| 20:19 Uhr

Eishockey-Regionalliga
Mit Spaß zurück in die Playoff-Ränge

Neuzugang Vladimir Zvonik soll den Zweibrücker Hornets zum Erreichen der Playoffs verhelfen.
Neuzugang Vladimir Zvonik soll den Zweibrücker Hornets zum Erreichen der Playoffs verhelfen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken klettert nach überzeugendem 6:1 gegen den Stuttgarter EC auf Platz vier. Von Martin Wittenmeier

So schnell kann die Eishockey-Welt wieder in Ordnung sein: Keine 24 Stunden nach der überraschenden 4:5-Niederlage beim Tabellenletzten EKU Maddogs Mannheim rehabilitierte sich der EHC Zweibrücken am Sonntagabend mit einem starken Auftritt und drei wichtigen Punkten im Kampf um die Playoff-Plätze. Den Stuttgarter EC hatten die Hornets über 60 Minuten komplett im Griff und siegten völlig verdient mit 6:1 (2:0/2:1/2:0). Durch den Erfolg springt die Mannschaft von Trainer Terry Trenholm hoch auf Rang vier, der zu den K.o.-Spielen nach der Hauptrunde berechtigt.

Eigentlich hätten die Hornets nach dem Wochenende sogar an der Spitze stehen können, wenn ihnen nicht die Maddogs einen Strich durch die Rechnung gemacht hätten (wir berichteten). „Es ärgert mich schon ein wenig, wie leicht wir die Tabellenführung vergeben haben“, meinte Trenholm. Aber Samstag sei einfach nicht ihr Tag gewesen. „Im Sport gehört auch Glück dazu. Das haben wir in Mannheim definitiv nicht gehabt.“ Zwei Mal habe sich sein Team den Puck quasi selbst ins eigene Tor gelegt. Auch für Torwart Steven Teucke war die Niederlage ein Rätsel: „Unglaublich, dass wir in dieser Saison beide Spiele gegen den Tabellenletzten verloren haben.“

Gegen Stuttgart verlebte der EHC-Goalie dagegen einen ruhigen Abend. Die Zweibrücker waren gewillt, die Scharte vom Tag zuvor auszuwetzen und nahmen von Beginn an das Heft in die Hand. In der siebten Minute war es schließlich soweit – Maximilian Dörr bediente Marco Trenholm, der zum 1:0 vollstreckte. Die Ansprache, die Trainer Trenholm vor der Partie an seine Mannschaft gerichtet hatte, verfehlte ihre Wirkung nicht. Die Hornets machten weiter Druck und kamen in Überzahl zum nächsten Treffer. Diesmal war Vorlagengeber Dörr (13.) selbst der Torschütze. „Heute war es eine super Leistung. Die Jungs hatten Spaß auf dem Eis, haben viel gelacht, waren aber immer konzentriert und sind auch richtig in die Zweikämpfe gegangen“, lobte Trenholm, der seine Reihen im Vergleich zum Mannheim-Spiel ein wenig umgestellt hatte. Der EHCZ erspielte sich bis zur Drittelpause noch einige gute Gelegenheiten, weitere Treffer fielen aber erst nach dem Seitenwechsel.



Kurz nach Wiederbeginn waren es erneut Marco Trenholm und Maximilian Dörr, die den Puck im Kasten von Stuttgarts Torhüter Jannis Ersel unterbrachten. Trenholm (22.) war nach einem Zuspiel von Felix Stokowski mit dem 3:0 zur Stelle, Sturmkollege Dörr eroberte in Unterzahl die Scheibe und legte keine zwei Minuten später den vierten Zweibrücker Treffer nach. Damit war die Partie entschieden, da von Stuttgart auch kein echtes Aufbäumen kam. Immerhin schafften die Gäste den Ehrentreffer. Lukas Kubek verkürzte nach 32. Minuten auf 1:4.

Ein ähnliches Bild bot sich den 567 Zuschauern in der Peter-Cunningham-Memorial-Arena auch im Schlussdrittel. Mit angezogener Handbremse verwalteten die Hornets den Vorsprung, große Torraumszenen blieben aus. Das änderte sich erst sechs Minuten vor dem Ende. Christan Werth schickte einen tiefen Pass zu Andre Nunold, der im Eins-gegen-Eins trocken zum 5:1 verwandelte. Nur 40 Sekunden später lag der Puck dann wieder im Stuttgarter Kasten. Ein Schuss von Werth schlug unhaltbar hinter Ersel ein. 6:1 – gleichzeitig der Endstand.

Wie wichtig dieser Sieg für die Hornets, die jetzt 27 Punkte auf dem Konto haben, war, zeigt der Blick auf die Tabelle der Regionalliga Südwest. Dort trennen den neuen Ersten Hügelsheim (29 Punkte) und den Fünften Eppelheim (26 Punkte) nach 15 von 24 Spieltagen gerade einmal drei Zähler. Selbst der Sechste Heilbronn hat mit derzeit 23 Punkten noch Playoff-Chancen.

„Ich habe den Jungs vor dem Spiel klar gemacht, dass heute nur ein Sieg zählt“, betont Trenholm, der erleichtert war, nach der Niederlage in Mannheim direkt wieder Punkte einzufahren. „Wenn wir Champions sein wollen, müssen wir die Unkonzentriertheiten abstellen.“ Zumal am nächsten Sonntag (19 Uhr) Tabellenführer Hügelsheim in Zweibrücken zu Gast ist. Für den EHC-Trainer Trenholm das „bisher wichtigste Spiel in dieser Saison“, der deshalb fordert; „Die Liga ist so eng zusammen, da müssen wir auf jeden Fall Punkte mitnehmen. Völlig egal, ob es am Ende einer, zwei oder drei werden. Hauptsache, es werden welche.“