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Guter Auftakt
Erste Pflicht im neuen Jahr erfüllt

Aric Schinke (Mitte) hat am Sonntag ein gutes Spiel für die Hornets abgeliefert. Hier setzt er sich gegen Stuttgarts Dustin Ketzler (li.) und Tim Becker durch.
Aric Schinke (Mitte) hat am Sonntag ein gutes Spiel für die Hornets abgeliefert. Hier setzt er sich gegen Stuttgarts Dustin Ketzler (li.) und Tim Becker durch. FOTO: Marco Wille / Marco Wille; www.marcowille.de
Zweibrücken. Trotz des 8:1-Siegs der Hornets gegen Stuttgart ist Trainer Tomas Vodicka nicht überzeugt von dem Auftritt seines Teams. Von Svenja Hofer

Es bleibt spannend im Kampf um einen Playoff-Platz in der Eishockey-Regionalliga Südwest. Spannend gemacht hat es der EHC Zweibrücken am Sonntagabend im ersten Spiel des Jahres zuhause gegen den Stuttgarter EC nur im ersten Drittel. Mit 8:1 (1:0/4:1/3:0) setzte sich die Mannschaft von Trainer Tomas Vodicka am Ende doch deutlich durch – und sicherte damit den ersten Pflichtsieg auf dem ersehnten Weg in die Playoffs. Noch liegen die Hornets allerdings weiterhin einen Platz hinter dem dafür nötigen vierten Rang. Durch seinen 6:2-Erfolg gegen Ravensburg hat diesen weiterhin der ESC Hügelsheim inne, der bei einem Spiel weniger einen Zähler mehr auf dem Konto hat als die Zweibrücker.

Und trotz des hohen Sieges gegen den Tabellenvorletzten aus Stuttgart war Tomas Vodicka am Sonntagabend nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs. „Mich hat das nicht überzeugt“, beklagt er die mangelnde Einstellung einiger seiner Spieler. Alles, was dem Trainer im letzten Spiel des Jahres beim Tabellenzweiten in Bietigheim trotz der Niederlage so gut gefallen hätte, sei wieder verschwunden gewesen. „Es funktioniert einfach nicht, wenn wir nicht wie eine Mannschaft spielen. Man kann die Schuld nicht immer bei den anderen suchen und denken, man selbst sei der Beste. So lange sich das nicht ändert, wird das nichts mit den Playoffs“, findet der EHC-Coach klare Worte. Zu schwer werde es mit diesem Auftreten vor allem gegen die starken Gegner. Es habe auch an dieser Einstellung gelegen, dass seine Mannschaft so lange gebraucht hat, um in das Spiel gegen die lediglich mit zwei Reihen besetzten Stuttgarter reinzukommen. Erst nach 18 Minuten gelang den Hornets in Überzahl vor mehr als 800 Zuschauern durch Kenneth Matheson der erste Treffer. Zuvor scheiterte Pascal Sefrin einmal an der Latte (6.), Matheson am Pfosten (11.). Mit der knappen 1:0-Führung ging es in die erste Drittelpause.

Nachdem „ich in der Kabine deutliche Ansagen gemacht habe“, sei das Spiel seiner Mannschaft im zweiten Durchgang etwas besser geworden, aber immer noch weit weg von dem gewesen, was Tomas Vodicka sich vorstellt. Und davon, was in den kommenden Wochen noch nötig sein wird, wollen die Zweibrücker den Einzug in die Playoffs tatsächlich noch schaffen. Immerhin schienen die Gastgeber im zweiten Drittel aber viel wacher als zu Beginn. Nur kurz nach Wiederanpfiff manövrierte Matheson den Puck erneut vorbei an Stuttgarts Goalie Andreas Räth. 2:0 für die Hornets. Sechs Minuten später erzielte Maximilian Dörr nach schöner Vorarbeit von Brad Cuzner und Kenneth Matheson das 3:0. Bei seinem Treffer zum 4:0 hatte Aric Schinke etwas Glück, dass der Puck nach seinem Pfostenschuss vom Rücken des Rebels-Schlussmanns noch ins Tor fiel (30.). Kurz darauf erhöhte Michael Neumann auf 5:0 (32.). Kurz vor Ende des Drittels gelang den Stuttgartern der erste Treffer – und das in Unterzahl. EHCZ-Goalie Tobias Chadim war bei dem Schuss von Eric Strieska ohne Chance. Trotz des Gegentreffers sollte auch im Schlussabschnitt nichts mehr anbrennen. Gegen die immer stärker nachlassenden Gäste mussten sich die Zweibrücker nicht mehr groß bemühen. Aric Schinke erhöhte mit seinem zweiten Treffer des Abends dennoch schnell auf 6:1 (41.), Brad Cuzner legte mit seinem Doppelpack zwei weitere Treffer zum 8:1 nach (45., 57.). Zudem vereitelte Tobias Chadim einen Penalty von Eric Strieska. „Hut ab vor den Stuttgartern, die mit nur zwei Reihen dieses Spiel durchgezogen und nie aufgegeben haben“, zollt Tomas Vodicka dem Gegner Respekt. Die Leistung seiner eigenen Mannschaft hingegen habe ihn nicht überzeugt. „Dennoch sind die drei Punkte natürlich das wichtigste.“



Denn durch den Sieg bleibt der EHC auf Tuchfühlung zu den Playoff-Plätzen. Dennoch bedeuten die drei Zähler für die Hornets lediglich den ersten Schritt auf dem noch harten Weg in den verbleibenden sechs Spielen der Hauptrunde. Der nächste soll am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellensechsten EV Ravensburg folgen. „Ravensburg liegt in der Tabelle hinter uns und wir haben unser Publikum im Rücken, da sind drei Punkte wieder Pflicht“, erklärt Tomas Vodicka.