| 19:51 Uhr

EHC Zweibrücken
Hornets verpassen den Sprung an die Spitze

 Die zwei Treffer von Claudio Schreyer reichten den Hornets nicht.
Die zwei Treffer von Claudio Schreyer reichten den Hornets nicht. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Bietigheim . Eishockey-Regionalliga Südwest: Die Siegesserie des EHC Zweibrücken reißt beim 2:4 in Bietigheim-Bissingen. Von Svenja Hofer

Hängende Köpfe nach der Schlusssirene bei den Spielern des EHC Zweibrücken. Die Hornets haben die große Chance verpasst, bereits vor der Weihnachtspause die Tabellenführung der Eishockey-Regionalliga Südwest zu übernehmen. Beim amtierenden Meister SC Bietigheim-Bissingen 1b, der dem EHC den Titel vergangene Saison in einer dramatischen Endspielserie hauchdünn vor der Nase weggeschnappte, musste sich das Team von Terry Trenholm gestern Abend mit 2:4 (1:1/1:2/0:1) geschlagen geben. Besonders ärgerlich, da auch Spitzenreiter EV Ravensburg am Nachmittag gepatzt hatte. Mit 2:5 unterlag dieser beim Tabellendritten, den Eisbären aus Heilbronn. Somit bestand für die Zweibrücker die Möglichkeit, durch einen Sieg beim Siebten, es wäre der sechste in Serie gewesen, an Ravensburg vorbeizuziehen und sich die bestmögliche Ausgangsposition für die Restsaison zu erarbeiten. Doch die Serie riss – und auch der Wunsch von Terry Trenholm, mit einem Erfolg und somit der bestmöglichen Stimmung aus dem Jahr zu gehen, war dahin.

Und das ziemlich schnell. Noch keine Minute war die Partie vor knapp 200 Zuschauern in der Bietigheimer Arena alt, da rappelte es bereits im Kasten der Hornets. Lukas Traub hatte zur Führung der Steelers getroffen. Eine Viertelstunde später dann der erste Jubel der Gäste, der auf eine Wende hoffen ließ. Claudio Schreyer glich auf Zuspiel von Florian Wendland zum 1:1 (16.) aus. Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Drittelpause.

Während die Hornets-Fans auf den Rängen sowie vor den Livetickern dann schon mächtig mitfieberten – in dem Wissen, dass Ravensburg verloren hat – gelang Bietigheim in Unterzahl das 2:1 (24.). Erneut war Traub erfolgreich. Doch fünf Minuten später trug sich auch Claudio Schreyer zum zweiten Mal in die Torschützenliste ein. Auf Vorlage von Marc Lingenfelser markierte er das 2:2 (29.). Doch lange hielt die Hornets-Defensive gegen die bislang in dieser Runde schwächelnden Steelers auch danach nicht dicht. Nur zwei Minuten später brachte Andreas Hilse den amtierenden Meister erneut in Front. Mit der knappen Führung für die Gastgeber ging es in das Schlussdrittel.



Gefährlicher wurden die Hornissen auch in diesem nicht. Und so kam es noch dicker. Marcel Göttfert erhöhte auf 4:2 (46.) für die Steelers. Und da von den Zweibrückern nichts mehr kam, blieb das durch die Ravensburger Niederlage möglich gewordene große Weihnachtsgeschenk aus.

Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, gibt es für die Hornets dennoch nicht. An der Ausgangslage hat sich nicht viel geändert. Außer, dass Heilbronn mit nun 24 Zählern auf drei an den EHCZ herangerückt ist. Ravensburg bleibt mit 29 Punkten vorne. Beide, Spitzenreiter und Dritter, haben aber jeweils schon zwei Spiele mehr auf dem Konto als die Zweibrücker. Zu lange knabbern sollten die Hornets in der kurzen Weihnachtspause demnach nicht an der Niederlage. Ab dem ersten Spiel im neuen Jahr am Samstag, 4. Januar, bei Trenholms Ex-Club ESC Hügelsheim hat der EHCZ weitere Chancen, nach ganz oben zu klettern