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Eishockey-Regionalliga
Dörr setzt auf Teamspirit – und Disziplin

 Seit 2014 stürmt Maximilian Dörr (re.) für die Hornets, hat in dieser Zeit schon einige Scorerpunkte gesammelt. Diesmal soll auch wieder der Titel her.
Seit 2014 stürmt Maximilian Dörr (re.) für die Hornets, hat in dieser Zeit schon einige Scorerpunkte gesammelt. Diesmal soll auch wieder der Titel her. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Der Topscorer des EHC Zweibrücken traut der „stark besetzten“ Mannschaft in diesem Jahr den Titel in der Eishockey-Regionalliga Südwest zu. Beim EC Eppelheim stehen die Hornets am Sonntag vor der nächsten Bewährungsprobe. Von Svenja Hofer

Die Saison ist noch jung, und doch hat der EHC Zweibrücken bereits nervenaufreibende Partien hinter sich. 4:2 in einem hektischen Auftaktspiel gegen Heilbronn, ein 2:3 nach Penaltyschießen mit einem Minikader in Stuttgart sowie ein ruppiges und zeitstrafenreiches Match mit dem besseren Ende für die Hornets gegen Ravensburg (4:2). Insgesamt passe der Start in die Saison der Eishockey-Regionalliga Südwest, erklärt Hornets-Stürmer Maximilian Dörr. „Es ist nur ärgerlich, dass wir in Stuttgart mit solch einer Rumpftruppe antreten mussten, sonst wären da sicher auch drei Punkte rausgesprungen.“ Doch die sieben von neun Zähler seien in Ordnung, „wir sind damit erwartungsgemäß in die Runde gestartet. Allerdings hatten wir auch schon zwei Heimspiele – und auswärts ist es in dieser Liga immer deutlich schwerer“, sagt er, dessen Team nach drei Spieltagen punktgleich mit dem EC Eppelheim an der Tabellenspitze liegt. Und genau bei diesem Konkurrenten müssen die Zweibrücker am Sonntag, 19 Uhr, im Topspiel ran.

Nicht nur, um bei den Eisbären die drei Zähler zu entführen, müssten die Hornets vor allem eine Sache auf dem Eis besser machen: „Weniger Strafzeiten kassieren, das ist das A und O“, betont der Topscorer des Vorjahres, der auch in den bisherigen drei Partien bereits wieder drei Mal ins Schwarze traf. An der Qualität des Kaders liege es sicher nicht, wenn die Mannschaft sich selbst immer wieder aus dem Tritt bringt. „Wir sind mit den drei Neuzugängen (Claudio Schreyer, Dustin Bauscher und Calvin Engel, Anm. d. Red.) nochmal besser besetzt als in der vergangenen Runde“, erklärt Maximilian Dörr, der bereits seit 2014 für den ECHZ auf Torejagd geht. „Die Neuen haben meiner Meinung nach auch schnell ins Team gefunden, sind seit dem ersten Spiel auf dem Eis voll dabei.“ Aber diese Strafzeiten. „Die kosten viele Nerven und Kraft.“

Neben einer besseren Disziplin sieht der 32-Jährige noch Verbesserungspotenzial in der Mittelzone. „Defensive und Offensive könnten noch enger zusammenspielen.“ Ansonsten sieht Dörr die Mannschaft aber gut gerüstet für die Partie in Eppelheim. Wo die Hornets in der vergangenen Saison mit 3:7 eine deutliche Klatsche einstecken mussten. „Das spielt aber absolut keine Rolle, es fängt am Sonntag wieder bei Null an. Wir verschwenden daran keinen Gedanken mehr, wir gehen ins Spiel und wollen gewinnen.“



Das wollen aber auch die Eisbären, die ihre Stärke vor allem daraus ziehen, „dass sie in der Breite so gut aufgestellt sind“, erklärt Dörr. „Sie haben jetzt vielleicht nicht den Topspieler, aber die große ausgeglichene Mannschaft hat gute Spieler. Eine Überraschungskiste sind dann immer die Ausländer im Team, die man noch nicht so einschätzen kann.“ Entscheidender Faktor könnte am Sonntagabend allerdings auch das Powerplay werden. Während die Hornets mit knapp 30 Strafminuten pro Partie klar am Ende der Fairplay-Tabelle liegen, haben die Eppelheimer dort die Spitzenposition inne.

Das kann den Hornets egal sein, gelingt es ihnen, am Ende der Runde im Titelkampf ganz vorne zu stehen. Denn das ist das große Ziel von Maximilian Dörr. „Auf jeden Fall will ich wieder ins Finale – und dieses Mal die Meisterschaft gewinnen.“ Persönliche sportliche Ziele ordnet der Topscorer dem großen Ganzen unter. „Am Ende spielt man immer für die Mannschaft, deshalb macht man den Teamsport“, erklärt der Offensivmann. Natürlich freue er sich, wenn es bei ihm selbst gut läuft, „denn dann läuft es meist auch für die Mannschaft“. Der Teamspirit sei auf dem Eis das wichtigste – neben der Disziplin. Der Zusammenhalt bei den Hornets passe auf jeden Fall schon, „an der Disziplin arbeiten wir noch“.