| 17:03 Uhr

Eishockey-Playoffs
Hornets müssen um Finaleinzug kämpfen

 Mit seinem Ausgleichstreffer kurz vor Schluss rettete Marc Lingenfelser (rechts) die Hornets in die Verlängerung.
Mit seinem Ausgleichstreffer kurz vor Schluss rettete Marc Lingenfelser (rechts) die Hornets in die Verlängerung. FOTO: Martin Wittenmeier
Heilbronn/Zweibrücken. Auf Augenhöhe begegneten sich der EHC Zweibrücken und der Heilbronner EC in den beiden Aufeinandertreffen des Playoff-Halbfinals der Eishockey-Regionalliga Südwest. Nach der bitteren 6:7-Pleite steht es in der „Best-of-three-Serie“ 1:1. Die Entscheidung fällt nun am Sonntag in Zweibrücken. Von Svenja Hofer

Die Entscheidung ist vertagt. Der Krimi zwischen dem EHC Zweibrücken und dem Heilbronner EC geht weiter. Auch im zweiten Playoff-Halbfinale der Eishockey-Regionalliga Südwest fiel die Entscheidung erst im Penaltyschießen. Dieses Mal zogen allerdings die Hornets mit 6:7 (1:1, 2:4, 3:1, 0:0) den Kürzeren und mussten damit die erste Chance auf den Einzug ins Finale verstreichen lassen (wir berichteten). Die Enttäuschung der Zweibrücker Spieler war so groß, dass sie nach dem entscheidenden Penalty nicht mehr den Gang zu den mitgereisten Fans antraten, um sich für deren Unterstützung zu bedanken. Noch in der Nacht auf Montag entschuldigte sich die Mannschaft dafür über Facebook. „Sorry! Das passiert uns nicht noch einmal!“, heißt es dort. Die Unterstützung der Anhänger, die die Mannschaft bis zum Penaltyschießen „gepeitscht“ haben, sei der Wahnsinn gewesen. Und genau über diese Rückendeckung würden sich die Hornets auch am kommenden Sonntag, 19 Uhr, im entscheidenden Halbfinalspiel freuen: „Lasst uns die Ice-Arena erneut in einen Hexenkessel verwandeln und zusammen ins Finale einziehen!“

Übel nehmen konnten die Fans der Mannschaft die Niederlage und deren Enttäuschung nicht. Denn das Team von Trainer Terry Trenholm hat am Sonntagabend nach einem Drei-Tore-Rückstand großen Kampfgeist gezeigt. Der am Ende nicht belohnt wurde. So muss das entscheidende dritte Halbfinal-Match am Sonntag über den Finaleinzug entscheiden.



Heilbronn machte vor über 1000 Zuschauern in der heimischen Kolbenschmidt-Arena von Beginn an mächtig Druck. Sie ließen den Gästen im ersten Drittel kaum eine Chance. Nach gut sieben Minuten musste Hornets-Schlussmann Steven Teucke das erste Mal hinter sich greifen. Sören Breiter hatte den Puck an ihm vorbei ins Tor geschoben. Eine Chance von Sven Breiter kurz vor Ende des Abschnitts vereitelte Teucke. Überraschend kamen die Zweibrücker noch vor der Pause durch einen Schlagschuss von der blauen Linie durch Vladimir Zvonik zum Ausgleich (20.).

Die Hausherren ließen sich davon nicht beirren und zeigten auch nach der ersten Drittelpause, dass sie das dritte Spiel mit aller Macht erzwingen wollen. Innerhalb von fünf Minuten zogen die Eisbären durch Treffer von Kevin Malez (24.) und Claudio Schreyer (25.) auf 3:1 davon. Nun meldeten sich die Hornets zurück. Marcel Ehrhardt überwand den bis dahin so starken Heilbronner Schlussmann Andrew Hare (27.). Das 2:3 stand allerdings nicht lange auf der Anzeigetafel. Vasilios Maras (30.) und Daniel Brendle (34.) trafen zum 5:2 für Heilbronn. Das Finalticket schien für die Zweibrücker in weite Ferne zu rücken. Drei Minuten vor Ende des zweiten Durchgangs überwand Fabian Fellhauer in Unterzahl nach einem Alleingang Heilbronns Goalie. Mit dem 3:5-Rückstand ging es ins Schlussdrittel.

In diesem lieferten sich die beiden Teams einen packenden Kampf. Tim Essig schaffte den Anschluss (44.) zum 4:5, Heiko Vogler stellte den alten Abstand wieder her (50.). Zehn Minuten vor dem Ende lagen die Hornets mit 4:6 zurück. Aber Fabian Fellhauer (50.) und Marc Lingenfelser (56.) retteten ihr Team doch noch in die Verlängerung. Dort verpassten die Zweibrücker trotz doppelter Überzahl allerdings die Entscheidung. Im Penaltyschießen blieb Heilbronns Daniel Brendle gegen Hornets-Torwart Steven Teucke eiskalt und besorgte mit seinem Treffer den 1:1-Ausgleich in der „Best-of-three“-Serie.

Der erste Finalteilnehmer steht unterdessen bereits fest. Der amtierende Meister SC Bietigheim setzte sich auch im zweiten Spiel gegen den von Richard Drewniak trainierten ESC Hügelsheim mit 7:2 durch. Das Hinspiel endete 7:5.