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Spannung pur
Hornets gewinnen nächsten Nervenkrimi

Dan Radke, der einen Eppelheimer Abwehrspieler austanzt, wurde im Penaltyschießen zum Matchwinner.
Dan Radke, der einen Eppelheimer Abwehrspieler austanzt, wurde im Penaltyschießen zum Matchwinner. FOTO: Norbert Schwarz
Zweibrücken. Eishockey-Regionalliga: Auch sein zweites Saisonspiel gegen Eppelheim entscheidet Zweibrücken im Penaltyschießen für sich. Von Svenja Hofer und Thorsten Rehfeld

Gute Nerven sind bei Terry Trenholm auch in seinem zweiten Punktspiel als Trainer an der Bande der Hornets gefragt gewesen. Wie bereits gegen Heilbronn zum Auftakt musste am Sonntagabend auch in der zweiten Heimpartie gegen den EC Eppelheim das Penaltyschießen her (wir berichteten). Und erneut verließ der EHC Zweibrücken als Sieger das Eis. Mit 5:4 (3:2/0:1/1:1/1:0) setzte sich der Eishockey-Regionalligist vor gut 700 Zuschauern gegen die Eisbären aus Eppelheim durch.

Einen entscheidenden Anteil am zweiten Erfolg in der zweiten Partie hatte Marc Lingenfelser, der drei der vier Treffer in der regulären Spielzeit erzielte. Zum Matchwinner avancierte am Ende Dan Radke, der im Penaltyschießen eiskalt blieb und den Puck gleich doppelt im Gehäuse von Jeromy Semtner unterbrachte. Und somit die umjubelten zwei Zähler sicherte. Gleich mehrere Jungs feierten damit am Sonntagabend ein gelungenes Debüt im Hornets-Trikot. Überraschend stand erstmals Sebastian Trenholm im Tor der Zweibrücker, auch den nun zum Team gestoßenen Neuzugang Andy Willigar konnten die Fans erstmals unter die Lupe nehmen, aus dem eigenen Nachwuchs durfte Moritz Linnebacher seine ersten Erfahrungen im Regionalligateam sammeln.

Viel geboten bekamen die Anhänger nicht nur durch das spannende Penaltyschießen am Ende, auch der Auftakt war vielversprechend. Die zunächst etwas agileren Gäste erspielten sich die ersten guten Chancen. Sie brachten sich durch einige Unterzahlsituationen – zwölf ihrer insgesamt 16 Strafminuten kassierten die Eppelheimer im Anfangsdrittel – allerdings selbst aus dem Tritt. Nach knapp sechs Minuten nutzten die Hornets das Überzahlspiel durch Lingenfelser zum 1:0. Nur 90 Sekunden später ließ Fabian Fellhauer den EHC erneut jubeln. Weitere Möglichkeiten ließen die Zweibrücker jedoch liegen. So gelang Dominik Deuring in Unterzahl der Anschlusstreffer zum 1:2 (11.). Lingenfelser stellte mit einem Schlagschuss unter die Latte den alten Abstand wieder her (12.), doch fast im direkten Gegenzug gelang Roman Gottschalk der Treffer zum 2:3. Marco Trenholm hatte die große Chance zum 4:2. Allerdings scheiterte er im Alleingang am ehemaligen Hornets-Goalie Marcel Kappes im Tor der Gäste. Durchschnaufen in der ersten Drittelpause.



Im Mittelabschnitt wurde das Spiel der Eisbären druckvoller. In dieser Drangphase konnte sich Sebastian Trenholm mehrmals auszeichnen. Auf der Gegenseite schafften es die Hornets nicht, zwingende Chancen heraus zu spielen. Drei Minuten vor Ende des Durchgangs glich Björn Wilts aus, als der Puck etwas kurios über die Fanghand von Sebastian Trenholm ins Tor rutschte.

Hoch her ging es noch einmal im Schlussdrittel. Obwohl die Hornets Druck machten, kamen sie nicht an Kappes vorbei. So brachte Marc Bruns nach einem schnellen Konter die Gäste erstmals in Führung (45.). Die Zweibrücker wollten sich aber nicht geschlagen geben. Ihr Sturmlauf wurde in der 51. Minute belohnt – durch einen weiteren Treffer von Lingenfelser, der einen starken Pass von Maximilian Dörr zum 4:4 verwertete. Die letzten Minuten mussten die Hornets in Unterzahl überstehen – dann folgte das Penaltyschießen.

Am kommenden Wochenende steht mit dem Doppelspieltag die nächste Bewährungsprobe für die Hornets an. Bereits am Freitag muss das Team von Terry Trenholm zum EV Ravensburg, der den Mitfavoriten aus Bietigheim am Sonntag mal eben 7:3 geschlagen hat. Am Sonntag, 19 Uhr, ist erneut der Heilbronner EC zu Gast in Zweibrücken.