bereits "eine Oma" sei, würden in der Ruhe des Pferdes liegen. Die Bechhoferin züchtet ihre Pferde selbst, startet für den RFV Bundenbacherhöhe, trainiert allerdings in ihrem Heimatort. Beim Springprüfen M mit Stechen belegte sie mit der Stute den dritten Platz.

Einen Sieg konnte auch der Käshofer Karsten Schäfer in der Springprüfung Abteilung II feiern. Der Kleinbundenbacher Karl Rubly belegte mit Zymbal in der Stielspringprüfung A (**) II den zweiten Platz. Die Miesauerin Leonie Bischoff gewann den PSJ-Cup.

Eine positive Bilanz zog Traudel Grinda, die maßgeblich für die Organisation des dreitägigen Reitturniers zuständig war: "Wir sind trotz der Hitze sehr zufrieden." In Miesau stünde das ländliche Ambiente im Vordergrund. Es handele sich beinahe schon um ein Familienfest. "Die Besucher und Teilnehmer kennen sich oft schon über viele Jahre", erläuterte Grinda. So waren mit 700 Pferden sogar mehr Teilnehmer beim Turnier am Start als vorgesehen.