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Erneut starkes Rennen
„Es ist ziemlich cool gelaufen“

Gut durch das Gewühl ist Moritz Bartels bei der Freiwasser-DM gekommen.
Gut durch das Gewühl ist Moritz Bartels bei der Freiwasser-DM gekommen. FOTO: picture alliance / dpa / Friso Gentsch
Mölln. Bei der Freiwasser-DM feiert Moritz Bartels nach Gold über die zehn einen starken vierten Platz über die fünf Kilometer. Von Svenja Hofer

 Platz drei hat Moritz Bartels lange im Visier. Der Schwimmer der Wassersportfreunde Zweibrücken hängt sich mit aller Kraft an die Füße des Vordermanns dran. Im Ende muss er die deutschen Spitzenschwimmer über die fünf Kilometer bei der Freiwasser-DM aber doch wegziehen lassen. So steigt der 19-Jährige nach 54:14,50 Minuten hinter Sieger Marcus Herwig (SC Magdeburg, 54:06,02 min), Ruwen Straub (SV Würzburg, 54:08,13 min) und Sören Meißner (SV Würzburg, 54:11,77 min) als Vierter aus dem Schulsee in Mölln (Schleswig-Holstein).

„Ich wusste im Vorhinein, dass die Jungs schnell loslegen würden, weil es für sie noch um die EM-Quali ging“, erklärt Bartels nach dem schnellen Rennen. In dem er es zunächst dennoch schafft, dass hohe Tempo mitzugehen. Allerdings mit hohem Kraftaufwand. „Normalerweise kann man Kraft sparen, wenn man im Wasserschatten schwimmt, aber hier musste ich wirklich alles geben, um dran zu bleiben.“ Und so hat der Zweibrücker, der für die SSG Saar Max Ritter startet, auch auf den letzten Metern noch einmal alles versucht, um Platz drei noch zu erreichen. „Doch die Jungs waren hinten raus einfach zu schnell“, betont Bartels. Der dennoch „ziemlich zufrieden“ mit der Platzierung über die fünf Kilometer ist. Zumal mit dem Erfolg zum Auftakt der Freiwasser-DM im Rücken. Denn schon am Donnerstag hatte der US-Student über die zehn Kilometer groß aufgetrumpft (wir berichteten), indem er sich Gold über die zehn Kilometer der Männer sicherte. Die gesamte deutsche Konkurrenz hinter sich ließ. Daher kann das Gesamtfazit der nationalen Titelkämpfe nur „absolut positiv“ ausfallen. „Es ist ziemlich cool, wie es gelaufen ist. Ich habe mir vor dem Wettkampf gar keinen großen Druck gemacht, weil ich gar nicht genau wusste, wo ich stehe“, erklärt Moritz Bartels, dessen Training an der Grand Valley State University in Allendale Michigan ganz anders aussieht als das zu Hause.

Nach der DM ist vor der DM heißt es nun ab heute für Moritz Bartels. „Jetzt bereite ich mich auf die DM im Becken vor, die in zweieinhalb Wochen in Berlin stattfindet“, erklärt er. Nach diesem Saisonabschluss geht es nach zweiwöchiger Pause und zwei weiteren Trainingswochen zurück in die USA. „Wo es dann auch schon schnell wieder weiter geht.“



Nicht wirklich weiter ging der Wettkampf in Mölln für Bartels Teamkollegen Nick Werner. Nach der Aufgabe über die 7,5 Kilometer – Werner hatte einen Tritt an die Schulter abbekommen und plagte sich mit Schmerzen – kam er auch in der Staffel nicht mehr zum Zug. Sein Vordermann hatte die Badekappe verloren und so war das Rennen gelaufen. Ihren Start bei der Freiwasser-DM abgesagt hatten die beiden Wsf-Schwimmer Carl Morris Magold und Felix Bartels, der gerade an seiner Bachelorarbeit schreibt.

Platz eins und Platz vier sind die Ausbeute von Moritz Bartels.
Platz eins und Platz vier sind die Ausbeute von Moritz Bartels. FOTO: Bartels/Privat