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Verwirrung um Finaltermin
Entscheidung im Pokal-Hickhack gefällt

In dieser Saison geht’s für die Hornets um Stephen Brüstle, Marc Lingenfelser und Benedikt Peters, nicht mehr aufs Eis.
In dieser Saison geht’s für die Hornets um Stephen Brüstle, Marc Lingenfelser und Benedikt Peters, nicht mehr aufs Eis. FOTO: Marco Wille
Zweibrücken. Das Finale im Rheinland-Pfalz-Pokal zwischen dem EHC Zweibrücken und der EG Diez-Limburg soll nun direkt vor der neuen Saison ausgetragen werden. Sanktionen des Verbandes müssen die Hornets derweil nicht befürchten. Von Martin Wittenmeier

Wird gespielt oder nicht? Und wenn ja, wann? Wochenlang hatten sich der EHC Zweibrücken und die EG Diez-Limburg vergeblich bemüht, einen Termin für die beiden Finalspiele des Rheinland-Pfalz-Pokals zu finden (wir berichteten). Beide Clubs machten sich gegenseitig dafür verantwortlich, nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen zu sein.

Jetzt hat der für das Eishockey zuständige Rheinland-Pfälzische Eis- und Rollsportverband (RPERV) ein Machtwort gesprochen und ein „salomonisches Urteil“ gefällt. „Wir wollen in erster Linie, dass endlich wieder Ruhe einkehrt“, erklärt RPERV-Geschäftsführer Christian Bongibault auf Merkur-Nachfrage. Nach einem Gespräch mit den Verantwortlichen des EHC Zweibrücken am vergangenen Wochenende habe man sich geeinigt, „Diez anzubieten, das Pokalfinale mit Hin- und Rückspiel vor der neuen Saison auszutragen“, voraussichtlich also im September oder Anfang Oktober. „Für beide Vereine wären das zwei gute Vorbereitungsspiele unter Wettkampfbedingungen. Das wäre bestimmt auch für die Zuschauer interessanter“, glaubt Bongibault, einen zufriedenstellenden Kompromiss gefunden zu haben.

Das letzte Wort hat allerdings Diez. Sollte der West-Regionalligist eine Verlegung des Finales in den Herbst ablehnen, würde ihnen der Pokal kampflos zugesprochen werden, sagt Bongibault. Darauf hätten sich der Verband und die Hornets verständigt. Michael Geyer, Eishockey-Fachwart des RPERV, werde die EG Diez-Limburg im Laufe der Woche informieren, man rechne mit einer baldigen Entscheidung.



Vom Tisch ist dagegen eine Bestrafung des EHC Zweibrücken. Nachdem zwischenzeitlich sogar vom Entzug der Spielberechtigung für die Regionalliga Südwest, zumindest aber von einer Geldstrafe, die Rede gewesen war, drohen den Hornets nun doch keine Sanktionen von Verbandsseite. „Schließlich trägt nicht nur Zweibrücken eine Schuld an dieser Situation, sondern auch Diez“, erklärt Bongibault. „Außerdem hat sich Zweibrücken in der Vergangenheit immer korrekt verhalten. Hier gab es für den Verband nie Probleme.“

Keine Verbands-Angelegenheit seien nach Angaben Bongibaults eventuelle finanzielle Ansprüche, die Diez gegenüber dem EHCZ geltend machen könnte. „Sollte es Forderungen geben, müssen beide Vereine das unter sich klären. Da hält sich der Verband raus.“

Am Wettbewerb will der RPERV trotz aller Querelen festhalten. Ende Mai trifft sich der Verband zu einer Sitzung, danach plane man, den Rheinland-Pfalz-Pokal für die nächste Saison auszuschreiben. „Wir wollen den Eishockey-Sport in Rheinland-Pfalz hochhalten. Uns geht es um Kontinuität“, bekräftigt Bongibault. „Allerdings werden wir dann schon im Vorfeld die Spieltermine eingrenzen, damit uns so etwas nicht noch einmal passiert.“ Zurzeit nehmen nur noch vier rheinland-pfälzische Vereine – neben Zweibrücken und Diez Neuwied und Bitburg – am offiziellen Spielbetrieb teil. Da eine eigene Liga keinen Sinn mache, treten die Mannschaften in Nordrhein-Westfalen (Diez, Neuwied), Baden-Württemberg (Zweibrücken) und Hessen (Bitburg) an.