| 21:40 Uhr

Herber Dämpfer
Ein Punkt nach diesem Spiel ist zu wenig

Eine absolut vermeidbare Niederlage haben die Hornets gegen Bietigheim kassiert. Mit 5:1 führte das Team um Dreifachtorschütze Dan Radke (Mitte) bereits. Am Ende gab es nur einen Punkt.
Eine absolut vermeidbare Niederlage haben die Hornets gegen Bietigheim kassiert. Mit 5:1 führte das Team um Dreifachtorschütze Dan Radke (Mitte) bereits. Am Ende gab es nur einen Punkt. FOTO: Norbert Schwarz
Zweibrücken . Eishockey-Regionalliga: Der EHC Zweibrücken hat gegen Bietigheim-Bissingen eine ganz bittere 8:9-Heimpleite nach Penaltyschießen einstecken müssen. Mit 5:1 lag der Gastgeber bereits in Führung, verspielte diese aber noch.

Welch ein bitterer Ausgang. Die Enttäuschung in den Gesichtern der Spieler und Fans spricht Bände. Keine zwei Minuten lag der EHC Zweibrücken am Sonntagabend über die gesamte Spielzeit in Rückstand. Nach einem starken letzten Drittel der Gäste aus Bietigheim-Bissingen musste sich die Mannschaft von Terry Trenholm aber nach Penaltyschießen doch noch knapp mit 8:9 (3:0/2:1/3:7/0:1) geschlagen geben.

Doch der eine Punkt kann die Zweibrücker nicht zufrieden stimmen. Denn lange sah alles danach aus, als könnten die Hornets ihre Dominanz in eigener Halle auch im vierten Heimspiel der Saison in der Eishockey-Regionalliga Südwest klar ausspielen. Spannend ging es allerdings auch in den vorherigen Spielen in der Peter Cunningham Memorial Arena schon zu. Bislang hatten die Hornets in zwei Penaltyschießen (5:4 gegen Heilbronn, 5:4 gegen Eppelheim) allerdings das glücklichere Ende für sich. Dieses Mal hätte es eigentlich aber gar nicht erst so weit kommen dürfen.

Ganz klar lagen die Gastgeber schon in Führung, erwischten einen perfekten Start. Gerade einmal 77 Sekunden waren gespielt, als die Hornets-Anhänger das erste Mal jubeln durften. Nach Zuspiel von Maximilian Dörr schlug der Puck nach dem Schuss von Marco Trenholm unter der Latte ein. Das zweite Mal hinter sich greifen musste Steelers-Goalie Tobias Amon nach einem Sololauf von Fabian Fellhauer, der auf 2:0 erhöhte (8.). Zwar fing sich der amtierende Meister aus Bietigheim nun etwas, kam selbst zu Chancen. Doch in Überzahl waren es die Hornets, die auch den dritten Treffer der Partie durch Dan Radke (18.) markierten. 3:0 hieß es nach gut 17 Minuten.



Härtere Gegenwehr leisteten die Gäste ab dem zweiten Durchgang. Für Amon stand nun Victor Laveuve im Kasten. Ihre guten Kombinationen schlossen die Steelers erstmals erfolgreich mit dem 1:3 durch Miroslav Jirusek (23.) ab. Fortan hatten die Bietigheimer das Kommando. Doch eiskalt staubte Christian Werth nur drei Minuten später einen Abpraller ab und erhöhte auf 4:1 für die Hornets. Das 5:1 per Penalty durch Dan Radke (31.) – Marco Trenholm war zuvor gefoult worden – schien schon so etwas wie die Vorentscheidung zu sein. Doch weit gefehlt. Es folgte noch das für die Zuschauer kaum zu begreifende Abschlussdrittel. Der SC Bietigheim-Bissingen begann furios. Nur eine Minute nach Wiederbeginn verkürzte Adrian Kolar auf 2:5. Die Hornets-Welt schien aber wieder Ordnung, als Maximilian Dörr den alten Abstand wieder herstellte (46.). Doch die Gäste erhöhten den Druck noch einmal. Steven Teucke im Tor der Zweibrücker war nun vollzeitbeschäftigt. Und in nicht einmal eineinhalb Minuten waren die Steelers plötzlich zurück im Spiel. Tim Heffner (47.), Pierre Doumont (47.) und Mathias Vostarek (48.) brachten ihr Team wieder auf 5:6 heran. Nach Dan Radkes Tor zum 7:5 (50.) erzielte Mike Weigandt per Doppelschlag das 7:7 (54., 56.).Knapp vier Minuten vor dem Ende dann der Tiefschlag für die Hornets: Heffner brachte Bietigheim erstmals in Front. Und Marco Trenholm rettete den Gastgebern zumindest noch das Penaltyschießen. Am Ende den einen Zähler. Nach dem Spielverlauf war das für die Hornets nur ein schwacher Trost.

(ski)