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Wieder gescheitert
Erneut platzt der Traum in der Relegation

Chancen haben sich die Bliesmenger (in Rot) in der Relegation gegen Rehlingen einige erspielt. Aber vor der tollen Kulisse, auch zahlreiche SVB-Fans waren in Großrosseln dabei, haben sie noch zu wenige genutzt. So stand am Ende die pure Enttäuschung.
Chancen haben sich die Bliesmenger (in Rot) in der Relegation gegen Rehlingen einige erspielt. Aber vor der tollen Kulisse, auch zahlreiche SVB-Fans waren in Großrosseln dabei, haben sie noch zu wenige genutzt. So stand am Ende die pure Enttäuschung. FOTO: Svenja Hofer
Großrosseln. Fußball: Der SV Bliesmengen-Bolchen verpasst Saarlandliga-Aufstieg durch 3:6 nach Verlängerung gegen die SF Rehlingen. Von Markus Hagen

Vollkommen erschöpft, völlig enttäuscht sacken die Spieler nach 120 Minuten auf den Rasen. Auch im zweiten Anlauf in Folge hat es für den SV Bliesmengen-Bolchen nicht geklappt: Der Vizemeister der Verbandsliga Nordost scheiterte erneut in der Relegation am Aufstieg in die Fußball-Saarlandliga. Nachdem das Team von Trainer Patrick Bähr nach der vergangenen Saison bereits gegen die FSG Bous im Aufstiegsspiel mit 1:4 den Kürzeren zog, scheiterten die Bliesmenger am Freitagabend in Großrosseln durch eine 3:6-Niederlage nach Verlängerung am Vizemeister der Verbandsliga Südwest, den Sportfreunde Rehlingen-Fremersdorf

„Da war alles möglich, auch für uns“, stellte Mengens Trainer fest. Leider habe sich sein Team im Verlauf der 120 Minuten zu viele Fehler in der Defensive geleistet. „ Und Rehlingen nutzte seine Chancen besser, erst Recht in der Verlängerung, als sie praktisch aus jedem Schuss ein Tor machten.“

Den besseren Start vor rund 800 Zuschauern hatte der SV Bliesmengen/Bolchen. Schon nach zwei Minuten hätte Patrick Buch den SVB in Führung bringen können. Acht Minuten später hatte Rehlingen-Fremersdorf in diesem offenen Spiel durch ihren Torjäger Sascha Schröder eine sehr gute Einschussgelegenheit. Dann musste Bähr vorzeitig wechseln. Patrick Vitt, dessen Einsatz wegen Muskelproblemen fraglich war, musste nach 16 Minuten passen. „Das war bitte für uns, dass er nicht weiterspielen konnte. Aber seine Beschwerden waren zu groß“, erklärt Bähr. Steffen Nagel kam für Vitt in die Partie. Nach einer halben Stunde jubelten die vielen Fans aus dem Bliestal. Matthias Munz traf zum 1:0. Aber der Treffer wurde wegen angeblicher Abseitsstellung aberkannt. 0:0 stand es so nach 45 Minuten, in einer Partie mit sehr wenigen Höhepunkten vor beiden Toren.



Offen ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter. SFR-Spieler Sarhe Ciftci hatte nach nicht einmal einer Minute die Großchance zum 1:0. Aber nach einem Alleingang versagten ihm die Nerven, als er den Ball neben das Tor setzte. Auf der Gegenseite jubelte Bliesmengen. Torjäger Matthias Munz (49.) traf zur Führung. Doch nun ging das muntere Toreschießen los. Nur fünf Minuten später kassierte Mengen den Ausgleich (54.) durch Sebastian Kiefer. Beide Abwehrreihen ließen nun einiges an Möglichkeiten zu. Rehlingen-Fremersdorf ging durch Tim Kallenborn (61.) in Führung. Nur eine Minute später glich Munz zum 2:2 aus. Nils Hofknecht sah das Rehlingens Torwart Marc Julien Fischer zu weit vor seinem Kasten stand, zog aus 30 Metern aufs Tor und traf zum umjubelten 3:2 (74.) der Bliesmenger Doch das war es noch lange nicht. Fünf Minuten später die kalte Dusche für den SVB. Tim Kallenborn glich durch einen Flachschuss aus 25 Metern aus (79.). In der Nachspielzeit vergab Rehlingen durch Sascha Schröder die Großchance zum Sieg. Das hieß Verlängerung.

Dort machte es Schröder in der 95. Minute besser. Mit einem Kopfball brachte er die SF Rehlingen mit 4:3 in Front. Mit dem 5:3 durch Daniel Lo Porto (102.) war die Partie und damit der Aufstieg zugunsten der Sportfreunde Rehlingen-Fremersdorf entschieden. Mit seinem zweiten Treffer erhöhte Schröder (108.) sogar noch auf 6:3. Den Unterschied der Partie machte am Ende Rehlingens Schröder, den der SV Bliesmengen/Bolchen besonders in der Verlängerung nicht mehr in den Griff bekam.

svb UNTERLIEGT IN rELEGATION TROTZ HARTEM kAMPF:
svb UNTERLIEGT IN rELEGATION TROTZ HARTEM kAMPF: FOTO: Svenja Hofer