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Eishockey-Regionalliga
Hornets nicht im Schongang

 Einfach herschenken werden die Hornets um Stürmer Michael Neumann (re.) auch die letzten Punkte nicht.
Einfach herschenken werden die Hornets um Stürmer Michael Neumann (re.) auch die letzten Punkte nicht. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken . Der EHC Zweibrücken hat sein Playoff-Ticket zwar sicher. Einfach machen will er es dem Gegner am letzten Hauptrunden-Spieltag, dem ESC Hügelsheim um den ehemaligen Hornets-Coach Richard Drewniak, deshalb aber nicht. Von Svenja Hofer

Extrem spannend geht es am letzten Rundenspieltag der Eishockey-Regionalliga Südwest noch zu. Drei Teams kämpfen um die verbleibenden zwei Playoff-Tickets. Recht entspannt kann dabei der EHC Zweibrücken seine Partie am Samstag beim ESC Hügelsheim angehen. Ebenso wie Spitzenreiter SC Bietigheim-Bissingen ist der derzeit Zweite schon durch. Ihr Minimalziel haben die Hornets nach dem bitteren Scheitern im Vorjahr demnach erreicht. Für das Team von Trainer Terry Trenholm geht es in der Partie gegen seinen Ex-Club am Samstag, 19.30 Uhr, im Baden Airpark nur noch darum, ob es als Zweiter oder Dritter in die Finalrunde starten wird.

Den Schongang werden die Hornets bei den Baden Rhinos trotz dieser komfortablen Ausgangslage allerdings nicht einlegen. Trenholm will Platz zwei unbedingt verteidigen. „In einem entscheidenden dritten Halbfinale Heimrecht zu haben, wäre ein Riesenvorteil“, betont er den Stellenwert des eigenen Publikums. Groß rechnen will der Hornets-Coach, im Gegensatz zu den drei verbleibenden Playoff-Kandidaten Hügelsheim, Heilbronn und Eppelheim, aber nicht. „Einfach in Hügelsheim gewinnen, dann ist das Thema erledigt“, lautet die Marschroute des EHC-Coachs.

Diesen Optimismus nimmt Trenholm womöglich auch aus den Ergebnissen der bisherigen beiden Aufeinandertreffen zwischen Zweibrücken und Hügelsheim in dieser Saison. Beide Male ging sein Team als klarer Sieger vom Eis (3:1, 8:1).



„Ich denke, zwei Siege reichen“, hält Richard Drewniak, Trainer der Baden Rhinos, jedoch mit einem Lachen entgegen. Dem früheren Hornets-Coach ist allerdings durchaus bewusst, dass es ein großer Fehler wäre, zu denken, dass der EHC nicht mehr groß Gas gibt, nur weil dieser das Playoff-Ticket bereits sicher hat: „Zweibrücken wird sehr motiviert sein, uns rauszuschießen“, sagt er. Der Druck vor dem „Endspiel“ sei schon sehr groß. „Wir haben uns durch die Niederlage vergangene Woche gegen Mannheim selbst in diese Lage hinein manövriert. Hätten wir dort gewonnen, könnten wir etwas entspannter in die letzte Rundenspieltag gehen“, weiß der Zweibrücker. Kann Hügelsheim nach dem 4:6 aber nicht. Seine Mannschaft sei aber hoch motiviert, diese Scharte wieder auszuwetzen und vor eigenem Publikum – die Halle ist mit rund 1000 Zuschauern längst ausverkauft – den Sieg und damit bestmöglich den Playoff-Einzug zu verbuchen. In dem Kampf um die letzten beiden Tickets für die Finalrunde sind die Hügelsheimer allerdings abhängig von den Ausgängen der Partien der beiden Mitstreiter aus Eppelheim und Heilbronn. Wenn auch viele Konstellationen möglich sind am letzten Rundenspieltag, so glaubt der 45-Jährige fest an seine Mannschaft. „Ich denke nicht, dass das am Samstag unser letztes Saisonspiel sein wird – und wahrscheinlich sehen wir die Hornets dann in den Playoffs wieder“, sagt Richard Drewniak zuversichtlich.

Hornets-Trainer Terry Trenholm wünscht sich neben dem Sieg in Hügelsheim mit Blick auf die Endrunde vor allem, „dass sich kein Spieler mehr verletzt“. Denn für den Titelkampf in den Playoffs brauche er jeden Mann.