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„Eine Medaille ist mein großes Ziel“

 Jasmin Külbs (links) startet bei der Judo-WM. Foto: pma
Jasmin Külbs (links) startet bei der Judo-WM. Foto: pma FOTO: pma
Tscheljabinsk. Bei ihrer zweiten WM-Teilnahme hat Jasmin Külbs vom JC Zweibrücken ein klares Ziel vor Augen. Die 22-Jährige möchte am Wochenende in Tscheljabinsk trotz einer Schulterverletzung um die Medaillen mitkämpfen. Martin Wittenmeier

An diesem Wochenende beginnt für Judoka Jasmin Külbs vom 1. Judo-Club (JC) Zweibrücken der sportliche Höhepunkt des Jahres. Bereits seit Montag laufen im russischen Tscheljabinsk die Judo-Weltmeisterschaften, die 22-jährige Kämpferin aus Speyer greift am heutigen Samstag in der Gewichtsklasse +78 in den Wettbewerb ein. Allerdings geht Külbs gehandicapt in die Meisterschaft. Eine Schulterverletzung macht der gebürtigen Speyerin seit Anfang des Jahres zu schaffen.

"Eine kaputte Schulter ist natürlich keine gute Ausgangsposition für eine Weltmeisterschaft. Bislang hat mich das noch nicht so stark behindert. Ich hoffe, dass das auch jetzt so bleibt", sagt Külbs, die sich nach ihrer Rückkehr einer Operation unterziehen muss. Die WM ist sei der letzte große Wettkampf in dieser Saison, erklärt Külbs. Ihr Kampfeswille ist ungebrochen: "Ich habe den Anspruch zumindest die Platzierungsrunde zuerreichen. Mein großes Ziel ist eine Medaille", sagt die Sportsoldatin selbstbewusst am Tag vor ihrem Auftaktkampf.

Die Auslosung hat es allerdings in sich. Im ersten Kampf steigt die Deutsche mit Sonia Asselah aus Algerien auf die Matte. Die sei "sehr wuselig und schwer auszurechnen, aber durchaus schlagbar", erklärt Külbs. In der zweiten Runde lauert dann eine Angstgegnerin. Gegen die Südkoreanerin Jung Eun Lee hatte die Schwergewichtskämpferin bei den letzten Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro im vergangenen Jahr die Segel streichen müssen. 2013 belegte Jasmin Külbs bei ihren ersten Titelkämpfen den siebten Platz.

Ob sie auch am abschließenden Mannschaftswettbewerb teilnehmen wird, will sie erst kurzfristig entscheiden. "Ich muss abwarten, was meine Schulter macht und wie viele Kämpfe ich im Einzel bestreiten muss."