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Es geht ums Prestige

 Gegen eine Wiederholung des Vorjahreserfolgs hätte der TSC nichts einzuwenden. Foto: Wille/pmz
Gegen eine Wiederholung des Vorjahreserfolgs hätte der TSC nichts einzuwenden. Foto: Wille/pmz FOTO: Wille/pmz
Zweibrücken. Der TSC Zweibrücken ist der Gejagte, wenn heute Abend traditionell zum Jahresanfang die Zweibrücker Hallenfußball-Stadtmeisterschaft angepfiffen wird. In der Favoritenrolle sieht sich TSC-Trainer Sanel Nuhic nicht unbedingt. Svenja Kissel

Zwar ruht der Ball auf den Plätzen, von fußballfreier Zeit ist jedoch keine Spur. Heute wird traditionell ab 18.30 Uhr in der Westpfalzhalle die Fußball-Stadtmeisterschaft mit der Gruppenphase eröffnet. Als Titelverteidiger geht der TSC Zweibrücken ins Rennen. Den Start der 35. Auflage heute Abend machen der SV Ixheim und die zweite VBZ-Mannschaft. Sie gehören zu den elf Teams, die dem Bezirksliga-Spitzenreiter den Pott abjagen möchten.

TSC-Trainer Sanel Nuhic sieht das gelassen. "Schon im letzten Jahr war mir die Runde eigentlich wichtiger", erklärt er. Dennoch würde es Nuhic nicht ablehnen, wenn seine Mannschaft zum Start des Jahres wieder erfolgreich wäre. "Für mich ist jedoch am wichtigsten, dass sich keiner verletzt. Wenn es nach mir ginge, könnten in der Halle Wolfgang Schön (Vorsitzender, Anm. d. Red.), Thomas Wittenmeier (Spielleiter) und Sanel Nuhic auflaufen, die jungen Spieler zuschauen und sich amüsieren", sagt er lachend. Da es aber ums Prestige geht, "werden wir mit der besten Mannschaft antreten." Bei der Stadtmeisterschaft wolle jeder immer alles geben. "Auch die 500, 600 Zuschauer sind nicht alle gewöhnt. Da geht's schon rund", sagt Nuhic nicht ganz unbesorgt. So werde er wohl auch auf die Spieler verzichten, die zuletzt angeschlagen waren. Etwa Kapitän Tobias Schön und Philipp Jakob, "die in der Halle sicher das ein oder andere Tor geschossen hätten". Als Favorit sieht Nuhic sein Team daher nicht unbedingt. "Mit den VBZ ist immer zu rechnen. Auch Ixheim hat in diesem Jahr eine starke Hallentruppe zusammen. Wenn die SG Hornbach /Rimschweiler mit der besten Mannschaft antritt, rechne ich auch dieser Außenseiterchancen aus." Bereits im vergangenen Jahr überraschte der B-Ligist mit dem Einzug ins Finale, wo das Team dem TSC mit 2:8 unterlag.

Bevor die Nuhic-Truppe den VB Zweibrücken 2014 den Hattrick vermieste, erkämpften sich die Bewegungsspieler zuvor zwei Jahre hintereinander den Pott. Doch auch der neue VBZ-Trainer David Schwartz geht der Meisterschaft mit gemischten Gefühlen entgegen. "Wenn es um die Halle geht, bin ich zwiegespalten. Zum einen macht es großen Spaß, jeder will diese Stadtmeisterschaft gewinnen. Die Konkurrenz unter den Zweibrücker Vereinen ist da schon gegeben. Auf der anderen Seite sehe ich immer das Verletzungsrisiko." Nachdem die letzten Wochen vor der Pause in der Liga so gut gelaufen seien, möchte Schwartz sich das ungern durch längere Ausfälle kaputtmachen. "Dennoch nehmen wir das ganze ernst und wollen so weit kommen, wie es geht." Daher werden die VB auch mit den Spielern der ersten Mannschaft antreten. In der Favoritenrolle sieht der 33-Jährige allerdings andere: Wenn Regionalligist SVN Zweibrücken nicht mit der ersten Mannschaft anreist, "dann muss man fast schon den TSC nennen". Die Mannschaft habe viele junge, technisch sehr starke Spieler. "Wir haben aber sicher auch ein gutes Team zusammen. Die Übrigen sind für mich schwer einzuschätzen, viele kenne ich gar nicht - ich lasse mich überraschen."

Ohne große Ambitionen geht der SVN in den Kampf um die Stadtmeister-Krone. "Wir werden vor allem mit Spielern der zweiten Mannschaft antreten", erklärt der Vorsitzende Richard Denger. "Wir würden gerne auch die Erste schicken, aber der Termin ist einfach zu früh für uns." Die Vorbereitung beim Regionalligisten startet am 8. Januar, bis dahin ist ein Großteil der Spieler gar nicht vor Ort. Dementsprechend niedrig stuft Denger die Chancen ein, mit dem Titel in der Halle etwas zu tun zu haben. "Wir sind da eigentlich unter ferner liefen." Die Prioritäten beim Regionalligisten seien derzeit andere.

Ähnlich gut abzuschneiden wie im vergangenen Jahr erhofft sich Ausrichter TuS Rimschweiler. Die erste Mannschaft der SG Hornbach /Rimschweiler bekommt es in ihrer Gruppe mit Mittelbach-Hengstbach und dem SVN zu tun. "Ich glaube schon, dass wir die Vorrunde überstehen", gibt sich Hans-Peter Schmidt, stellvertretender Vorsitzender zuversichtlich. Ob dem B-Ligisten erneut eine Überraschung wie im vergangenen Jahr gelingen wird, hänge immer auch davon ab, mit welcher Mannschaft die einzelnen Teilnehmer auflaufen. "Wünschen würden wir es uns natürlich."

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Auf einen BlickGruppeneinteilung: Gruppe A: SV Ixheim I, VB Zweibrücken II, SG Hornbach /Rimschweiler II; Gruppe B: FC Oberauerbach, TuS Wattweiler, TSC Zweibrücken II; Gruppe C: SG Hornbach /Rimschweiler I, TSG Mittelbach-Hengstbach, SVN Zweibrücken ; Gruppe D: TSC Zweibrücken I, SV Ixheim II, VB Zweibrücken I; Spielplan:Freitag, 2. Januar: 18.30 Uhr: SV Ixheim I - VB Zweibrücken II; 18.43 Uhr: FC Oberauerbach - TuS Wattweiler; 18.56 Uhr: SG Hornbach /Rimschweiler I - TSG Mittelbach-Hengstbach; 19.09 Uhr: SV Ixheim II - TSC Zweibrücken I; 19.43 Uhr: SV Ixheim I - SG Hornbach /Rimschweiler II; 19.56 Uhr: FC Oberauerbach - TSC Zweibrücken II; 20.09 Uhr: SG Hornbach /Rimschweiler I - SVN Zweibrücken ; 20.22 Uhr: SV Ixheim II - VB Zweibrücken I.Samstag, 3. Januar: 18 Uhr: VB Zweibrücken II - SG Hornbach /Rimschweiler II; 18.13 Uhr: TuS Wattweiler - TSC Zweibrücken II; 18.26 Uhr: TSG Mittelbach-Hengstbach - SVN Zweibrücken ; 18.39 Uhr: TSC Zweibrücken I - VB Zweibrücken I;Das Viertelfinale beginnt um 19.07 Uhr, die Halbfinal-Begegnungen sind für 20.08 Uhr und 20.23 Uhr angesetzt. Das Spiel um Platz drei wird um 20.38 Uhr angepfiffen, das Finale um 20.49 Uhr. ski