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European Games
Jasmin Külbs kämpft in Minsk um EM-Medaille

 Mit Selbstvertrauen geht JCZ-Judoka Jasmin Külbs (links) bei den Europameisterschaften auf die Matte.
Mit Selbstvertrauen geht JCZ-Judoka Jasmin Külbs (links) bei den Europameisterschaften auf die Matte. FOTO: picture alliance / Jonas Güttler / Jonas Güttler
Minsk/Zweibrücken. Die Judoka des 1. JC Zweibrücken will nicht mit leeren Händen von den European Games zurückkehren. Von Svenja Hofer

Immer weiter pirscht sich Jasmin Külbs in der Olympia-Rangliste nach vorne. Durch ihre zuletzt guten Auftritte – mit jeweils Platz drei – bei den Grand-Prix-Wettkämpfen in der Türkei und in China hat die Judoka des 1. JC Zweibrücken fleißig Punkte gesammelt (wir berichteten). Diese gute Serie will die 27-Jährige auch bei den Euopean Games, in deren Rahmen im weißrussischen Minsk auch die Judo-Europameisterschaften ausgetragen werden, fortsetzen.

„Ich will auf jeden Fall mit einer Medaille nach Hause kommen“, macht die Schwergewichtskämpferin ihre Zielsetzung ganz klar. Bei der ersten Auflage der Europaspiele vor vier Jahren in Baku sicherte sich Jasmin Külbs die EM-Silbermedaille. Sammelte auch hier wichtige Punkte für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen in Rio 2016.

Külbs, die sich nach ihrer langen Schulterverletzung im vergangenen Jahr mittlerweile eindrucksvoll zurückgemeldet hat, hat sich durch die beiden Bronzemedaillen zuletzt Sicherheit und Stabilität auf der Matte erarbeitet. Es seien weitere wichtige Schritte nach vorne gewesen, erklärt die deutsche Meisterin, die bereits seit Mitte der Woche mit dem deutschen Nationalteam in Weißrussland ist und dort nach dem letzten Feinschliff im Training die Spannung vor dem Wettkampf der Klasse über 78 Kilogramm an diesem Montag hoch halten muss.



Abfallen kann diese Spannung auch nach den European Games noch nicht. Vielmehr geht das straffe Wettkampfprogramm für die Pfälzerin gleich weiter. Einem Konditionsblock in Köln „für Athletik und Fitness, um noch mehr raushauen zu können“, folgt Ende Juli ein Grand-Prix in Zagreb. Dann geht es für die Judoka bereits in die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften in Tokio (25. August bis 1. September), dem Austragungsort der Olympischen Spiele 2020. Trotz der verletzungsbedingten Pause nach ihrer erneuten Schulter-OP im vergangenen Jahr, sei das intensive Programm für Jasmin Külbs kein großes Problem. „Ich bin wieder fit – und ich kenne das ja nicht anders“, betont sie. Die Gelassenheit, mit der die gebürtige Böhl-Iggelheimerin die heiße Olympia-Qualifikationsphase angeht, erklärt sie auch damit, dass sie diesen Kampf um ein Ticket „vor vier Jahren schon einmal erfolgreich mitgemacht hat. Ich bin da echt noch entspannt.“ Nichtsdestotrotz soll am Montag in Minsk das nächste Edelmetall her – und damit auch die nächsten Zähler für den Traum vom zweiten Olympiastart bei den Spielen 2020 in Tokio.