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Eishockey
Hornets starten mit Erfolg in die Runde

Das war einmal mehr ganz nach dem Geschmack der vielen Zuschauer. Die Eisbären Heilbronn werden durch das Penaltyschießen bezwungen. Im Spiel gab es viele packende Szenen.
Das war einmal mehr ganz nach dem Geschmack der vielen Zuschauer. Die Eisbären Heilbronn werden durch das Penaltyschießen bezwungen. Im Spiel gab es viele packende Szenen. FOTO: Norbert Schwarz
Zweibrücken . 5:4-Sieg nach Penaltyschießen gegen Heilbronn. Dabei schien die Partie beim 1:4-Rückstand schon verloren. Von Eric Kolling

Wird das wieder eine Sahnesaison für das Zweibrücker Eishockey-Team der Hornets? Der 5:4-Auftakterfolg nach Penaltyschießen vom Sonntag gegen den HEC Eisbären Heilbronn macht schonmal Mut. Mit dem identischen Ergebnis hatten sich die Hornets vor anderthalb Jahren zum Regionalligameister gekürt. Doch die Vorzeichen waren diesmal nicht besonders verheißungsvoll.

Rückblick: Der Regionalligist EHC Zweibrücken, Meister in der Saison 2016/17, hatte letztes Jahr krachend die Play-Offs verpasst. Dazu in der Schlussphase der Saison Leistungsträger wie Topscorer Kenneth Matheson und Aric Schinke durch Vereinswechsel verloren. Von Motivationsproblemen war da die Rede.

Im Vergleich zur letzten Spielzeit hat sich der Kader zwischenzeitlich stark verändert. Neben den weiteren Abgängen Tobias Chadim und Brad Cuzner haben Amir Heinisch (Studium), Stephan Machura (Karriereende) und Georg Hähn (Berufsbedingt) die Schlittschuhe an den Nagel gehängt. Dafür stießen Sebastian und Marco Trenholm, Konstantin Mayer, Fabian Fellhauer, Marcel Ehrhardt, Dan Radke und Andy Willigar zum Kader. Bernd Hartfelder und Tomas Vodicka stehen ebenfalls wieder zur Verfügung. Aus dem eigenen Nachwuchs kamen Moritz Linnebacher, David Finger und Pascal Freyer in den Regionalliga-Kader. Terry Trenholm rückte für Vodicka auf die Trainerbank. Und hatte direkt damit zu kämpfen, dass die Hornets alle drei Vorbereitungsspiele verloren. In Eppelheim setzte es eine 1:3-Niederlage und die beiden Heimspiele gegen Frankfurt und Amneville wurden klar mit 5:10 und 3:9 verloren.  Ein Glück, dass auch beim vormals bärenstarken Gast, immerhin viermaliger Regionalliga-Meister (2012 bis 2015) nach der letzten Saison ein großer Umbruch stattfand. Inklusive neuem Namen, neuem Logo und neuem Trainer.  Dabei hatten sich die beiden Heilbronner Eishockey-Vereine zusammengeschlossen, aber auch Leistungsträger verloren.



Vor 657 Zuschauern in der Peter-Cunningham-Memorial-Arena erwischten die Zweibrücker den besseren Start. In der fünften Spielminute traf Maximilian Dörr nach Vorlage von Marius Metzner zum 1:0 für die Hornets. Doch noch im Laufe des ersten Drittels kippte die Partie völlig. Arno Metz (7. Spielminute), Sören Breiter (8.), Daniel Brendle (12.) und nochmal Breiter (14.) schossen eine 4:1-Führung für den Gast heraus. Es sah phasenweise ganz bitter für die heimischen Hornissen aus. Schlimme Befürchtungen schienen sich zu erfüllen.

In der Folgezeit allerdings wurden die Fans Zeugen einer spektakulären Aufholjagd, die Felix Stokowski in der 17. Minute einleitete. Der 2:4-Zwischenstand hielt bis in die 41. Minute. Dann traf Fabian Fellhauer zum Anschlusstor und leitete eine spannende Schlussphase ein. Wieder Stokowski mit seinem 4:4 vier Minuten vor dem Ende stellte dann die Weichen auf Penalty-Schießen. Hier vergab zunächst Maximilian Dörr, während die Heilbronner verwandelten. Es war nervenzerreißend. Als zweites verwandelte Dan Radke, während der Gast vergab. Dann sorgte Marc Lingenfelser erneut für die Hornets-Führung. Und diese hielt, da die Heilbronner vergaben: 5:4-Auftaktsieg.

 Da die übrigen sieben Teams der Liga am ersten Spieltag spielfrei hatten, sind die Hornets sogar kurzfristig Tabellenführer. Jedenfalls bis zum kommenden Spieltag am Wochenende. Am Sonntag, 7. Oktober, 19 Uhr, empfangen die Zweibrücker den EC Eppelheim.