| 20:12 Uhr

Rückschläge weggesteckt
Hornets punkten nun auch auswärts

Marco Trenholm erzielte am Samstag sein erstes Pflichtspieltor im Hornets-Trikot.
Marco Trenholm erzielte am Samstag sein erstes Pflichtspieltor im Hornets-Trikot. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Freiburg. Eishockey-Regionalliga Südwest: Die Zweibrücker klettern nach einem 8:5-Erfolg bei Schlusslicht Freiburg auf Rang zwei. Von Svenja Hofer und Throsten Rehfeld

Die Einstimmung auf das Auswärtsspiel beim EHC Freiburg hätte sicher besser laufen können. Nicht nur den überraschenden Abgang von Kontingentspieler Andy Willigar – nach nur drei Einsätzen im Hornets-Trikot – hat der EHC Zweibrücken wegstecken müssen (wir berichteten), sondern auch den kurzfristigen Ausfall des Torhüters Sebastian Trenholm. Er verletzte sich am Samstag beim Warmmachen, klemmte sich einen Nerv im Rücken ein. Obwohl auch Goalie Steven Teucke nach einem Schlag auf die Hand nicht zu 100 Prozent fit war, konnte er die 60 Minuten durchziehen. Und am Ende über einen verdienten 8:5 (1:0/4:2/3:3)-Erfolg gegen das Tabellenschlusslicht Freiburg in der Eishockey-Regionalliga Südwest jubeln.

 Von Beginn an erspielten sich die Zweibrücker Feldvorteile, zunächst jedoch, ohne wirklich gefährlich vor das Tor der Wölfe zu kommen. Gut 14 Minuten Einspielzeit brauchten die Hornets, bevor Tim Essig nach Zuspiel von Marc Lingenfelser und Felix Stokowski den Puck zum 1:0 im Tor unterbrachte. Die Gäste tauchten nun häufiger vor dem Freiburger Gehäuse auf, Dan Radke scheiterte jedoch zweimal freistehend. Kurz vor Ende des Abschnitts hatten die Breisgauer die erste gefährliche Chance, die Steven Teucke mit einem tollen Reflex verhinderte.

Wesentlich turbulenter ging es im zweiten Drittel zu. Nicht nur, was die Strafzeiten, sondern auch, was die Trefferquote anging. Nach knapp drei Minuten nutzte Stephen Brüstle die erste Überzahlsituation zum 2:0 für die Hornets mit einem Schuss von der blauen Linie. Auch das nächste Powerplay nutzte die Mannschaft von Trainer Terry Trenholm aus: Fabian Fellhauer erzielte auf Zuspiel von Dan Radke und Christian Werth das 3:0 (26.). Vier Minuten später lenkte Christian Werth einen Schlagschuss von Stokowski zum 4:0 ins Freiburger Gehäuse. Danach ließen es die Hornets lässiger angehen. Etwas zu lässig. Christian Bauhoff nutze das aus und erzielte den Anschlusstreffer zum 1:4 (31.). Der stark auftretende Marc Lingenfelser stellte den beruhigenden Vier-Tore-Abstand wieder her (33.). Doch auch Bauhoff legte vor dem Ende des Abschnitts nochmal zum 2:5 nach.



Gleich zu Beginn des abschließenden Durchgangs musste der ehemalige Hornets-Kapitän Bernd Hartfelder, der nach langer Verletzungspause sein Saisondebüt gab, in die Kühlbox. Die Überzahl nutzten die Gastgeber – erneut durch Bauhoff – zum 3:5 (42.). Wirklich lange zittern mussten die Hornets trotz einiger Nachlässigkeiten in der Defensive aber nicht. Marco Trenholm ließ im Alleingang die Verteidiger der Wölfe stehen und sein platzierter Schuss schlug im oberen Winkel ein. Das Tor zum 6:3 (43.) war Trenholms erster Treffer im Hornissen-Dress. Keine 90 Sekunden später erneut ein schöner Angriff der Hornets. Felix Stokowski spielte auf den Flügel zu Christian Werth, der sah den in der Mitte frei stehenden Dan Radke, der Freiburgs Goalie zum 7:3 überwand. Anton Bauer gelang erneut der Anschlusstreffer zum 4:7 (47.), dem die stärkste Phase der Hausherren folgte. Doch Marc Lingenfelser traf nach tollem Zuspiel von Maximilian Dörr und Bernd Hartfelder neun Minuten vor dem Ende zum vorentscheidenden 8:4. Der vierte Treffer von Freiburgs Christian Bauhof an diesem Abend war gleichzeitig der Endstand (52.).

Ein Sonderlob des Trainers bei seinem Comeback erhielt Bernd Hartfelder nach seiner über 15 monatigen Pause. Darauf, bald wieder auf dem Eis stehen zu können, hofft auch der vorherige Hornets-Spieler und -coach Tomas Vodicka. Er wird heute wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Ob es nach überstandener Krankheit bereits im kommenden Heimspiel am Sonntag, 19 Uhr, gegen den SC Bietigheim-Bissingen zum Einsatz reichen wird, ist unklar. Klar ist hingegen, dass im vierten Auftritt vor eigenem Publikum auch der vierte Sieg folgen soll. Nachdem es nun trotz der nicht perfekten Vorzeichen in Freiburg auch mit dem ersten Auswärtserfolg geklappt hat.