| 16:44 Uhr

Eishockey-Regionalliga
Eisbären-Goalie lässt Hornets fast verzweifeln

 EHCZ-Spieler Marc Lingenfelser bekommt den Puck einfach nicht im Tor unter. Mit seinen Paraden hielt Andrew Hare seine Eisbären aus Heilbronn lange im Spiel.
EHCZ-Spieler Marc Lingenfelser bekommt den Puck einfach nicht im Tor unter. Mit seinen Paraden hielt Andrew Hare seine Eisbären aus Heilbronn lange im Spiel. FOTO: Hagen / Markus Hagen
Zweibrücken . Eishockey-Regionalliga: Der EHC Zweibrücken feiert mit dem 4:2 gegen Heilbronn dennoch einen erfolgreichen Auftakt. Von Svenja Hofer

Hektischer Beginn, hektische Schlussminuten – am Ende aber erfolgreich. So verlief der Saisonstart für den EHC Zweibrücken in der Eishockey-Regionalliga Südwest mit dem 4:2 (1:0/1:0/2:2)-Sieg gegen den Heilbronner EC. „Wir sind absolut zufrieden mit dem Auftakt“, freute sich die sportliche Leiterin der Hornets, Christina Fischer.

Zehn Minuten lang lieferten sich die beiden Teams am Sonntagabend in der Peter-Cunningham-Memorial-Arena vor 735 Zuschauern ein Spiel auf Augenhöhe. Nach einem Bandencheck erhielt Claudio Schreyer dann fünf Minuten plus Spieldauer (10.). Der Stürmer, der in der Vorsaison noch für die Heilbronner auflief, war fortan zum Zuschauen verdammt. Seine Mannschaftskollegen gaben nun aber richtig Gas. Doch ein ums andere Mal schmiss sich der starke Eisbären-Schlussmann Andrew Hare erfolgreich zwischen Puck und Tor. Bis Maximilian Dörr eine Lücke nutzte und kurz vor Ende des ersten Drittels zum 1:0 einschoss (18.).

Die Hornets behielten auch im zweiten Abschnitt die Oberhand. Dörr erhöhte nach Vorlage von Vladimir Zvonik auf 2:0 (24.). Die Gastgeber hielten immer weiter auf das Tor der Heilbronner zu, doch Hare zeigte eine starke Parade nach der anderen. Trotz des starken Rückhalts durch ihren Goalie, schienen die Eisbären den Hornissen nicht wirklich gefährlich zu werden. „Man konnte schon zum Auftakt unsere Spielidee, das was wir uns vorgenommen haben aufs Eis zu bringen, erkennen. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, lobte Fischer.



Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung ging es ins Schlussdrittel. Das hatte es aber nochmal in sich. Kevin Malez brachte die Gäste zunächst auf 1:2 ran (42.). Doch nach dem 3:1 durch Hornets-Neuzugang Dustin Bauscher fünf Minuten vor dem Ende schien die Partie gelaufen. Es wurde aber nochmal hektisch. Zweibrücken kassierte zwei Strafminuten, weil sich zu viele Spieler auf dem Eis befanden. 90 Sekunden vor dem Ende brachte Heilbronn den sechsten Feldspieler und Stefano Rupp erzielte den Anschlusstreffer zum 2:3 (60.). Doch die Hornets mussten nur 20 Sekunden zittern, dann landete der Puck von einem Heilbronner Spieler im leeren eigenen Tor. Da es im Eishockey keine Eigentore gibt, wird Zweibrückens Christian Werth als Schütze geführt, da er als letzter Hornets-Spieler den Puck berührt hatte.

„Wir haben das gesamte Spiel, das sehr schnell war, Druck gemacht, haben uns viele Chancen erarbeitet, die wir nicht alle genutzt haben“, erklärt Fischer. „Hare hat aber einfach überragend gehalten“, schiebt die sportliche Leiterin zufrieden mit der Punktausbeute aus dem „verdienten Sieg“ nach.

Bereits am Freitag geht es für die Hornets im Kampf um die Punkte weiter. Ab 20 Uhr ist das Team von Trainer Terry Trenholm beim Stuttgarter EC gefordert.