| 22:07 Uhr

Enges Rennen im Tabellenkeller

Während St. Ingbert mit Edin Makelic (li.) um den Ligaverbleib bangt, spielt Ballweiler mit Marco Meyer um den Titel. Foto: degott
Während St. Ingbert mit Edin Makelic (li.) um den Ligaverbleib bangt, spielt Ballweiler mit Marco Meyer um den Titel. Foto: degott FOTO: degott
Ballweiler/Limbach. Im Winter noch Abstiegskandidat Nummer eins, hat sich der SV Bliesmengen-Bolchen in den vergangenen Wochen nach oben gekämpft. Gegen den Vorletzten aus St. Ingbert könnte die Elf nun alles klar machen. Markus Hagen

Die nächsten Spieltage in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost versprechen Spannung. Sowohl in der Meisterschaftsfrage, als auch im Abstiegskampf sind noch lange nicht alle Würfel gefallen. Während die SG Ballweiler-Wecklingen/Wolfersheim sich gute Titelchancen ausrechen darf, müssen Palatia Limbach, Bliesmengen-Bolchen und Jägersburg II noch für den Ligaverbleib punkten.

Die Aussichten bei Bliesmengen haben sich zumindest stark verbessert. In den vergangenen Wochen punktete das Team fleißig und verbesserte sich vom Tabellenende auf Rang zwölf. Sechs Zähler Vorsprung auf den Vorletzten SV St. Ingbert hat das Team von Trainer Patrick Bähr inzwischen. Auch dank des 3:0-Sieges im Kellerduell gegen Schlusslicht Wustweiler. "Wir hätten schon in der ersten Halbzeit die Partie entscheiden können, weil wir einige gute Möglichkeiten nur zu einem Treffer nutzten. Mit dem 2:0 war die Partie entschieden", so der Rückblick von Bähr. Am Sonntag kann der SVB den letzten Schritt in Sachen Klassenerhalt machen. Mit einem Sieg um 15 Uhr beim Vorletzten SV St. Ingbert wäre er endgültig in trockenen Tüchern. Davon geht Bähr aus. "St. Ingbert muss gewinnen, um noch eine Chance zu haben. Daher steht der SVI sehr stark unter Druck. Dies wollen wir mit einem weiteren Sieg ausnutzen." Mit einem Punkt wäre Bliesmengen-Bolchen auch schon einverstanden, da sich der Abstand auf die St. Ingberter nicht verändern würde.

Trotz acht Niederlagen in Folge und dem Absturz auf Rang 13 kann Aufsteiger Limbach noch einigermaßen beruhigt zu Werke gehen. Noch beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz vier Punkte. Dennoch: Die Palatia will so schnell wie möglich die restlichen Zähler sammeln, um vorzeitig den Ligaverbleib zu sichern. Trainer Alexander Ogorodnik verzweifelt schon etwas: "Auch bei der 2:4-Niederlage beim FC Homburg II war viel mehr möglich. Wir nutzen einfach unsere vielen guten Chancen nicht." Vielfach sei seine Mannschaft in den vergangenen Monaten gleichwertig gewesen, aber der Gegner nutze seine Chancen und die Fehler der Palatia gnadenlos aus. "In den letzen drei Spielen haben wir sieben Tore gemacht, aber keinen einzigen Punkt geholt", stellt Ogorodnik fest. Am Sonntag kommt nun der Dreizehnte TuS Rentrisch. "Wieder ein 50:50-Spiel und ich hoffe, dass wir für unseren Einsatz und unsere Leistungsbereitschaft belohnt werden", sagt Ogorodnik. Personell kann Limbach aus den Vollen schöpfen.



Zufrieden zeigt sich Martin Germann, Trainer des FSV Jägersburg II, mit dem 2:2 gegen den FV Lebach, den man mit diesem Unentschieden von der Tabellenspitze stieß. "Wenn man bedenkt, dass wir schon mit 0:2 in Rückstand lagen, war dieser Punkt sehr in Ordnung." Am Sonntag geht die Reise zum Fünften FSG Schiffweiler, der zuletzt schwächelte. "Wir rechnen uns auch da etwas aus." Personell sieht es nicht ganz so gut aus. Hilfe aus der Ersten sei kaum möglich, da hier einige Ausfälle drohen und diese Spieler am Tag zuvor in der Oberliga gebraucht würden.

Marco Meyer, Spielertrainer der SG Ballweiler, sprach von einem klaren 4:2-Pflichtsieg im Heimspiel seiner Elf zuletzt gegen den SV St. Ingbert. "Bis zum 4:0 waren wir gegen einen durchaus starken Gegner spielbestimmend." Mit Bestbesetzung spielt der neue Spitzenreiter nun am Samstag beim Sechsten in Hangard. "Dieser Gegner ist natürlich ein ganz anderes Kaliber wie St. Ingbert", sagt Meyer. Seine Elf müsse schon mit einer Topleistung antreten, wenn sie mit den anvisierten drei Punkten Platz eins verteidigen möchte.

Nichts zu verlieren hat die U23 des FC Homburg am Sonntag beim Dritten SV Merchweiler. Gegenüber den zurückliegenden Spielen muss sich die Homburger Abwehr steigern, um in Merchweiler einen möglichen Punkt oder sogar einen Sieg einzufahren.