| 16:41 Uhr

Eishockey-Regionalliga Südwest
Gut erholt ins Spitzenspiel

 Nicht nur für Hornets-Stürmer Marco Trenholm (re.) geht es im Topspiel gegen den EX-Club Hügelsheim.
Nicht nur für Hornets-Stürmer Marco Trenholm (re.) geht es im Topspiel gegen den EX-Club Hügelsheim. FOTO: MArtin Wittenmeier
Zweibrücken. Eishockey-Regionalliga: Hornets-Stürmer Marco Trenholm freut sich auf Aufeinandertreffen mit Ex-Club ESC Hügelsheim. Von Svenja Hofer

Die Pause hat den Hornets gut getan. Findet Marco Trenholm. Nach dem für sie spielfreien Wochenende in der Eishockey-Regionalliga Südwest sei die Stimmung unter der Woche im Training „richtig gut“ gewesen, erklärt der Stürmer des Tabellenführers EHC Zweibrücken. Nicht nur wegen der Vorfreude auf das anstehende Spitzenspiel am Sonntag, 19 Uhr, zu Hause gegen den ESC Hügelsheim. Der zuletzt verletzte Kapitän Stephen Brüstle hatte Zeit, sich auszukurieren. „Er hat unter der Woche wieder trainiert und ist wieder fit. Ebenso Christian Werth“, freut sich Trenholm.

Der Trainersohn, der vor der vergangenen Runde gemeinsam mit seinem Vater und Bruder Sebastian nach Zweibrücken wechselte – von den Baden Rhinos aus Hügelsheim – blickt gespannt auf das Duell gegen Tabellenzweiten. „Ich habe noch Kontakte nach Hügelsheim. Es ist ohnehin immer etwas Besonderes gegen die alte Mannschaft zu spielen“, sagt der 22-Jährige. Da sich die beiden Clubs in dieser Runde auf dem Eis noch nicht begegnet sind, könne Trenholm deren Stärke nicht einschätzen. „Aber sie werden nicht umsonst auf dem zweiten Platz stehen.“ Auch für die Rhinos sei es sicher das Ziel, ganz oben zu landen.

Dort steht derzeit aber das aktuelle Team von Marco Trenholm. „Momentan sind wir wirklich sehr gut drauf. Wir sind alle glücklich, dass wir auf dem ersten Platz stehen. Es gibt aber natürlich immer Kleinigkeiten, die wir noch verbessern können.“ So zum Beispiel im Stellungsspiel in der eigenen Hälfte. Gerade am Sonntag sei das wichtig, „denn Hügelsheim hat derzeit das beste Powerplay der Liga.“ Obwohl der gelernte Mittelstürmer, der die Leidenschaft für den Kufensport von seinem Vater Terry Trenholm in die Wiege gelegt bekam und bereits mit vieren Jahren mit dem Eishockeyspiel begann, zufrieden mit seiner persönlichen Saisonbilanz (zwei Tore, vier Assists) ist, hat er den Ehrgeiz, selbst auch immer noch besser zu werden. „Es geht immer noch mehr.“ Es sei dabei hilfreich, eine starke Sturmreihe um sich zu haben – „und meine zusammen mit Dan (Radke) und Max (Dörr) läuft wirklich gut“, erklärt der 22-Jährige, der neben den Fans in Zweibrücken vor allem den Zusammenhalt im Team lobt. „Der ist extrem stark. Wir sind einfach eine Mannschaft“, erzählt Marco Trenholm, der nach den ersten Gehversuchen in Hügelsheim dann bis zu seinem 16. Lebensjahr für die Young Steelers des SC Bietigheim-Bissingen auflief, zuletzt in der Schüler-Bundesliga. Nach zwei Jahren beim EHC Freiburg, wo er mit 17 Jahren den ersten Regionalliga-Einsatz bekam, zog es ihn wieder zum ESC Hügelsheim. Dann schließlich zu den Hornets. Mit denen Marco Trenholm große Ziele hat. „Das Potenzial, Meister zu werden, ist auf jeden Fall da“, ist der Linksschütze sicher. „Unser Kader ist nochmal stärker als im Vorjahr, vor allem in der Breite. Wir haben drei ganz starke Reihen und zwei Top-Torhüter.“ Ein Selbstläufer werde die Saison aber sicher nicht für den Ligaprimus. „Wir müssen bis zum Ende zusammenhalten und uns durchbeißen. Nur weil wir momentan ganz oben stehen, heißt das nicht, dass wir auch den Titel holen. Wir müssen in jedem Spiel Gas geben“, betont Trenholm, der bereits in Hügelsheim unter seinem Vater als Trainer seinem Sport nachging. Ungewöhnlich ist die Situation für ihn daher nicht mehr. „Ich persönlich finde das gut. Natürlich macht es mehr Druck, als wenn ich einen Trainer hätte, der nicht mein Vater ist.“ Aber auch positiver Druck. „Wenn ich trainiere, dann ist da nicht nur mein Trainer, sondern auch mein Vater. Zuhause ist der Trainer dann aber auch noch da. Da sind dann noch Trockenübungen angesagt“, erzählt der Stürmer lachend. Wirklich lange Pausen vom Eishockey gibt es für Marco Trenholm also eigentlich nie.