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Pferdesport
Eva Bitter bereitet Pferdefreunde auf Turniersaison vor

Paul Hendel, Ramona Schmitt und Hans-Günter Klein ließen sich von Eva Bitter ebenso fit machen für die Saison, wie Melanie Bischoff (von links).
Paul Hendel, Ramona Schmitt und Hans-Günter Klein ließen sich von Eva Bitter ebenso fit machen für die Saison, wie Melanie Bischoff (von links). FOTO: Cordula von Waldow
Wiesbach. Die Veranstaltung auf dem Gestüt Etzenbacher Mühle ließen sich rund 30 Reiter- und Pferdepaare der weiten Region nicht entgehen. Von Cordula von Waldow

 „Sehr gut, Ramona. Das hat richtig gut ausgesehen: Du hast nichts dem Zufall überlassen und dem Pferd jede Distanz vorgegeben“, lobt Eva Bitter. Die mehrfache deutsche Meisterin im Spring­reiten aus Bad Essen bereitete auf Einladung des Gestüts Etzenbacher Mühle in einem ausgebuchten Lehrgang fast 30 Reiter- und Pferdepaare der Region auf die Turniersaison 2018 vor. Ramona Schmitt, langjährige Ausbilderin aus dem Stall des Pirmasensers Manfred Schenk, hatte mit Can Fly eine siebenjährige Nachwuchsstute gesattelt.

„Wir gehen in diesem Jahr Springpferdeprüfungen in L und M an, sowie Fehler und Zeit in Klasse L, je nachdem, wie es sich anlässt, auch in der mittelschweren Klasse“, plant die 57-jährige Amazone, die für den RFV Neunkirchen-City sattelt. Sie war mit dem Lehrgangsergebnis ebenso zufrieden wie Eva Bitter. Die Ausbilderin legt Wert auf die Rittigkeit der Pferde. So wurde am ersten Tag in einem „Endlos-Parcours“ in „Trainingsatmosphäre“ das „Vorwärts- und Rückwärtsreiten“ der Pferde trainiert, um jede Distanz kontrollieren zu können.

Am zweiten Tag stellten farbenprächtige Hindernisse auf geraden und gebogenen Linien, aus der Ecke heraus anreiten sowie Kombinationen Bedingungen, wie auf dem Turnier. Mit Melanie Bischoff, Hans-Günter Klein vom Gestüt Welvert, dem Käshofer Karsten Schäfer, Fabiano Meyer-Giuli von der Reitanlage Penth bei Illingen oder der Einöderin Stefanie Linn waren es vorwiegend  Profis, die von einer der besten deutschen Amazonen lernen wollen. Eigens aus Luxemburg angereist waren Kirby und Paul Hendel. „Ich wollte wieder rein kommen nach der Winterpause“, erklärte die mehrfache Landesmeisterin Melanie Bischoff vom RFV Miesau. Die Profitipps der erfolgreichen Reiterin und auch die Möglichkeiten in der großen Reithalle auf der Etzenbacher Mühle und die aufwändigen Parcoursaufbauten seien perfekt dafür geeignet.



Wie auf den großen Turnieren lag sogar eine große, blaue Folie als Wassergraben unter einem Hindernis. Die mehrfache Teilnehmerin an der Deutschen Meisterschaft hofft, auch in diesem Jahr das Ticket zu lösen und erneut den Landesmeistertitel der Amazonen zu erobern. Mit Marshall Coghburn hat sie, nachdem ihre Erfolgsstute Arcasia 19-jährig in die wohlverdiente Rente ging, aktuell nur ein Pferd unter dem Sattel.

Karsten Schäfer, Pferdewirtschaftsmeister aus Käshofen, hat mit Lilly S und Diablesse gleich seine beiden Top-Pferde mitgebracht. „Es sind die kleinen Tipps, die mich weiterbringen und Eva Bitter weiß ganz genau, worauf es ankommt“, lobt er. Hilfreich fand auch Jelte Blass von der RSG Berghof-Einöd die Unterstützung für ihre Arbeit mit dem neunjährigen, selbst gezogenen Wallach Leipzig B. „Wir bereiten uns jetzt auf die schwere Klasse vor“, erklärt die 15-jährige Amazone. Mit Rahmannshof Cornet und der ebenfalls selbst gezogenen Charlotte B will sie sich in diesem Jahr in der schweren Klasse festigen.