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Auf Weg nach oben
Elversberg feuert Trainer – Spitzenreiter FCS siegt weiter

Völklingen. Die Kreise des 1. FC Saarbrücken an der Spitze der Fußball-Regionalliga Südwest werden immer einsamer. Nach dem 2:1 (1:0)-Sieg über Wormatia Worms und dem 2:2 zwischen Verfolger Waldhof Mannheim und Astoria Walldorf beträgt der Vorsprung auf Rang drei 15 Punkte – elf Spieltage vor Ende der Runde. Von Patric Cordier und Heiko Lehmann

Nach nur vier Minuten jubelte der FCS vor 2433 Zuschauern im Völklinger Stadion. Nach einem Freistoß von Markus Mendler schenkte die Wormser Abwehr Kevin Behrens keine Beachtung, er traf per Kopf zum 1:0. Ein Scheibenschießen folgte allerdings nicht. „Es war ein Kackspiel“, sagte FCS-Trainer Dirk Lottner, dessen Team am Ende der englischen Woche nicht mehr als nötig investierte. Und die Gastgeber beschenkten die Gäste mit dem 1:1 (47.). Benjamin Maas schlug einen Freistoß, Thomas Gösweiner köpfte unbedrängt ein. Lottner reagierte, stellte auf 4-1-4-1 um. Mit Erfolg. Nach Flanke von Behrens scheiterte Obernosterer an Wormatia-Schlussmann Steve Kroll, aber Patrick Schmidt war zur Stelle und markierte das 2:1 (67.). Es war der 19. Saisontreffer des Blieskastelers, der dafür sorgte, dass der FCS nun seit 22 Spielen in Folge unbesiegt ist.

Anders sieht das bei der SV Elversberg aus. Die hat sich beim SSV Ulm ein Fehlpass-Festival erlaubt. Unbedrängte Kopfbälle landeten vor den Füßen des Gegners. Alper Bagceci köpfte zum 1:0 für die Ulmer ein (50.). Nur zwei Minuten später kassierte die SVE nach einem Konter das 0:2 (52.).  Julius Perstaller konnte nur den Anschluss herstellen 1:2 (78.). Die Pleite war zuviel für den Club: Gestern entließ er Cheftrainer Karsten Neitzel. „Nach den Entwicklungen in den vergangenen Wochen nach der Winterpause sahen wir uns gezwungen, zu reagieren“, so SVE-Präsident Dominik Holzer.

Der angeschlagene SV Röchling Völklingen erlebte am Samstag ein Debakel. Mit 0:7 geriet der Vorletzte beim TuS Steinbach unter die Räder.