| 20:04 Uhr

Eishockey-Regionalliga
Hornets dürfen weiter vom Titel träumen

 Stürmer Dan Radke erzielte am Sonntagabend zwei Treffer gegen Mannheim und verhalf den Hornets damit zum Sprung in die Playoffs.
Stürmer Dan Radke erzielte am Sonntagabend zwei Treffer gegen Mannheim und verhalf den Hornets damit zum Sprung in die Playoffs. FOTO: Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Fünf Mannschaften verabschieden sich am kommenden Wochenende in die Sommerpause. Der EHC Zweibrücken gehört nicht dazu. Nach den beiden Siegen gegen Stuttgart und Mannheim haben die Hornets ihren Platz in der Endrunde der Eishockey-Regionalliga Südwest sicher. Von Martin Wittenmeier

Das erste Etappenziel wäre erreicht: Ohne allzu großen Druck kann Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken dem letzten Hauptrunden-Spieltag entgegenblicken. Durch das 5:1 (3:1/0:0/2:0) am Sonntagabend gegen die Maddogs aus Mannheim (wir berichteten) haben die Hornets vorzeitig ihr Playoff-Ticket gelöst. Für die Truppe von Trainer Terry Trenholm geht es am kommenden Samstag in Hügelsheim nur noch darum, ob man die reguläre Spielzeit als Zweiter oder als Dritter beendet. Wichtig sei in erster Linie aber, „dass sich keiner mehr verletzt“, betont der Hornets-Coach. „Für die Playoffs brauchen wir alle Mann an Bord.“

Gegen Mannheim fehlte der erkrankte Felix Stokowski, der am Freitag beim 7:4-Erfolg bei den Stuttgart Rebels noch auf dem Eis gestanden hatte. Er dürfte bis zum kommenden Wochenende wieder fit sein. Anders sieht es bei Tomas Vodicka aus. Der EHC-Stürmer ist an der Leiste verletzt. „Ich glaube nicht, dass er diese Saison noch einmal spielen kann“, gibt sich Trenholm pessimistisch. Anders sieht die Lage bei seinem Sohn, Torhüter Sebastian Trenholm aus, der vor einer Woche beim Warmmachen umgeknickt war. „Hügelsheim kommt wohl noch zu früh, aber in den Playoffs sollte er wieder zur Verfügung stehen“, glaubt der Zweibrücker Trainer.

Den Tabellenvorletzten Mannheim hatten die Hornets aber auch so im Griff. Nach wenigen Sekunden stand es 1:0 (2.) für die Gastgeber: Fabian Fellhauer hämmerte den Puck an den Pfosten, Marc Lingenfelser stand goldrichtig und drückte den Abpraller über die Linie. Kurz darauf stellten die Zweibrücker ihr vorzügliches Überzahlspiel unter Beweis: Mannheims Silvio Bruno hatte gerade auf der Strafbank Platz genommen, da klingelte es erneut im Maddogs-Tor. Dan Radke (6.) hatte nach einem Bully am schnellsten reagiert und stocherte die Scheibe vorbei an Torwart Julian Haas zum 2:0 für die Hausherren ins Tor.



In ihrem ersten Powerplay schafften die Mannheimer Mitte des ersten Drittels den Anschluss, Philip Martinec (13.) traf zum 1:2. Davon ließen sich die Hornets aber nicht beirren. „Die Jungs haben gut gekämpft und vor allem clever gespielt“, lobte Trenholm, dass eine Mannschaft nach dem Gegentor nicht hektisch wurde und weiter konsequent nach vorne spielte. Keine drei Minuten später stellte Maximilian Dörr nach Vorarbeit von Marco Trenholm den alten Abstand wieder her.

Der zweite Abschnitt plätscherte dann vor sich. Beide Mannschaften neutralisierten sich größtenteils. Nur EHC-Goalie Steven Teucke hatte einige Male Gelegenheit, sich auszuzeichnen, da sich seine Vorderleute in dieser Phase doch einige Strafzeiten leisteten. „Unser Penalty-Killing war heute entscheidend. Da haben wir eine 3:5-Unterzahl klasse verteidigt und keinen Gegentreffer zugelassen“, hatte Trenholm als Schlüssel zum Sieg ausgemacht.

Spät im Schlussdrittel durften die gut 700 Fans in der Zweibrücker Peter-Cunningham-Memorial-Arena auch noch zweimal jubeln. Zunächst machte sich Verteidiger Vladimir Zvonik (52.) bei einem Konter auf und davon und netzte zum 4:1 ein. Und quasi mit der Schlusssirene chippte Dan Radke den Puck fast von der Mittellinie zum 5:1-Endstand ins verwaiste Tor, nachdem Mannheim noch einmal Risiko gegangen war und den Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatte.

„Heute haben wir 60 Minuten durchgespielt, das hat mir gut gefallen. Am Freitag haben wir im letzten Drittel zu früh abgeschaltet“, lobte EHC-Trainer Trenholm seine Truppe. Die hat vor ihrem letzten Hauptrundenspiel nun 45 Punkte auf dem Konto und liegt hinter Bietigheim (49) auf Rang zwei. Den möchte Trenholm unbedingt verteidigen. „In einem entscheidenden dritten Halbfinalspiel Heimrecht zu haben, wäre mit unseren Fans im Rücken ein Riesenvorteil.“ Heilbronn, derzeit bei 40 Punkten, die noch zweimal ranmüssen, könnten die Hornets mit zwei Siegen noch von Rang zwei verdrängen. Auf Rechenspiele will sich Trenholm aber gar nicht einlassen. „Einfach in Hügelsheim gewinnen, dann ist das Thema erledigt“, betont der EHC-Coach.